Mittwoch, 19. September 2018

Reiner und das Fragdrache-Format (31.07.18)



Der Ventilator möhrt auf Hochtouren und Bummsdi hockt auf dem Sofa, zu neuen Nutzlosigkeiten bereit.
Der helle Schweiß steht ihm auf der Stirn, weil er schon vor Aufnahmebeginn die Patschehändchen, zu Pommesgabeln verkrampft, auf Brusthöhe halten musste. Kaum hat er die Begrüßung absolviert, lässt er sie ächzend sinken, uff, was ne Anstrengung. Aber er will sich ja für dieses Frageformat, dieses Feuerwerk der Selbstdarstellung, auch extra anstrengen.

Anstrengend sind diese Fidios eigentlich nur, weil der Leselümmel sich dabei mit monoton sonorer Stimme durch kurze Fragen hindurchbuchstabieren und dabei verzweifelt versuchen muss, nicht WAS zu sagen, immer wenn das Spatzenhönn die Laute, die da aus dem Gesichtsarschloch quallen, nicht problemlos zu bekannten Wörtern zusammengerendert kriegt. Für Reiner bedeutet lesen, dass Reiner Reiner zuhören und verstehen muss, was der da sagt. Das fällt schon normal intelligenten Zuhörern bisweilen reichlich schwer, für Spatzenhirni ist es die reine Strafe.

Kuscheltiere kauft er sich noch? Ja wann denn? Wovon denn? Schon mit der ersten Antwort ist klar, dass der Schmalzaffe uns in diesem Fidio nach Noten die Hucke vollügen wird. Selbst so belangloser Dreck nötigt den Mastbommel zur Lüge –weil er alles wissen, alles können, alles haben muss. Kann ja nicht angehen, dass ein immerhin fast dreißigjähriger Fast-sowas-wie-Mann keine Kuscheltiere hat – Speckbeppo hat natürlich säckeweise davon!  

Und eine neue Lesestrategie hat er auch noch – er versucht erst gar nicht, Sätze zu modulieren, er liest einfach Wort für Wort ganz langsam und deutlich her. So gelingt es dem Schmandsack, zwei der drei nächsten Fragen korrekt vorzulesen, immerhinque.
Und ja scheißdochrein, der Öloger will mal wieder unglaublich lustig und selbstironisch sein. Das ist immer besonders schwer auszuhalten. Erstens ist es ungefähr so lustig wie ein Poetryslam, zweitens auch ungefähr so authentisch und professionell vorgetragen und drittens wirft es die unklärbare Frage auf, was diese Aktion eigentlich soll. Glaubt der Käsekracher allen Ernstes, er könne damit Zuschauer für sich gewinnen? Wer ist eigentlich die Zielgruppe für dieses Format? 
Neuankömmlinge, die sich einen ersten und hoffentlich positiven Eindruck vom ach so sebstironischen Wurstwabbel machen sollen, werden auf jeden Fall nicht angesprochen: Dieses Format richtet sich nur an Zuschauer, die seine gesamte Hintergrundgeschichte in- und auswendig können. Denn wer irgendwas nachfragt, das schonmal vorgekommen ist, wird sofort heruntergeputzt.

Schwibbschwabbel hat keine Lust mehr, alles immer wieder sagen zu müssen. Er hat doch auch schon dausendmal bei ganz vielen Gelegenheiten zugegeben, dass er selbst Fehler gemacht hat, das muss doch langsam mal reichen etzadla. Welche das wohl waren, hat er bei keiner Gelegenheit gesagt. Es reicht die Generalbeichte „Scheiße gebaut“ zu haben und dann soll auch langsam mal gut sein. Schwibbschwabbel wäre nicht Schwibbschwabbel, wenn er der Erwähnung dieser mysteriösen eigenen Fehler nicht sofort ein „allerdings“ oder ein „aber“ folgen ließe (in dem haltlosen Gelüge, das er hier anstelle von interessantem Gehalt präsentiert, finden sich beide). Denn die anderen sind ja alle auch Scheiße. Und in Reiners Klüterkopp ist das immer noch die allerbeste Absolution: Er bleibt, wie er ist, er kann sich aufführen, wie er will, wenn nur die anderen auch „Scheiße baun“ und angefangen haben, das galt damals in der Baumschule schon, so hat ers abgespeichert als Gewissheit in seinem armen, dummen Knallkopp.  

Genau wie es nach wie vor als Selbstkritik gilt, wenn man einfach nur zugibt, beileibe nicht der Beste zu sein. Dann darf man auch die anderen kritisieren, die nämlich keine Effekte verwenden oder es gleich ganz unterlassen, sich im Weltnetz zum Obst zu machen. Wer so viel gesunden Menschenverstand mitbringt, möge bitte gleich das dumme Maul halten, der wird nämlich von unserem Suppengumbo gleich von vornherein ignoriert. Neuankömmlinge sind, wie gesagt, bei diesem Format nicht gefragt.

Alte Hasen aber auch nicht. Die sollen keine indiskreten Fragen stellen, die haben nämlich von unserem dicken, fetten Pfannkuchen in der Vergangenheit genau so viel erzählt und präsentiert bekommen, wie er preiszugeben bereit ist. Alles andere is Briwadsache, das geht keinen was an.

