Es war einmal ein kleiner Spargel, der war zu dumm für die Realschule,
also begann er eine schon ganz und gar anspruchslose Lehre, die
eigentlich für dumme Mullen vorgesehen war.
Weil unser dummer Spargel
- wie es für dumme Leute Sitte - sich selbst aber für sehr gescheit
hielt und deshalb partout sein dummes M0wl nicht halten konnte, brachte
er erstens seine Vorgesetzten gegen sich auf und musste zweitens mittels
Jutjub dem gesamten Internetz zeigen, wie hageldumm er war.
Alsbald
und ganz folgerichtig arbeitslos investierte der Spargel nun mehr und
mehr Zeit in seinen Jutjubkanal und wurde damit “erfolgreich” - heißt
also, dumme Kinder begannen, ihr Taschengeld für ihn auszugeben, sodass
er sich einen mittelständischen Lebensstil leisten und als Berühmtheit
fühlen durfte. Dass er nach wie vor einfach nur ein steindummer Spargel
war, der spornstreichs auf die Altersarmut zusteuert, ging dem dummen
Jungen natürlich nicht in den dummen Kopp.
Stattdessen bemerkte
er zu seiner großen Freude, dass sein Starruhm auch auf Mullen Eindruck
machte und statt ihn wie in der Schule mit seinem spargeligen Aussehen
und seinem dummen Kopp zu hänseln, begannen besonders nichtswürdige und
schlamperte Mullen, Interesse an seinem kleine Spargel zu bekunden.
Der
schlampertsten und nichtswürdigsten eine suchte sich der Spargel
schließlich aus und vollzog - nach einigen Fehlversuchen - mit ihr den
Beischlaf.
Von dieser Entwicklung der Ereignisse sehr angetan beschloss der
Spargel, dass das wohl diese Liebe sein müsse, von der die Erwachsenen
immer redeten. Die Schlampe war natürlich auch nicht abgeneigt, in die
für ihre Herkunft und Verhältnisse regelrecht luxuriöse Bleibe des
Spargels umzuziehen und die beiden steindummen Unterschichtler führten
fortan eine recht typische steindumme Unterschichtler-existenz - nur eben
mit merklich mehr Koouuuln, denn die Jutjub-Einnahmen des Spargels
sprudelten ersma munter weiter.
Das blieb natürlich nicht lange
so, denn der Spargel war nach wie vor rotzeblöd genug, sich heillos zu
überschätzen und allen erdenklichen Blödsinn anzustellen, fleißig
weiterhin Leute gegen sich aufzubringen und damit seinen Marktwert als
Schulkinder-Kaschber zu drücken.
Als Jutjub darauf mit Sanktionen
reagierte, hing natürlich der Haussegen schief. Denn merke: Schlampen
sind nicht loyal. Wenn die Fettlebe in Gefahr ist, suchen sie sich einen
neuen Beschäler, dem die Koouuuln lockerer sitzen. So auch die Schlampe
des Spargels.
Als dem Spargel dann nicht nur der Kanal
kapottgemacht wurde, sondern darüber hinaus auch noch eine für ihn
unbezahlbare Rechnung dafür präsentiert wurde, dass er mal wieder sein
dummes M0wl nicht hatte halten können, wars mit der “Liebe” natürlich
Essig.
So geht der Dreisatz: Stellung weg, Kohle weg, Schlampe weg. Christian Wulff kann da ein Lied von singen.
Und
ganz seiner Art gemäß ging der Spargel natürlich davon aus, dass die
Weltöffentlichkeit seinem “Liebes”unglück sicherlich reges Interesse und
Teilnahme entgegenbringen müsse und veröffentlichte die ganze Chose
also flugs im Internet.
Dann ging ihm auf, was für haltlose Versager
mit nichts zu verlieren zu seinen Zuschauern zählen und begann, wohl
auch von ihrem Geschrey erst auf die Idee gebracht, um die Sicherheit
seiner Schlampe zu fürchten: Wenn er schon nicht Manns genug war, sie
für ihre Schlampertheit zu züchtigen, unter seinen Fenns würde sich
bestimmt der eine oder andere dazu bereit finden.
Also widerrief er
flugs die Untreue der Schlampe und verstrickte sich dabei in ein Wirrnis
aus Ungereimtheiten, Widersprüchen und Lügen. Dumme Leute halt, was
will man erwarten.
Am liebsten wäre es dem Spargel, seine
Schlampe würde loyal zu ihm halten und ihm in seiner derzeitigen Krise
den Rücken stärken. Eine kitschige Inszenierung soll sie nun dazu
auffordern. Aber pöh, Schlampen wollen Geld sehen, du dummer Spargel.
Ohne Geld läuft bei Schlampen nichts. Lern doch endlich mal was, du
dummer Spargel.
Bis zu diesem Punkt dürfte der text ganz treuen Lesern bekannt vorkommen, denn veröffentlicht wirde er schon am 09.06.2018, als Tim & Gina zum ersten Mal eine kleine Krise erlebten.
Seitdem hat es eine Neuauflage dieser Krise gegeben, die aber haargenau nach denselben Kriterien abgelaufen ist - nur haben sich die beiden steindummen Unterschichtler wohl diesmal auch ein wenig verhauen, wie es bei solchen Leuten ja Art und Sitte ist.