Stellt sich also wiederum die Frage, was denn eigentlich der Sinn dieses ganzen erzbekloppten Formats sein soll. Nur gut, dass der Zipfelklatscher selbst die Antwort darauf gibt, indem er per Einblendung (acht Fehler in 26 Wörtern, ja scheißdochrein) die Sorte Interview-Fragen einblendet, die er sich so vorgestellt hat und die sich sämtlich auf dem Niveau des Drachenlady-Gesprächs bewegen. Dass die Fragesteller da ähnlich stark in ihn verknallt sein müssten, wie der Suppengmubo in sich selber, kriegt er natürlich nicht in sein Spatzenhönn. Auf dem Planeten Reiner leben wohl tatsächlich Zuschauer, die sowas wissen wollen. Hageldumme Banalitäten, nach denen kein Hahn kräht eben. Und gleich zwei davon haben mit Kuscheltieren zu tun – da hat die erste Frage das Spatzenhönn wohl richtig in Renderlaune gebracht, das dauert noch ein Weilchen, bis es von diesem hochbrisanten Thema wieder loskommt. 
Im nächsten Schdriem taucht bestimmt ein ganz doll lustiges Kuscheltierchen auf – falls Schwippschwarti eins findet in dem ganzen Drecksgelumpe, das seinen Lebensraum bis an die Schmerzgrenze anfüllt. 

Es wird ja alles nicht besser. Zum Finale läuft der gute, alte Lügenlord dann noch mal zu Höchstform auf und während er krampfhaft Augenkontakt mit der Kamera hält, erzählt der Schandsack eine Räuberpistole des Inhalts, dass sein eiserner Heldenmut angesichts des unverdienten Hasses schon mindestens (mindestens!) einem seiner treuen Fenns das Leben gerettet hat, denn ohne den Durchhaltelord hätte der sich weggehängt.

Nicht genug, dass Ort und Zeit dieses lebensprägenden Ereignisses ihm nicht mehr geläufig sind – genausogut könnte er behaupten, das Ganze sei passiert, als er am Todestag seines Vaters auf dem Weg ins Waisenhaus war, um dort Spielsachen zu verschenken. Nein, darüber hinaus muss er sich mit dieser faustdicken Lüge auch gleich noch seine ganze erbärmliche Scheißexistenz schönlügen. Deshalb macht er weiter! Nicht, weil er ein erzblöder, bocksturer Knallkopp ohne Perspektive ist, der einfach keine andere Wahl mehr hat, nein, er ist ein Held! Seine Sturheit muss so, sonst sterben Menschen!  Rollo, Aller, man kann es sich wirklich alles nicht mehr ausdenken. 
 Andere fast Dreißigjährige können sich genau an den Ort und den Zeitpunkt erinnern, als sie die Beförderung erhielten, oder zum ersten Mal ihr Kind hielten, oder diese zwei geilen Negerinnen auf einmal weggeflankt haben oder was auch immer man so als Hochlicht der eigenen Existenz verbuchen kann. Unser Prallo hingegen führt ein so hundserbärmliches Drecksleben, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als auf die Frage nach dem schönsten Moment in dieser verlumpten und an die Wand gefahrenen Ranzexistenz eine faustdicke Lüge zu erfinden, die nicht etwa das Mitleid des Hörers erregt, sondern ob ihrer frechen Selbstherrlichkeit einfach nur das Blut ins Auge treibt und nicht nur dorthin. Rollo, Aller, ihr könnt das nicht sehen, aber ich sitz hier mit ner Wutlatte. Kannste dir nicht mehr ausdenken, godverdomme.

Doch, der Speckbeppo, der kann. Er kratzt sich kurz am Kopf, sobald die Lüge fertiggerendert ist, aber dann wird ganz ohne Hektik weitergelogen. Dabei steigert sich Bummsdi so sehr in die erstunkene Mär von der eigenen Standhaftigkeit und Edelsinnigkeit hinein, dass er noch einen improvisierten Kindermutmach-Sermon ins Netz kobert. Vollends zufrieden damit, was für ein großartiger Kerl er doch ist, attestiert er sich danach noch alle Qualifikationen eines Motivationstrainers.
Endlich eine Stelle in diesem Dreck, die nicht heillos zusammengelogen ist. Ja, Motivationstrainer wäre einer der wenigen Jobs, die Reiner durchaus hinkriegen könnte. Wenn er nur nicht so abstoßend hässlich wäre, der stinkende Schmandschmock. 

Möglicherweise ist der Sinn dieses ganzen Elends ja auch nur, dass die Talgkanaille dringend einen kleine Boost gebraucht hat. Sich ein wenig zurückziehen in eine kuschlige Traumwelt voll niedlicher Plüschtiere, in der es keinen Rudi mehr gibt, in der er als menschenrettender Held gefeiert wird und Heerscharen von Bewunderern ihn Fan-Trivia auf Schülerzeitungsniveau abfragen. Passt ja dazu, dass er eine Frage nach seiner Traumwelt beantwortet – und natürlich wieder lügt dabei, denn dieses Fidio ist die Traumwelt, die er sich errichtet hat und die er um jeden Preis gegen die böse Realität verteidigen will.

Und wenns sein muss, dann eben mit Gewalt: Also dem anderen Freßklötsch, diesem schlitzäugigen Abschaum mit der Mödchenstimme nochmal Schläge androhen und dann wars das aber auch. Uff, anstrengengend. Die Laune hebt sich merklich, als der Schmonzenz endlich, endlich vorbey ist. Dabei könnte alles so schön sein auf dem Planeten Reiner. Wenn er dazu nur nicht immer so viel lesen müsste, godverdomme.

Reiner und das Ogerbecken (26.07.18)



Die Sonne scheint und wieder trudelt Bummsdi aus der Schanze, neuen Nutzlosigkeiten entgegen. Die Sommeroffensive läuft in vollen Zügen, Kontent wird rausgeballert!
Könnte natürlich auch sein, dass die hochsommerlichen Temperaturen die Essensreste in der Schanze einen so pestilenzialischen Brodem ausdünsten lassen, dass der Prallsack es in der Stinkebude einfach nicht mehr aushält und mit dem Daddeln und der obligatorischen Leifübertragung seines verpfuschten Lebens warten muss, bis die Sonne untergegangen ist. Im Dunkeln sieht man auch bei laufender Leifkämm den Müll nicht so.