Aber Schwamm drüber, jetzt herrscht ja wieder eitel Sonnenschein. Gina ist wieder bei ihrem Spargel eingezogen, also bidde nicht mehr häiden, ihr Kuchensöhne, und dieser Gesinnungswandel hat ganz sicherlich nur mit ihrem goldene herzen und der großen, großen Liebe zu tun und rein gar nichts damit, dass der dumme pargel dumm genug war, seiner stundenweise zu mietenden Ische mittels eines stundenweise zu mietenden PKWs materielle Sicherheit zu suggerieren. Inzwischen dürfte der Gina vermutlich auch aufgeganen sein, dass sie die Miete für die Spargelwohnung ja fortan alleine zahlen müsste, da hat sie ihren Spargel lieber wieder nach Haus gelassen.
Wo die Liebe hinfällt, da fällt sie hin.
Die beiden haben sich jedenfalls vollauf verdient.
Montag, 15. Oktober 2018
Samstag, 13. Oktober 2018
Hengameh in der Oberprima (21.05.18)
Hengameh in der Oberprima – da hatte sie noch eine
Taille. Und einen Hals. Und richtige
Freundinnen und Spaß am Leben. Jaguuut, paar Pfund zuviel, die auch.
Aber alles noch im Rahmen, das renkt sich noch ein, nichts, was paar
Nachmittage im Wald oder das erste halbe Jahr in der eigenen Studentenbude
fernab von Muttis Herd nicht geregelt hätte.
Oder doch nicht? Wo sind sie denn, die ersten Anzeichen
dafür, dass hier ein junges Frauenleben so richtig mit Schmackes an die Wand
geworfen werden soll? In ungefähr sechs Jahren ist nichts mehr übrig von dem
Mödchen, das hier so hoffnungsfroh den ersten Schritt ins Leben wagen will und
neckisch in einem Kostüm posiert, das die Hengameh von heute als ‘cultural
appropriation‘ in Grund und Boden schmähen würde (Halt, nein, doch nicht. Wenn
man sich als weißes Stereotyp verkleidet, ist das ja keine appropriation,
sondern voll in Ordning).
Das schärfste Messer in der Schublade war sie wohl schon
damals nicht: Kein Bock auf Mathe, dafür angeblich sprachbegeistert, wovon der
Wortschatz allerdings wenig ahnen lässt. Der offenbart vielmehr eine fatale
Vorliebe für die Vokabel „pseudo“, mit der besonders solche Mödchen glänzen
wollen, die sich eigentlich nur den Unterschied nicht merken können zwischen
„anscheinend“ und „scheinbar“. Also doch lieber Soziologie und Musik studieren,
gell? Wenn Germanistik zu anspruchsvoll erscheint, dann eben Soziologie, statt
– was in diesem Fall eindeutig die bessere Option wäre – der Hochschule gleich
gänzlich fernzubleiben.
Aus dem Musikstudium ist dann wohl nichts geworden. Wie
auch? Da muss man eine Aufnahmeprüfung bestehen. Wusste Hengameh bestimmt noch
nicht, als sie das hingeschrieben hat. Aufgaben erfüllen, Ansprüchen genügen,
sich an allgemeingültigen Maßstäben messen lassen – alles so gar nicht das
Richtige für das kleine Prinzesschen aus gutem Hause. Und dass Hengameh ein
überprivilegiertes Leben fernab aller materieller Sorgen führen durfte, das
verrät diese Präsentation sehr beredt, da muss man gar nicht erst die
Internetz-Suchmaschine anwerfen und erfahren, dass ihr Vater der gutbetuchte
Kleinstadt-Apotheker ist, der heute noch die verpfuschte Existenz seines
Einzelkinds mehr oder minder vollumfänglich finanzieren darf.
Das Gehalt in
Minijob-Höhe, das die Missymagazin-„Redakteurin“ kassiert, geht natürlich ab
und auch das Zeilenhonorar bei der taz, dafür kommt das süße Großstadtleben
wieder drauf, die Tätowierungen und die völlig überteuerten Clownskostüme in
Übergrößen.
Verraten wird Hengamehs behüteter Prinzesschinnenstatus von
der so gänzlich fehlenden Zukunftsperspektive. Was will sie denn mal machen,
also nicht jetzt, wo das Leben ja eigentlich anfängt, sondern später irgendwann
mal, wenn sie denn doch mal groß und erwachsen ist? (ist ja schon bezeichnend
für diesen ganzen unsäglichen Jauchejahrgang, dass er die eigene Unmündigkeit
und Infantilisierung mal eben um den Faktor sechs vermehrt und aus dem üblichen
„Wo bist du in fünf Jahren?“ schlankerhand dreißig macht, weil sich offenbar
keiner dieser ausgehöhlten Kindsköppe auch nur im Entferntesten vorstellen
kann, was in die Rentenkasse einzuzahlen, bevor er nicht 50 ist).
Ja, und was
will die junge Hengameh denn nun? Musikjournalistin will sie werden. Kultur-
und Musikjournalistin. Mit riiieeesiger Film- und Büchersammlug, die dann, man
muss es zwischen den Zeilen lesen, auch entsprechend viel umbauten Wohnraum
beanspruchen darf, aber Platz für die eigene Familie samt Kadsis soll natürlich
auch noch sein. Dass solch ein Eigenheim, soll es nicht gerade hinter den
sieben Bergen oder gleich in Brandenburg-Ost stehen, heutzutag auch für ne
Viertelmillion noch nicht zu haben ist, könnte eine fast Neunzehnjährige ja
eigentlich wissen – und das solche Summen nicht von dem Zeilenhonorar gestemmt
werden können, mit dem Journalistinnen sich heutigen Tags zu bescheiden haben,
das auch.