Aufs Rasieren hat er verzichtet, aufs Kämmen auch; verpupt und borstig wie die Wildsau und vermutlich auch stinkend wie eine, nur mit schlechteren Zähnen, hunkepinkt der dicke, fette Pfannkuchen einmal rund um die Sperrmülhalde, die einmal der großväterliche Hof gewesen.  Und während die liebe Sonne den Schwelles ruckzug dunkelrot anlaufen lässt, japst der Schandsack uns vor, was angesagt sei etzadla. Er will im Gart‘ne weder was bauen noch was einreißen, sondern ganz das Gegenteil machen.
Alles klar. Hört er sich eigentlich selber noch zu, der Schandsack? Es ist längst interessanter geworden, sich auf die Baustellen seines Lebensraums zu konzentrieren statt auf die Satzbaustellen, die Bummsdi aus dem Gesichtsarschloch trümmert. Was steht da zB für ein schwarzverhängtes Trumm von Zeug in der Werkstatt? 

Keine Ahnung. Der Mastbommel wackelt japsend zurück an den Ort seiner jüngsten Niederlage und zeigt uns einen von Brennesseln und Brombeerranken rings verbrämten Haufen vermischten Unrats, den er aus dem „Pool“, den man darunter nicht mal ahnen kann, herauszusammeln gedenkt. Danach will er dann Erde besorgen, um den Ort des Geschehens „einzuebnen“. Natürlich, du dumme Sau. Da wird genau nichts eingeebnet, bis zu dem Tag, an dem der HErr die Erde vom Himmel fallen lässt.
Der Bretterverschlag, der ihn neulich so schmählich besiegt hat, steht natürlich noch genau so da wie eh und je, auch an Tag zwei der neuen Gartenoffensive. „Da kümmer ich mich noch drum“, verspricht uns der Suppengumbo, was verdeutscht natürlich nichts anderes heißt, als dass der Bretterverschlag noch genau so dastehen wird, wenn man unseren Schmandeimer eines schönen und bestimmt nicht mehr  allzufernen Tages mit den Füßen voran aus der Schanze mehr zerren als tragen wird. 

Den Unrat aus dem Fischbecken hat die dumme Schmalzpauke in eine herumstehende Schubkarre gepackt und dann die Schubkarre – vermutlich bei dem vergeblichen Versuch, sie zu bewegen – seitlich umgeschmissen.  Dann hat die Schmandkanaille Feierabend gemacht.
Nur um jetzt, an Tag zwo, freudestrahlend auf die traurigen Überreste dieses neuerlichen Scheiterns zu weisen und zu verkünden, das ganze sei jetzt so gut wie fertig. Ja, die Sträucher ringsum hat er auch beschnitten, ein Haufen Ast- und Blattwerk liegt neben dem Fischteich aufgetürmt.
Warum man in Franken die Fischteiche kachelt, keine Ahnung. Der „Pool“ unseres Mostbammels sieht aus wie eine Paukgrube aus einem Horrorfilm, in der sich gleich mehrere Semester Fritten in ihrer eigene Kotze gegenseitig abgestochen haben. Kein Problem, die Wände will er noch saubermachen. Sagt sich natürlich leicht und wir wissen haargenau, dass er nichts dergleichen je tun wird, der dumme Knallkopp. 

 Aber Döskopp wäre nicht Döskopp, wenn er nicht sofort noch viel haarsträubendere Wunschträume hegen und sie als Pläne und durchdachte Vorhaben präsentieren würde. Den Gartenabfall will er durch einen Eingangsbereich ersetzen und eine Bank aus glatten Steinen bauen. Ach und den Boden dieser eklen Schlachtwanne muss er noch verputzen. Was?
Ja, richtig gehört. könnte gut sein, dass diese Outdoor-Vorrichtung zum Schweineschlachten, in der wohl Rudi und vor ihm seine grausen Vorfahren die Sauen hineinbugsierten, niederhielten und kurzerhand totfickten, könnte sein, dass diese Schlachtwanne zwar einen Ablauf für das ganze Blut und Sperma hat (oder für die Frittenkotze, wenns doch mal ne Paukgrube war), aber kein Wasser hält, weil der Boden nicht dicht ist. Den will Schwartebeppo deshalb verputzen. Braucht er natürlich Putz für. Und einen “Gummbl“, der die Arbeit erledigt. Rollo, Aller, das sagt er genau so, kannste dir alles nicht mehr ausdenken. 
Als Bezahlung darf dieser Gummbl dann vermutlich die Schiebkarre wieder aufrichten und samt kostbarer Fracht nach Hause fahren, so denkt der Suppengmobu sich das vermutlich in seinem armen, dummen Knallkopp. Er denkt ja auch, dass dieser traurige Schauplatz unzähliger Verbrechen gegen gute Sitten und die Gesetze von Menschen und Göttern „gut aussehe“.

 Und wie zur Bekräftigung, wie pudelwohl er sich inmitten dieses sonnendurchglühten Kehrichts fühlt, wuchtet der Speckbartel sein Arschgebirge von Leib in die Schlachtewanne hinein – und ist wohl recht froh darüber, dass niemand die ungustiösen Verrenkungen bezeugen kann, die ihn das gekostet hat. Wie gut, dass das uralte Gestrüpp ringsum Sichtschutz bietet, wie wohl von den Winklerschen Ahnen so geplant, um die sodomitischen Schweinereien zu verbergen, die in dieser Wanne ihren Lauf genommen haben mögen.
Aber unser Bummsborsti will den eklen Schweinewanst darin dem Wasser aussetzen, ja scheißdochrein. Obwohl natürlich alles nur ein “Provisorium“ sei und er nochmals die Liste der Arbeitsschritte herbetet, die da noch anfallen sollen, bevor aus diesem Schauplatz herber Angst, besetzt mit scharfem Leid ein Naherholungsgebiet für Speckbeppos geschundene Leibesfülle werden soll.