Es sei denn, man hat halt von der Welt an sich genau so viel
Ahnung wie von den Feinheiten des deutschen Satzbaus und lässt sich aber von
diesen eklatanten Wissenslücken keinesfalls die felsenfeste Annahme kapottschießen,
ganz was Besonderes zu sein. Schließlich hat der stolze Papa dem einen,
einzigen Töchterlein das oft genug versichert und hat nicht gerastet und
geruht, um dem Prinzesschen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Wie er ja dann auch prompt den Geldhahn bis zum Anschlag
aufdreht, um dem Töchterlein ein Studium der Dummschwätzerey im hippen Freiburg
zu spendieren. Und ein Auslandssemester in Skandinavien, aus dem das
Töchterlein natürlich ohne eine Silbe Fremdsprachenkenntnis zurückkehrt. Aber
Praktika macht sie natürlich die schwere Menge, eins hier, eins da, überall, wo
Kulturbetrieb dransteht, taucht Hengameh auf und wird natürlich nirgendwo
übernommen.
Insgesamt scheint ja die Bildungsausbeute aus dem eher
pflichtschuldig mit einem auch schon sehr verspäteten Bachelor abgeschlossenen Studium
eher mau zu sein: Mit dem deutschen Satzbau steht unsere ‚Journalistin‘ nach
wie vor ebenso auf Kriegsfuß wie mit dem Patriarchat oder der deutschen
Leitkultur und die von ihr so lautstark wie dumm vertretenen kulturmarxistischen
Theorien beherrscht sie allerhöchstens rudimentär. Egal, basst scho, wenn sie
nur die ‘buzzwords‘ raushaut und auf ihrem Status als mehrfach diskriminierte
Opfermulle herumreitet, wird ihr schon irgendwer Geld geben dafür, dass sie Satzbaustellen
auf ihrem Eimäkk herunterhackt.
Eigentlich hat sie nur gelernt, Opfer zu sein. Sie kann ja
auch sonst nichts. Die bittere Pille, die sie schlucken musste, war halt die,
dass genau niemand auf sie gewartet hat. Sie und ihr Papa mögen der felsenfesten
Annahme sein, dass Hengameh ganz unglaublich talentiert, stilsicher, politisch,
historisch, philosophisch unglaublich beschlagen und insgesamt sowas wie die
Antwort auf alle Gebete der deutschen Kulturlandschaft zu sein hat – alle
anderen sahen und sehen halt nur das dreiundrölfzigste Prinzesschen mit
unbegründetem Sendungsbewusstsein, das den dummdreisten Versuch unternahm, auf
einem nicht nur völlig überlaufenen und dementsprechend heißumkämpften, sondern
darüber hinaus auch bis obenhin mit Arschraketen vollgeschissenen Markt Fuß zu
fassen.
Und weil sie nicht gelernt hat, mit Rückschlägen und
Enttäuschungen fertigzuwerden – wie auch, wurden ihr solche Erfahrungen doch
stets fürsorglich und mit vorauseilendem Gehorsam aus dem Lebenslauf geräumt –
hat sie das in eine tiefe, tiefe Sinnkrise gestürzt.
Vor den eigenen Ansprüchen kann sie nicht bestehen und wie
für Narzissten typisch darf das um Himmelswillen nicht ihre Schuld sein. Also
verweist sie stets und ständig darauf, wie schwer sie es ja hat als Frau, als
Farbige (haha), als Fette und weil das evendöll noch nicht reicht natürlich
auch als Sternchenperson ohne Geschlecht.
Sie weiß halt nicht, wer sie ist und was sie ist, will sie
nicht sein. In welchem unglaublichen Ausmaß sie von Selbstmitleid und Selbsthass
zerfressen ist, haben andere ja vor Jahren schon lesenswert dargestellt ( hier:
https://fettlogik.wordpress.com/2016/07/08/gastbeitrag-hengameh-der-sommer-und-die-koerperpolitik/
und hier: http://www.grabbelkiste.org/2016/07/08/fat-shaming-mit-freude/ ), da
müssen wir jetzt nicht weiter drauf rumreiten.
Der ganze Schwabbel, der sich um ihren Körper angesammelt
hat, ist nichts als Kummerspeck. Die dummdreisten Träume des naiven Kindchens
sind wie Seifenblasen zerplatzt und die Familie besucht sie auch nicht mehr,
weil sie die immer deutlichere Enttäuschung in Vatis Blick nicht ertragen kann.
Sie wär so gern anders, sie würd gern nochmal von vorn anfangen. In einem
Anflug solcher Sehnsucht kramt sie die Abizeitung hervor und lässt das
Internetz – mal wieder unfreiwillig – einen Blick in die Abgründe der gärenden,
blasenwerfenden Jauchegrube werfen, die bei Hengameh da sitzt, wo gesunde Leute
den Charakter haben.
Ich bin auch gar nicht verbittert darüber, dass ich in allen
Belangen, mit denen Hengameh ihre paar Kröten verdient, versierter und besser
bin als sie und es trotzdem nicht geschafft habe, mich in die Süddeutsche
hineinzumaulen. Rollo, Aller, so eine Existenz will man doch nicht geschenkt
haben.
Ich jedenfalls nicht.
Mittwoch, 10. Oktober 2018
Reiner und das Frühstück
Jeden Monat dasselbe: Wenn der nächste Erste näherrückt,
gehen unserem selbsterklärten Jutjub-Subbastar die Koouuuln aus. Die auf Junau
erbettelten Barr’ne werden aber immer erst in der ersten Woche des nächsten
Monats aufs Päipell-Konto überwiesen – also hockt der dicke, fette Pfannkuchen
für fünf, sechs Tage auf dem Trockenen. Jeden Monat neu. Und zwar völlig
ungeachtet der Summe, die er am Monatsanfang überwiesen bekommt: Ist das ein
wenig mehr als sonst, nu, beginnt der Monat halt mit völlig haltloser
Geldverschwendung. Früher, als er sein Giro-Konto noch nutzen konnte und seine
Beine, waren dann Impulskäufe bei der Rewe angesagt. Kinder-DVDs, Flasche Met
oder gleich Schnaos, so Rotz halt. Heute kommt er nicht mehr zur Rewe, es sei
denn, jemand kutschiert ihn hin, und dafür müsste er zumindest mal duschen
vorher. Also muss amazon herhalten, egal, basst scho, da gibt es ja schließlich
allen nur erdenklichen Blödsinn, für den der Barrenbettler sein unverdientes
Geld zum Fenster rauswerfen kann.
So kommt es dann , wie es kommen muss und Ende September
darf der Suppengmobu mies gelaunt, weil mit knurrendem Magen und ohne „Kibb’ne“
vor der offenbar auch schon wieder gedrosselten Internetleitung hocken und mit
seinem Schicksal hadern.
Wenn in dieser kritischen Zeit dann noch nächtlicher Besuch
vorbeischaut, stehen die Chancen sehr gut, dass der unbesiegte Schanzenlord mal
wieder von der Neidwut gebeutelt und unter markerschütterndem Gebrüll dem Druck
nicht standhält. Dann wird wieder aus den Augen geschwitzt wie ein kleines,
hässliches Mädchen. Hat ja auch diesmal prima geklappt.
Als der Augenschweiß dann versiegt war, reifte in Wurstwubis
Spatzenhönn der Wunsch, die eigene Wertigkeit und kulturelle Beschlagenheit
herauszustellen und er rang sich einen Blogeintrag ab, der seine kulturelle
Versiertheit herauskehren sollte. Das hat auch diesmal nicht so prima geklappt,
na so eine Überraschung. Besonders nichtswürdig und verachtenswert war
natürlich das Shakespeare-Zitat, an dem aber auch alles nicht noch misslungener
hätte sein können, wenn mans versucht hätte. Quellenangabe, Wortlaut und
semantischer Zusammenhang: natürlich wieder alles falsch.
Aber jetzt ist die Krise glücklich ausgestanden, die Sonne
scheint und auf dem Onlein-Konto sind endlich wieder Koouuuln! Außerdem hat
offenbar irgendein barmherziger Nachbar eine Tüte Backwaren vom Vortag vor das
Schanzentor gelegt, dieses kapottgesoffene Protestantenpack, möge der HErr sie
alle mit Blindheit schlagen und ihre Schrumpfpimmel mit Eiterbeulen verzieren
in seinem gerechten Zorn.
Solche milde Gabe reicht dann schon, damit in Prallos
Kindskopp genau solch eitel Sonnenschein herrscht wie vor der Schanze, also
wirft er sofort die Kämm an und lässt das Publikum erstmal minutenlang Zeuge
davon werden, wie man sich im Hause Winkler ein Frühstück zusammenrendert.
Bald
ein Halbdutzendmal muss der steindumme Tanzbär beide Wedelärmchen zu Hilfe
nehmen, um den Arsch von Arschwanst wieder aus dem Sofa herauszustemmen, nur um
dann wieder mit aller noch zur Verfügung stehenden Gewalt die Abrissbirne von
Arsch in die Polster hineinzuschleudern, dass die freigesetzten Kräfte den
Arschkopp ins genick reißen und das Vogelnest zum Fliegen bringen. Im Laufe der
Zeit kommt da langsam aber sicher ein veritables Schleudertrauma zustande; alle
kinetische Energie des Abrissbirnentreffers, die niocht das ranzige Schrottsofa
schluckt, zuckt durch den Fettleib und bringt dann oben den Mostkopp ins
Schleudern, dem ja längst keine Genick- oder Schultermuskulatur mehr Halt
verliehe.
kein Wunder, dass schon die wenigen Minuten körperliche Aktivität,
die durch die Frühstücksvorbereitungen erforderlich werden, unseren
aufgequollenen Hefeprallo an den Rand der Erschöpfung bringen und ihm
körperliche Schmerzen verursachen. Gut, heißt schmerzfrei schlafen kann er ja
auch schon lange nicht mehr. Rollo, Aller, mit Kaffeekochen und
Brötchenschmieren schon heillos überfordert, so lebt es sich also als Fettsack.
Bei solchen Gelegenheiten wird zuweilen die Frage laut,
warum derr arme, domme Knallkopp diese Anstrengungen, die ihn darüber hinaus
immer im denkbar schlechtesten Licht erscheinen lassen, eigentlich nicht
erledigt, bevor er die Kämm einschaltet. Eine einfache Erklärung findet sich in
der Tatsache, dass im arschförmigen Klüterkopp halt einiges durcheinandergeht:
Es steht fest, dass unser Suppengmobu zwar schon nicht mehr gradeaus denken
kann und ein ums andere Mal Sachen übersieht und vergisst vor lauter Fressgier,
dass er aber dennoch in dieser Phase in deutlich sichtbarem Hochgefühl
schwelgt.