Und wie immer, wenn der arme dumme Knallkopp sagt, er „müsse mal schaun, wie er des hingrichdd“, wissen alle, dass das nur bedeutet, dass genau nichts passieren wird. Nichts wird er machen. Alles wird genau so bleiben. Sagt unser Qualleman wörtlich, man muss nur hinhören und dann übersetzen: „Wenns dicht is, denn funktionierts, wenns nicht dicht is, muss ich schaun was ich mach“. 

Heißt übersetzt: Falls es dem Soppengmobu gelingen sollte, iwo in der Abraumhalde, die mal seine Küche war, Scheuermilch und -schwamm zu finden, wird er womöglich sogar den Versuch unternehmen, die Blut- Sperma- und Kotzekrusten von den Rändern des Foltergelasses zu wischen. Daran gescheitert wird er denken „basst scho“ und versuchen, die Wanne mit Wasser zu füllen. Füllt sie sich, wird er dieses neugeschaffene Brut- und Heckezentrum für Stechmücken und Pferdebremsen wohl tatsächlich als Badewannenersatz benutzen. Kann natürlich auch gut sein, dass er die ganze Aktion nur deshalb gestartet hat, weil er seine Abrissbirne von Arsch und seinen Arsch von Fettwanst nicht mehr gleichzeitig in die Duschkabine im Alptraumhaus kriegt. 

Wahrscheinlicher aber wird die Wanne das Wasser nicht halten. Dann ist es unter Umständen noch möglich, dass irgendjemand, der es nicht besser weiß, den Bummsdi in den Baumarkt chauffiert, wo er Geld, das er nicht hat, für zwei Säcke Fertigbeton ausgibt. Davon wird er einen anrühren, dann die Schubkarre umschmeißen, sodass fortan die Gartenruine  von der Betonskulptur eines überdimensionierten Hundehaufens geziert sein mag. Den zweiten Sack wird er in die Wanne werfen und irgendwie versaubeuteln. Die Chancen stehen jedoch sehr gut, dass niemals, niemals Wasser in Bummsdis „Pool“ sein wird. 

Im nächsten Jahr wird er dann alles richtig ordentlich machen. Obwohl er doch jetzt schon so gut wie fertig ist. Und die schöne hadde Abbeit hat auch mal gutgetan. Und hat sich ja auch gelohnt: Es ist ja alles feddich soweit, er muss schaun, ob er des irgendwie hingrichd, aber es is ein guter Anfang. Findet er.
So wackelt der Schandsack über den Hof und lässt den Quassel ungeölt laufen. Alle diese Versatzstücke kommen zwei- dreimal, und in dem Moment, wo sie ihm aus dem Gesichtsarschloch gefallen sind, hat er sie vergessen. So erklärt sich der ständige Widerspruch. Und  natürlich damit, dass in seinem Klüterkopp schon alles aber sowas von durcheinandergeht, dass er zwischen Wunschtraum und Vorhaben, zwischen Realität und Phantasie nicht mehr trennscharf unterscheiden kann, der arme, dumme Knallkopp.

Und trotz der ganzen überflüssigen Laberei und genau null gezeigter Aktivität kann er das Rotzfidio nicht mal monetarisieren, weil er es auf sechs Minuten heruntergeschnippelt hat, die dumme Sau. Nur weil er nicht zeigen wollte, wie erbärmlich und ehrlos es ausgesehen haben muss, als er die rostige Hühnerleiter hinab- und wieder hinaufgestiegen ist.

Prallo, das ewige Stehaufmännchen: Er versucht irgendein banales Vorhaben in die Tat umzusetzen, er scheitert und statts nochmal zu versuchen, fängt er ein neues Vorhaben an – nur um daran ebenso zu scheitern.
Aber jedes einzelne neue Unterfangen wird genauso hoffnungsvoll präsentiert wie das vorherige. Und keines wird auch nur ansatzweise fertig. Es ist alles einfach nicht mehr zu fassen, Rollo, Aller, was für eine absolut erzblöde Sau dieser Mastbartel doch ist, godverdomme.

Reiner und die Strikes von Exsl (25.07.18)



Bummsdi ist danz doll böse. Und zwar auf diesen anderen fetten Madenmann mit der Mödchenstimme, mit dem er sich neulich schon in einem Anfall winklerscher Neidwut herumgestritten hat. Und der hat jetzt Fidios vom dicken, fetten Pfannkuchen sperren lassen – was unserem Prallo eine offizielle Verwarnung eingetragen hat – obwohl die beiden Butterkugeln vereinbart hatten, sich keine Fidios wegsperren zu lassen!
Unerhört! Darüber regt unser Kloppskerl sich jetzt maßlos auf.

Heißt, eigentlich nicht so richtig. Er kann vorher noch erklären, warum man den Grienskriem hinter ihm noch sieht und warum es in seiner Bude so dunkel ist und er kann ersmal seinen derzeitigen Lieblingstrick vorführen: langsam die Patschehändchen zusammenklatschen lassen. Man muss nicht erst die Rischdriems eines gewissen Bergdeutschen frequentieren, um dabei unwillkürlich an einen fetten Seelöwen zu denken, der vor dem Zoopublikum die Flossen zusammenpatscht, weils dafür Leckerchen gibt. Wenn man allerdings jedesmal, wenn die Wurtsfingerchen gegeneinanderpatschen, dabei Seelöwengeräusche imitiert, wird der Anblick dieses hochnotpeinlichen Getus schon a weng erträglicher. 

Im Repertoire der Schmalztonne ist diese Geste für den Fall der Fälle, dass er sich mal im Recht fühlen darf und seine Überlegenheit dem Gegner gegenüber zum Ausdruck bringen will. In diesen seltenen Genuss kommt der Quallemann freilich nur, indem er sich irgendein völlig unbedeutendes Detail einer Auseinandersetzung herauspickt – wie in diesem Fall eine Randbemerkung des anderen Beppos – und sie zum zentralen Punkt des Konflikts aufbläht. Eine Taktik, die von minderbemittelten Kindsköppen – hallo KuchenTV, du dumme Fotze! – verwendet wird, teils, weil sie sonst niemals eine Auseinandersetzung ‘gewinnen‘ könnten, teils auch, weil sie nicht in der Lage sind, Wichtiges von Unwichtigem sicher zu unterscheiden, weil das Abstraktionsvermögen halt schwer im Argen liegt, wenn das ganze Jahr über im Oberstübchen der Hahn auf Sparflamme gedreht ist.

Und beim Suppengumbo ist natürlich im Koppe nichts los außer des sattsam bekannten hüpfenden, lärmenden Schellenaffens. Deshalb kapiert er auch nicht, warum der andere Beppo ihm die Fidios gemeldet hat, obwohl er den betreffenden Tweet sogar einblendet. Der besteht aber aus mehr als zwölf Wörtern, also hat unser Suppengmobu ihn wohl nicht gelesen und sicher nicht verstanden. Der Beppo mit der Mödchenstimme fühlte sich von Reiners selbstherrlicher Redeweise wohl herausgefordert. Weil der Arroganzlord ihm großspurig versichert hat, er könne ihm gar nichts, hat er rasch mal das Gegenteil bewiesen.

Dieser simple Zusammenhang geht natürlich nicht in Schmalzaffes Spatzenhönn, wie ja auch der eigentliche Kern der ganzen Auseinandersetzung viel zu einfach und banal ist, als dass der Selbsterkenntnislord ihn je begreifen könnte, dieser arme, dumme Knallkopp: Als die andere Fettbemme klein und unbedeutend war, hat der Lord ihn brüsk abgewatscht. Jetzt ist er aber unversehens erfolgreicher geworden als sein Vorbild und unserem eitlen Döskopp bleibt darauf nichts anderes übrig, als die sattsam bekannte Neidwut. Wer selbst nichts hat, gönnt auch anderen nichts, ein Zusammenhang, der einem Kinde klar sein könnte. Und weil diese Neidwut in jeder Begegnung mit dem schlitzäugigen Fressklötsch ganz klar zutage trat, tritt der andere Schwabbel jetzt halt zurück. 

Immerhin hat unser Döskopp, durch Schaden zwar nicht klug aber immerhin konditioniert geworden, inzwischen einsehen müssen, dass Neidwut ihn nicht weiter bringt. also greift er zum zweiten und schon letzten Pfeil in seinem spärlich gefüllten Kopfköcher und stellt sich als ein armes, unverstandenes Opfer hin, das völlig grundlos zum Ziel böswilliger Angriffe wird. Er hat doch nichts gemacht! ja sicher, er hat den anderen Beppo beleidigt, aber da war der doch noch ganz klein und unbedeutend, dann ist das doch ganz was Andreas. Wer weniger als zehn Kah Abos hat, der darf halt nicht mit respektvoller Behandlung rechnen, so siehts aus in der verseuchten Nuklearwüste, die bei unserem Knallkopp da gähnt, wo normale Leute die sozialen Umgangsformen aufbewahren. 

Nur damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Die Angriffe der anderen machen ihm ja überhaupt nichts aus und auch die Fidios auf seinem Jutjubkanal sind ihm ja völlig schnuppe. Hier ist er sogar ehrlich: Die Fidios sind Bummsdi tatsächlich völlig egal. Es geht ihm nur um die magische Abozahl, diese Paarundsiebzigtausend, die da schwarz auf weiß stehen und deren Entwicklung er täglich oberviert. Und weil für ihn der Zahlenraum jenseits der Hundert nach wie vor unwegsames, ja vermintes Neuland ist, bedeutet das richtig harte Arbeit für unseren dummen Knallkopp. Diese Zahl ist ihm nicht egal, deshalb braucht er den Kanal. Würde die in seinem Leben fehlen, hätte er ja keine Gelegenheit mehr, andere Nutzer zum virtuellen Schwanzvergleich aufzufordern und wäre auf die Erbärmlichkeit der stinkenden Schrumpelnille angewiesen, die in der traurigen Realität zwischen seinen Krautstampfern bammselt und die er schon seit Jahren nicht mehr gesehen hat. 

Dass die virtuelle Nille der anderen Fressmaschine inzwischen dicker und größer ist, macht unseren Prallo tatsächlich wütend. Aber wütend darf er darüber nicht sein, er ist das arme Opfer in dieser Auseinandersetzung und nicht etwa ein arroganter dummer Neidhammel!
Denn sonst könnte es gut passieren, dass die „anderen Jutjuber“, diese grauen Eminenzen im Leben unseres Knallkopps, nicht für ihn Partei ergreifen. Denn natürlich geht sein dummer Klüterkopp fest davon aus, dass alle anderen Jutjuber mit angehaltenem Atem den Nillenvergleich der beiden Fettsäcke verfolgen. Er ist schon richtig „gespannt“ darauf, wie die jetzt wohl reagieren werden!