Und für den Klopskopp ist Hochgefühl untrennbar verbunden mit
Anerkennung. Er fühlt sich gut, wenn er ganz sicher sein darf, das richtige getan
zu haben und das richtige ist eben immer das, wofür er Lob und Anerkennung
erfährt. Indem also Hochgefühl und Anerkennung immer gleichzeitig auftreten,
konditioniert Bummsdi sich selber darauf, hier eine Kausalkette zu etablieren.
So kommt es, dass er immer, wenn er am frohsten ist, die Kämm anhat, damit die
Leute das mitkriegen und ihn bewundern. Denn dass es dann einen Grund dafür
gibt, ihn zu bewundern, steht für den gücklichen Reiner völlig außer Frage.
So kann er ja sein beklopptes Backwerk auch erst dann
genießen, wenn er dafür bewundert worden ist. Oder genauer: beneidet, denn eine
durch und durch toxische Persönlichkeit wie Reiner hat halt da, wo bei gesunden
Menschen die Charakterfestigkeit sitzt, eine stinkende Jauchegrube niederster Gelüste
verbaut, die Anerkennung nur in Form von Neid kennt, Genuss nur als Völlerei, Liebe
nur als Notzucht und Großherzigkeit überhaupt nicht.
Bei genauerem Hinsehen gibt es freilich nichts, worauf
irgend ein normaler Mensch neidisch sein könnte. zwei alte Brötchen, die schon
bessere Zeiten gesehen haben und eine mittelprächtige Laugenbrezel aus der Großbäckerei
– so sehen die Hochlichter des verpfuschten Lebens aus, das der
Schwibbschwabbel sich selbst gezimmert hat aus Faulheit, Trotz und einer
himmelschreienden Hageldommheit, die immer wieder aufs neue die Frage aufwirft,
wann denn GOtt der Gerechte endlich Feuer vom Himmel regnen lassen mag oder wenigstens
ein paar Kuchenkinder die Backsteine in die restlichen Fenster.
Überhaupt, die Fenster: Dass die milden Temperaturen nach
wie vor anhalten, mag ungerecht anmuten, denn so wird Bummsdi nach wie vor nachts
nicht von der Kälte wachgehalten, sondern nur von den Gebrechen seines von ihm
selbst misshandelten Jammerbilds von Arschgestalt. Andererseits sorgt das
heitere Wetter halt nach wie vor dafür, dass der dicke, fette Klüterkopp sich
der Dringlichkeit der Lage nicht klar und demnach hoffentlich vom ersten
Nachtfrost völlig überrascht wird. domm genug ist er dafür auf jeden Fall.
Dieses Frühstück ist doch der beste Beweis: So gierig
versessen darauf, sich die traurigen Weizenkleisterkonglomerate neizuschüren
ist der Fressklötsch, dass er sich erstmal die unbeholfenen Pfoten verbrennt.
Egal, das tut der deutlich sichtbaren Heiterkeit keinen Abbruch: Das hat er dem
Leben abgetrotzt, dass er jetzt um halb elf völlig unbehelligt in den Trümmern
seiner verkrachten Existenz hocken und sich Marmeladebrötchen einpfeifen darf!
Jawohl, Marmeladebrötchen. Und Margarine. Und Nutella. Mal
abgesehen davon, dass ein jeder, der Margarine und Nutella aufs selbe Backwerk
schmiert, von vornherein und ohnehin fertig hat, darf man durchaus bemerken,
dass als Brotbelag ausschließlich Auswahlmöglichkeiten vorhanden sind, die zur
Lagerung keiner Kühlung bedürfen. Ob am Ende gar der Kühlschrank kapott ist? Ob
womöglich die gesamte Kücheneinrichtung inzwischen hinüber ist, „verreckt“, wie
Reiner selber sagen würde, was selbstverständlich einfach nur Lügenreinersch
ist für „durch unsachgemäße Verwendung oder einen plötzlichen Anfall von
Zerstörungswut kapottgemacht“.
Außerdem sind die Semmeln vom Vortag auf der Unterseite
schwarz verbrannt.
Backwerk in Holzkohle verwandeln war ja immer schon eine Stärke des Planungslords, das konnte er auch schon, als er noch einen herkömmlichen Umluftofen hatte, in dem er seine Tiefkühlpizza erst in eine Art überdimensionierten, stinkenden Eishockeypuck verwandeln und sich dann selbstverständlich doch in das nimmersatte Gesichtsarschloch drücken konnte.
Backwerk in Holzkohle verwandeln war ja immer schon eine Stärke des Planungslords, das konnte er auch schon, als er noch einen herkömmlichen Umluftofen hatte, in dem er seine Tiefkühlpizza erst in eine Art überdimensionierten, stinkenden Eishockeypuck verwandeln und sich dann selbstverständlich doch in das nimmersatte Gesichtsarschloch drücken konnte.
Seine Semmeln sind allerdings nur auf der Unterseite
verbrannt, also der Partie, die im Umluftofen als letzte schwarz wird. Der
Bäckerbommel muss seine Semmeln direkt auf eine sehr heiße Oberfläche gelegt
haben, um sie so zu rösten, was den Schluss nahelegt, dass er irgendeinen der
vorsintflutlichen Öfen, mit denen Väterchen Frost von den Schanzentrümmern
ferngehalten werden soll, zum Aufknuspern des Backwerks zweckentfremdet hat –
vermutlich aus Mangel an Alternativen. Nicht im Ofen hatte er seine Semmeln, sondern auf dem Ofen, der domme Lügenprallo.