Das ist der eigentliche Grund für die ganze traurige Inszenierung. Opferprallo bettelt mal wieder um Solidarität. Den anderen Beppo als ehrlosen Lügner hinstellen, sich selber umständlich rauswieseln und dann nur noch ein wenig Geduld, bis Eiblali ein Fidio darüber macht, was für ein ehrloser Geselle dieses schlitzäugige Mondkalb ist und was für ein bewundernswerter Ehrenmann das Reinerle.
Damit die Dramatik nicht zu kurz kommt und wohl auch, weil die Neidwut zum Ende der ganzen zähen Inszenierung sich doch nicht mehr recht im Zaum halten lässt, prügelt der Quallemann sich selbst zum Ende des Fidios noch ein wenig in Rage und patscht sich die Wurstfinger vor den hohlen Arsch, den er als Gesicht führt.

Und ganz zuletzt geht’s nochmal mit ihm durch, dann muss die Neidwut raus, dann wird nochmal haltlos gedroht. Wenn der andere Fressklötsch die Meldung nicht rückgängig macht, dann… Ja, was dann? Der Folgesatz verschwindet in den Trümmern der Reinerschen Worthülsen.
Sogar zum Drohen ist er zu domm, der arme, dumme Knallkopp.

Lügenchrisi "Raw Spirit" Pörzel sonnt sich (22.07.18)

Den fransigen Kanisterkopp wie noch auf wirklich jedem anderen Bild verschmitzt geneigt, damit die Kamera einfängt, was er für seine Schokoladenseite hält, die dummen, leeren Augen zu Schlitzen verengt, wie es sich für selbstgefällige Veganser gehört und natürlich das hässliche Gesicht zu einem schiefen Grinsen verzerrt, das so falsch ist wie die ganze Jammergestalt, die hier in der Wiese hockt - dass ist er, so kennt man ihn, Christian “Lügenchrisi” Pörzel, 44 (nach eigenen Angaben natürlich 39), arbeitslos, Hartzischnorrer (nach eigenen Angaben natürlich selbständig) und von Kopf bis Fuß einfach nur unerträglich.

Und wie sollte es anders sein, natürlich macht er sich einfach so und ohne zu fragen in fremder Leuts Eigentum breit und stellt seinen Gartenstuhl einfach irgendwo aufs Feld, den Laptop gut sichtbar hinten angelehnt, natürlich so, dass man den Apfel auch gut sehen kann - seht her, hier sitzt ein reicher Man, der sich was leisten kann, aber natürlich üüüberhaupt keinen Wert auf Statussymbole legt, er doch nicht.
Das Geröffel links im Bild zeigt dann die eigentlichen Lebensumstände - eine dreckige Bahn Isolierschaum, die hier als Liege dienen muss, ein Haufen Wäsche vom Flohmarkt, ein Salatkopp (vermutlich geklaut) und Kiarers alter Schulranzen - wissen wir auch gleich, wer das Bild geschossen hat.

Und was für ein Bild! Auch mit krampfhaft eingezogener Plautze und durchgestreckter Brust will sich so gar kein Eindruck viriler Männlichkeit breitmachen. Stattdessen meint man, die schmutzigen Fingernägel, die dreckverkrusteten Streichholzbeine und natürlich die ungepflegte Fressluke regelrecht riechen zu können, ein Brodem von grindigem Talg, Klabusterbeeren und Maulgully umwabert die ganze Elendsgestalt. Rollo, Aler, man wundert sich, dass die Linse nicht beschlägt.
Und überall aus diesem Zerrbild eines Möchtegernmannes sprießt wie Unkraut aus den Gehsteigfugen in Leipzig-Taucha, wo dieser Lappen heut Abend wieder die Essensreste aus den Mülleimern normaler, anständiger Leute fischt, um damit sein kärgliches Nachtmahl zu bestreiten, überall also wuchert aus diesem windschiefen Troglodyten das Körperhaar in filzig-räudigen Zotteln und Strähnen, dass es die Sau graust. Der ganze Leib schaut aus wie ein aufgeplatztes Sofakissen, in das ein mittelfränkischer Internetbettler einmal zu oft seine Abrissbirne von Arsch gefeuert hat und das nun einfach nur noch auf den Sperrmüll gehört.

Und zu allem Überfluss und um das Maß an Ekel nicht nur vollzumachen, sondern zum Überlaufen zu bringen, Rollo, Aller, aber sowas von, hat der Sperrmüllmensch natürlich auch nichts an. Eine halbierte Wassermelone bedeckt, was nun auch wirklich niemand auf der ganzen weiten Welt sehen möchte und was eine halbierte Kiwi auch schon bedecken könnte - aber Lügenchrisi wäre ja nicht Lügenchrisi ohne diesen unverwechselbaren touch völlig haltloser Selbstüberschätzung und -inszenierung. Und ganz eigentlich ist es ja auch nur die abgrundtiefe Hässlichkeit der Jauchegrube, die bei diesem Ganzkörperversager an der Stelle schwärt, wo rechtschaffenene Leute den Charakter haben, die seine Erscheinung so abstoßend, so bar jeder Erträglichkeit widerlich, so unerbittlich verachtenswert macht.

Das Allertollste ist dann wirklich, dass dieses Paket voll Scheiße sich selbst für charmant und sogar für einen anständigen, gar guten Menschen hält.
Kannste dir echt nicht mehr ausdenken.

Reiner und Rudis Hütte (21.07.18)



Die Sonne scheint und der dicke, fette Pfannkuchen meddlt ärmchenwedelnd über seinen Hof und verkündet japsend, er wolle mal was Anderes machen etzadla. Heißt also, er wird mal wieder genau denselben dummen und sterbenslangweiligen Bockmist abziehen wie immer. 