Mit welcher Sturheit und Entschlossenheit der eitle, domme
Schandsack die desolaten Verhältnisse in seiner Exküche geheimzuhalten
versucht, lässt sich möglicherweise auch daran ablesen, mit welch ungewohnter
Sorgfalt er diesen Raum vor Einblicken schützt und peinlich genau darauf
achtet, dass die Kamera niemals einfängt, was längst alle ahnen: Dass die
Exküche längst nichts anderes mehr ist als ein Sperrmüllager, ein am Unrat
dommer Entscheidungen gekenterter Haufen Abraum mit Loch in der Wand. Und
vermutlich das Dorado der Hausstaubmilben, deren Kot und Leichenteile dem
Schanzenlord sein seit Wochen hartnäckig bellendes Husten entlocken.
Wenigstens hat er noch ein Essbesteck, wenigstens kann er
sich noch halbwegs daran erinnern, wie man eins benutzt, es ist alles längst
egal, so oder so kapott, er könnte die Brötchen auch einfach aufreßen und mit
dem Finger beschmieren, so unmanierlich wi das ganze eh schon ist.
Und jedes
Mal, jedes godverdommte Mal wenn dieser am ganzen ungeschlachten Arschgebirge
von Fettleib vor Gier schon zitternde Prallsack sich was zu Fressen ins Gesichtsarschloch schiebt, muss er dabei die schielenden Schweinsäuglein so
weit aufreißen, wie die Arschbacken seines
Arschgesichtes das überhaupt noch zulassen.
Normale, gesunde Menschen führen
das Essen zum Munde, Bummsdi schiebt das gesichtsarschloch so nah an den trog,
wie die Wampe es erlaubt, das ganze Arschgebirge gerät in Wallung und drängelt
sich dem Essen entgegen – rollo, Aller, so würde es aussehen, wenn Reinerle
sich zum Küssen anschickte, wenn denn ein Wesen auf der ganzen weiten Welt
verblieben wär, solches zu erdulden.
Kaum sind die Brötchen weniger verzehrt als verschlungen,
inhaliert, durch die fahrigen Zuckungen des Arschkonglomerats absorbiert,
stellt sich zwar leichtes Unwohlsein ein – sowas kommt davon, wenn man das
Kauen vergisst und einfach einschiebt, als wär man eine besonders hässliche und
domme Ente – aber es macht sich doch die Selbstzufriedenheit breit, die
aufgeräumte Stimmung, in der unser Speckbeppo sich bereit findet, zum Volke zu
sprechen.
Besonders schön dabei das sekundenlange Schweigen, während
das Spatzenhönn versucht, eine Erklärung für den neuerlichen Twitch-Bann zu
errendern – und mit errendern ist selbstverständlich erlügen gemeint. Nur in
Ermangelung einer Lüge landet er dann bei der Wahrheit, die Leute sagen ihm ja
immer, wie kreativ er sei.
Aber natürlich sind letzten Endes ja nur die Häider schuld
an allem, wie ja auch die Häider Schuld daran sind, dass der Schandschwabbel
nicht die gebührende „Unterstützung“ erfährt – und mit „Unterstützung“ ist
selbstverständlich Geld gemeint. Denn darum geht alles letztendlich, die Abos
können ihm gestohlen bleiben, Geld muss her! Und dass er keins hat, das sind
die Häider schuld. Nicht seine Dommheit, nicht seine Verschwendungssucht, nicht
seine gotterbärmliche Faulheit, nein, die bösen Häider sinds.
Kannste dir wirklich alles nicht mehr ausdenken,
godverdomme.
Freitag, 5. Oktober 2018
Reiner und die lange Nacht (05.10.18)
Weil Bummsdi die überwältigende Mehrheit seiner Lebenszeit
im Sitzen verbringt, haben Aufzeichnungen, die ihn stehend oder gar in Bewegung
zeigen, inzwischen richtiggehend Seltenheitswert und werden entsprechend heiß
gehandelt und gleich dutzendfach in Fotomontagen und Animationen verwurstet. An
wie vielen Ereignissen man den Prallo nach dem ÖR-Interview hat vorbeiwatscheln
sehen dürfen, zu und zu schön war das; die reine Freude.
Dementsprechend angetan mag man also auch davon sein, dem
Speckbeppo bei Anbringung seiner Kirmesdeko zuzusehen und könnte fast
vergessen, dass der Speckbeppo diese Übertragung für ein hochklassiges
Unterhaltunsprogramm hält, das Bezahlung verdient.
Insgesamt ist es ein Anblick, der betroffen macht. Wie
unrettbar der dicke, fette Pfannkuchen aus dem Leim gegangen ist, wie
aufequollen dieser arschgestaltige Hefekloß inzwischen ist, wie sehr jedes Teil
seiner Anatomie einem Arsche gleicht und natürlich auch, wie ramponiert und
reif für die Tonne die Billoschörts sind, die dieses ganze Elend tagein tagaus
zusammenhalten müssen, das alles kriegt man ja nicht so recht mit, wenn der
Schmandsack nur dasitzt. – Was er natürlich alsbald wieder tun muss, weil die
Watschelstelzen das Arschgebirge nicht mehr länger in der Vertikalen halten
können.
Naja, immerhinque ist es Bummsdi gelungen, mit dem Spinnen-Haarreif für
eine weitere Eskalation an der Friesen-Front zu sorgen, was Buchmacher bereits
zu der geldwerten Frage veranlasst, wie lange es ihm noch gelingen wird, immer
noch bescheuerter auszusehen. Ihn als
grenzdebile Klofrau mit Klofraufrisur ohne Verständnis, Einsicht oder auch nur
Empfindung, dafür gekrönt von einer Plastespinne aus dem Ein-Euro-Shop in die
Mitteldistanz stieren und dabei schmollen zu sehen, während ausgerechnet Kai
Hansens musikalischer Hilfeschrei in die Wohnspeisegammelbude trümmert, hätte
aber wirklich nicht sein müssen, godverdomme.