Heute ist mal wieder der Garten dran, will sagen, das handtuchgroße Stück Wildnis zwischen der Hausruine und der Stallruine, das Bummsdi frecherweise als seinen Garten bezeichnet, er weiß es ja nicht besser, er hat ja noch nie einen richtigen Garten gesehen, der arme, dumme Knallkopp.
Das Gras, das er neulich abgemäht hat, liegt natürlich noch genau da, wo ers liegengelassen hat, denn um es aufzulesen, zu verpacken und zu entsorgen wären gleich mehrere Rumpfbeugen vorwärts in rascher Folge notwendig, keine Chance für Bummsdi, da könnte das Gras ebensogut auf dem Mond liegen, er wird es niemals auflesen, es wird sich genau da, wo es jetzt liegt, erst in Stroh verwandeln und dann in Kompost – also ziemlich arschgenau wie der Inhalt von Reiners nach wenigen Schritten bereits dunkelrot angelaufenem Mostkopp.

Auch der Sperrmüll, der vor gar nicht allzu langer Zeit noch als Kücheneinrichtung fungierte, gammelt immer noch haargenau dort vor sich hin, wo unser Prallo ihn hingepfeffert hat, vermutlich in der irrigen Annahme, auch dieser Unrat werde sich von selbst in Kompost verwandeln, oder vom Winde verweht werden, oder von den Vögeln eingesammelt zum Nestbau, man weiß doch einfach nicht mehr, was in dem arschförmigen Klüterkopp so alles vor sich gehen mag.

Man weiß auch nicht, wie Reiner nun unbedingt auf die Schnaosidee verfallen ist, ein in der Wildnis herumstehendes Bäumchen von seine Ästen zu befreien. Dazu schickt er sich jedenfalls an, obwohl er noch „ma sehen wird, wie er des fertigmacht“, was im Klartext heißt, dass er die anvisierte Aufgabe niemals fertigstellen wird und irgendwie vermutlich auch bereits darüber im Klaren ist.
Aber Hauptsache irgendwas gemacht, genauer gesagt: irgendwas kapott gemacht. Nach dem Bäumchen soll noch ein windscheifer Stall dran glauben, den unser Quallemann abreißen will. 

Erklären lässt sich dieser Irrsinnsplan zunächst damit, dass Reiners Renovierungs- oder Verbesserungsmaßnahmen grundsätzlich und ausnahmslos den Tatbestand des Vandalismus erfüllen. Vielleicht weiß er es wirklich nicht besser, der arme, dumme Knallkopp, vielleicht denkt er, wenn er nur tüchtig genug alles kapott macht, wird schon alles gut irgendwie. 

Zum anderen ist es aber auch nicht verwunderlich, dass die Umgebung und die Lebensumstände, die unser Suppengumbo sich im Laufe der letzten Jahre selbst eingebrockt hat, in ihm das Bedürfnis wecken, immer öfter vollrohr um sich zu schlagen. Festgefahren in einer ausweglosen Sackgasse, in der er ein kärgliches Einkommen gegen ständige Drangsal und immer enthemmtere Hänseley eintauschen muss, gefangen in einem Dreckskaff voll bigotter Mistbauern, die ihre dreckigen Frankenpimmel nur so lange aus Ochs, Esel und Mastsau lassen, um sich über den Prallo in ihrer Mitte zu echauffieren und gefesselt an ein Alptraumhaus, zusammengestümpert aus Schimmel, Ranz, stinkendem Kehricht und bösen Erinnerungen der allerübelsten Sorte – wen käme da nicht die Lust an, aus Leibeskräften und mit Karacho Sachschaden anzurichten?

Und zuletzt ist es immerhin eine Überlegung wert, dass alles, was Reiner mit stolzgeschwellter Hängebrust unbenutzbar macht, verramponiert oder gleich in Schutt und Trümmer verwandelt, früher einmal von Rudi gehegt und gepflegt wurde, oder zumindest wertgeschätzt, besonders gehegt hat der alte Nuttenpreller natürlich nichts in seinem Leben außer seiner Trunksucht und einer beachtlichen Sammlung unterschiedlicher Geschlechtskrankheiten. Aber wichtig war das Dreckszeug ihm und bestimmt hat er darüber und es kontrolliert mit der Engstirnigkeit des bigotten Mistbauern, der seinen Grindpimmel nur so lange aus den Straßennutten ließ, um daheim Frau und Kinder zu verwemmsen.
Frau und Kinder hat Reiner nicht, die er verwemmsen könnte, also vergeht er sich am Erbe seines Vaters, den Esel meint er und den Sack schlägt er, es passt alles so herrlich zusammen, dass es zum Fürchten ist.

Was natürlich nach wie vor nicht zusammenpasst, ist Reiner und körperliche Arbeit. Zur Benutzung der Bügelsäge muss der Suppengmobu beide Hände quasi ununterbrochen in Brusthöhe vor den arschförmigen Wanst halten, das geht nicht lange gut. Sobald er aber das eine Wedelärmchen ermattet sinken lässt (was nach drei abgesägten Ästen der Fall ist), kann er  die Säge nicht mehr gescheit führen. Also meddlt er –romms, romms, romms, romms – zurück in seinen desolaten Stall, sich einen Bolzenschneider zu holen und damit die Äste abzuzwacken. So kann er zwischendurch immer wieder die müden Ärmchen senken und sich die Fransen des zauseligen Vogelnests, das oben den Klüterkopp ziert, aus den Schweinsäuglein wischen.
Dass das Ganze trotzdem nach „wergeln und wuseln“ aussieht, liegt daran, dass unser Quallemann schlau genug war, die Fidiodokumentation seiner als rege Tätigkeit getarnter Leistungsverweigerung mit mehr als vierfacher Geschwindigkeit ablaufen zu lassen.

So dauert es auch nur drei Minuten, bis eine Hälfte des Bäumchens entlaubt ist und Bummsdi wieder aus dem Bild wackelt, um nunmehr mit der Zerstörung des Bretterverschlags zu beginnen. Das ist der eigentliche Höhepunkt der ganzen Veranstaltung, darum geht es unserem Prallo wirklich: mal wieder so richtig schön auf sein verhasstes Leben einzutrümmern. Er schneidet genau so viele Äste ab, bis endlich Platz genug ist, das Hämmerchen zu schwingen und auf die von Vatis eigener Hand zusammengenagelte Butze einzudreschen, dass der Staub in Wolken aufwirbelt.

Nachdem er die ersten morschen Brettchen glücklich abgeschlagen hat, steht unser Quallemann an der 5-Min-Marke aber doch recht ratlos vor dem Hüttchen. Es ist so alt und morsch, dass man die Dachbretter einfach so mit der Hand abnehmen und gegen die Hauswand pfeffern kann, das macht zwar schön Krach und beschädigt auch den Putz der Hauswand, aber so richtig befriedigt es das Zerstörungs- und Rachegelüst nicht, das da in dem Arschgebilde von Fettsack vor sich hin schwelt. Und dann reißt er sich noch einen Splitter ein, der arme, dumme Knallkopp.

Die größte Enttäuschung ist dann, dass der Eckpfeiler gezählten vier Hammerschlägen einfach standhält. Also vier mit aller Kraft, die in den mit schwabbeligem Hühnerfett behängten Wedelärmchen, dem teigigen und natürlich auch längst arschförmigen und über und über mit Fett behängten Brustkorb und den hilflos überstrapazierten Hüften noch steckt, geführten Schlägen. Jahrelanges Kampfsporttraining, ja scheißdochrein. Hütte: vier – Speckfotze: null. 

So hat er sich das bestimmt nicht vorgestellt, der Baddibilderdrache, der ja nur deshalb kaum noch laufen kann, weil er all die Muskeln kaum getragen kriegt. Er hat sich das bestimmt schon so schön ausgemalt in seinem dummen Knallkopp:  Er filmt sich dabei, wie er Häider zersägt, halt, das war ja nur Spaß, haha, nein, natürlich dabei, wie er locker aus dem Handgelenk diese baufällige Ruine da, seinen verhassten Alten, durch bloße Präsenz einfach hinwegfegt, er lässt nur seine Aura wirken, ein Schlag und paff! fliegen die Trümmer davon und stapeln sich vor lauter Schiss von selber an der Wand auf.

Und jetzt das. Die Sonne knallt, der salzige Schweiß rinnt in Bächen aus dem Vogelnest in die Schweinsäuglein, der Finger blutet, die Füße tun weh und die Scheißhütte steht immer noch genauso da wie vorher. Die ganze Arbeit mit den Scheißästen umsonst, godverdomme.
Also alles nochmal von vorn. Bummsdi meddlt beleidigt in den Stall und holt die Säge zurück und sägt und zerrt an dem Bäumchen herum, das ihm da im Weg steht.
Er könnte auch einfach von der anderen Seite in die Ruine der Hütte hineingehen und von dort das Bäumchen knapp überm Boden absägen und dann das ganze Gestrüpp auf einmal nach draußen ziehen, aber selbst so einfache Konzepte kriegt der Quallemann schlicht nicht in sein Spatzenhönn gerendert.
So zerrt er immer verbissener und vermutlich auch fluchend wie ein Bierkutscher von außen an dem Bäumchen herum, nur um wieder und wieder ein paar dürre Zweiglein in der Hand zu behalten, die er dann von sich wirft.

Aber dann ists endlich wieder Hammerzeit!
Er hat sich ja auch extra das Thor-Schört angezogen. So hat er sich das gedacht: Mit dem Hammer in beiden Händen krach! die Hütte zerschmeißen. Die wird ausgenoggd, Alder, ein Schlach vom Hammerlord und des wars! Da werden die Häider, die das Fidio zu sehen bekommen, aber Augen machen und mit den Knien zittern und ihrem Glücksstern danken, dass der Gütelord so milde gestimmt war, als sie ihn heimgesucht haben. Und in Zukunft werden sie von ihm ablassen, sicher ist sicher.
Sieben Mal trümmert Bummsdi diesmal auf den Balken ein. Mit aller Kraft, mit ungebremster Gewalt, diesmal meint ers wirklich ernst und vor dem inneren Auge zimmert er den Hammerkopf  bei Rudi genau zwischen  Pädobrille und Pornoschnorres.
Vor dem siebten Schlag macht er eine bedeutungsschwere Pause, wohl, um nochmal den Griff zu justieren oder sein Mana aufzuladen, und zack, der letzte Schlag, der genau so viel Wirkung zeigt wie alle zuvor. Hütte: elf – Fettsack: null.

Und das wars. Häschdägg besiegt. Die letzte Einstellung ist bezeichnend. Von allen Kräften verlassen, haltsuchend auf den Balken gestützt, den er eben noch umlegen wollte, japst Reiner vornübergebeugt nach Luft und noch bevor die bunten Lichter vor seinen Augen aufhören zu zerplatzen, endet die Übertragung. Wie symbolträchtig kann ein Filmende eigentlich sein? Das wäre großes Kino, wenn ein Regisseur sich das ausgedacht hätte, ohne Schmäh.
Aber es ist von einem dicken, dummen Prallo. Und nur deshalb ist es scheiße. Godverdomme.