Bummsdis Verständnis ist derart verkümmert, dass er es
fertigbringt, mies gelaunt zu sein, während er die Erfindung des Power Metal,
einen soliden Goldgenuss, abspielt, dieser selbsterklärte Meddler, dem noch die
größte musikalische Offenbarung nichts anderes ist als Klangtapete,
Hintergrundgeräusche, mit denen er das Gurgeln, Rumoren und Furzen seines
ständig schwärenden Verdauungsapparats übertönt. Diese Arschmade spielt nur
deshalb laute Musigg ab, damit er sich selbst nicht den lieben langen Tag
schnaufen, japsen und nach Luft ringen hören muss.
Aber nein, es sind nur wieder Häider vor der Tür, deshalb
hat die Klofrau Laune. Ja scheißdochrein, dann schmoll halt, aber behellige
meine Musik nicht mit deinen von Fett überwucherten Mistohren, du Affenficker.
Und während ein Stück deutscher Musikgeschichte die Schanze
beschallen muss, rechtfertigt die Popcornpauke jüngste Fälle von Selbstjustiz,
für die er sich hoffentlich bald vor Gericht zu verantworten hat. Achja, und
wer sich gegen den „Willen“ des Schanzenlords stellt, der is kein echter Fenn. Es
geht wirklich nur noch um Untertanen.
Und nachdem eine dieser Elendsgestalten noch seine Pflicht
und Schuldigkeit getan, dem Schandsack sein Scherflein in den Fettarsch
geblasen und mit der schon reichlich lustlos absolvierten Pflichtdarstellung
von Dankbarkeit – Fettpatscher links und rechts an den Kürbis legen und die
Schweinsäuglein a weng aufreißen – abgefertigt wurde, heißt es wieder missmutig
in die Gegend stieren und sich vor der nahenden Gerichtsverhandlung fürchten,
bis der Hermesbote diese traurige Veranstaltung endlich beendet.
Aber leider nicht genug des Wahnsinns, denn die Rumba soll
erst richtig losgehen. Und zwar mitten in der Nacht. Bummsdi hockt noch da, wo
wir ihn verlassen haben, nämlich im Spiel-Speise-Gammel-Zimmer, dass er
frecherweise als „Arbeitszimmer“ bezeichnet, wenn er Aleggsa herumscheucht. Den
Mostkopp in den Nacken gelegt zeigt er uns die Abwesenheit seines Halses – es
sieht wirklich haargenau so aus, als habe ein zu grausamen Scherzen aufgelegter
Gott die Zipfel eines großen Lyonerkringels unter Bummsdis Augen gelegt und
dann die Wurst mit seinem Arschgesicht verschmelzen lassen, sodass der ganze
ungeschlachte Wust aus Fett und Fleischabfall rings um das arschlochförmige
Schnütchen einen Wabbelwall bildet, der erst auf den Herrentitten zur Ruhe
kommt. Rollo, Aller, sowas von grauslig.
Als nächstes muss der Suppengmobu sich nochmal aus den
Sofakissen wuchten und eine Blockflöte angeschleppt bringen – freilich nicht,
um darauf zu spielen. Er kann die Wurststummel ja nichtmal nach dem gehörigen
Fingersatz, den man nebenbei gesagt einem Grundschüler in Minuten beibiegen
kann, auf die Löcher legen. Würfe man die Flöte in ein Affengehege, würden die
Schimpansen ziemlich haargenau dasselbe mit dem Blasinstrument anstellen wie
Bummsdi in seinem Schdriem – nur sähen sie dabei possierlicher aus und würden
dabei nicht so stinken.
Dann bekommt der User „Bännätick“, dem der HErr in seinem
weisen Ratschluss auch mal zeitnah den Pimmel abfaulen lassen könnte, nochmal
die Dankbarkeitsshow mit den Flossen am Mostkopp vorgeführt – das einzige, was
an dieser erbärmlichen Nummer halbwegs aufrichtig ist, ist die Bezeichnung der
Spender als „Wahnsinnige“ –und natürlich meint Reiner gerade dieses einzige
wahre Detail nicht ernst.
Für die nächste Stunde hockt der Isolationslord in seinem
eigenen Unrat und genießt nicht etwa Sternstunden des deutschen Meddl, sondern
die läppischste Fahrstuhlmusik, die die Popkultur zu bieten hat – natürlich
nicht, ohne sich dabei irgendwelche bekloppten Superkräfte anzudichten, die
nicht nur erstens völlig nutzlos und zweitens oberpeinlich sind, sondern
drittens gleich beim ersten Versuch, sie unter Beweis zu stellen, kläglich
versagen. Dabei entlockt ihm das Gejaule und Gefiepe Lustgeräusche einer Art,
die schlicht und ergreifend ekelhaft ist, weil es dem Reiner verlässlich
gelingt, noch jede Art des Sinnengenusses anrüchig und abseitig und ekelhaft
werden zu lassen.
Weil der Leselord im Halbdunkel nun gar keine Lust mehr hat,
den Tschett entziffern zu müssen, salbadert er über die richtige Art Musik zu
genießen – er tut das, indem er seine eigenen Regeln ignoriert und misstönend
mitzupfeifen versucht. Sobald das Publikum sich darüber beklagt, dass er für
seine Nullinteraktion Geld haben will, gibt’s ersma Saures. Fresse halten und
Barr’ne schmaßen, das sollt ihr, ihr hundsmiserabligen Affenficker, ihr
Kanaillenkonglomerat, ihr Freakshow pucklichter Dreckshaderlumpen, möge der
HErr euch alle ewig strafen, godverdomme.
Und während die Fahrstuhlmusik mit ungebremster Grausamkeit
weiterzirpt, herrscht einfach nur die gähnendste Langeweile – warum der sich
immer haltloser fläzende Wamparsch nicht einfach aufsteckt und schlafen geht,
man fragt es sich doch. Tja, erstens, weil er ein sturer Dmmbock ist, der auf
keinen Fall zu einer vernünftigen Zeit ins Bett gehen kann, weil er das für ein
Zeichen von Fremdeinfluss und damit Charakterschwäche hält, zweitens, weil er
dringend Barr’ne haben will und die Affenficker im Tschett sollen jetzt
gefälligst ihre dummen Fressen halten und ihm welche geben. Hat er doch eben
schon gesagt.
Und aus lauter Langeweile fängt es mählich an, aus dem
Isolationslord herauszuschwallen. Still wird es in der Schanze und so ganz der
wahre Jakob ist das Gedudel und Gefiepe, das ihn eben noch zu pflichtschuldigst
absolvierter Ekstase hinriss, halt auch nicht. Ablenkung könnte ein Film
verschaffen, oder eine dieser japanischen Zeichentrickserien für im Koppe Kind
gebliebene Perverse, aber die Kämm ist ja an, Barr’ne müssen rein, da kann er
ja schlecht währenddessen Perversenzeichentrick schauen.
Möglicherweise ist das dann die nächste Form der
Unterhaltungsatrophie: Reiner sendet leif ins Internet, wie er Serie schaut.
Seine Abonnenten, diese vollentkernten Vollgasarschlöcher, würden freilich auch
dafür das kostbare Lebenselixier in die Schanze schmeißen.
Aber so weit sind wir vorerst noch nicht, vorerst bringt die
Langeweile den Laberlord zum Salbadern, wobei er – ja nicht zum ersten Mal –
wieder bestürzendes Un- oder Halbwissen selbst auf allen Themengebieten
offenbart, die angeblich zu seinen Interessen gehören.
Drachen, Außerirdische,
Übersinnliches – in seinem Spatzenhönn geht nicht nur alles durcheinander, es
fehlt auch an allen Ecken und Enden. Reiners Wissen zu egal welchem seiner
selbstgewählten Spezialgebiete wirkt, als habe eine legasthenische Elster es
von den Rückseiten diverser Frühstücksflockenpackungen zusammngelesen, als habe
der veritable Riesenvogel, den Bummsdi nunmal hat, sich im Spatzenhönn ein Nest
gebaut aus Schnipseln alter Galileo-Folgen und Schulhofgesprächen. Man kann ihm
nicht zuhören, ohne dass die Wutlatte zum Himmel zeigt, dem Weltenlenker zu
drohen dafür, dass er es bislang noch immer unterlassen, diesen Ausbund an
Blödheit mit dem Blitz zu erschlagen.
Doch selbst das dümmste Dummgelaber kann die Langeweile
nicht aus der Schanze verscheuchen in dieser Schicksalsnacht – und so begibt es
sich eben, dass Reiner spontan einer Anfrage nachkommt, einen Gast zu
empfangen.
Und schon ist er zu sehen und sieht selbst aus wie eine
etwas verhärmte Version des früheren Fernsehmoderators Walter Freiwald, dem ein
zu grausamen Scherzen aufgelegter Gott einen toten Vogel oben auf die Rübe
geklebt und mit dem Glätteisen bearbeitet hat und er spricht, wie wohl einer
sprechen muss, der so aussieht, hochdeutsch ist es nicht und Bummsdi wittert
gleich Verrat:
Des is doch des Regenbogenschaf, Aller! Das hat der Bummsdi
gleich erkannt! Der Besucher, den ein an die Wand geklebtes Nummernschild als „Jacky“
identifiziert, bringt es jedoch fertig, Bummsdi davon zu überzeugen, dass er
nicht das Regenbogenschaf sei, verdammde Aggst, und kaum ist diese Klippe
umschifft, kann ein stundenlanges Palaver losgehen, in dessen Verlauf der
Rekrutierungslord erneut seine Rekrutierungsversuche startet.
Also geht es um Spielsachen, die Reiner schon hatte und
Freunde, die er gehabt haben will und die auf keinen Fall zu einem spontanen
Kurztrip aufbrechen wollten, ohne ihren Buimmsdi mitzunehmen, da gings
vielleicht rund!
Die Schilderung dieser Episode verursacht beim
Anbiederungslord einen Rückfall in breiteste Mundart; eine seltene
Affekthandlung, die ein Fachmann vielleicht als mirroring bezeichnen würde: Der Dialekt des Gegenübers veranlasst
den Suppengmobu, seinerseits in Mundart zu verfallen, um eine gemeinsame Basis
zu schaffen. Die völlig übertriebenen Reaktionen auf das eigene Reden – lautes Lachen,
Onomatopoetik und dergleichen – sollen ihrerseits entsprechendes Verhalten bei
Jacky provozieren.
Der muss sich außerdem eine ganze Reihe liebgewonnener
Lügengeschichten anhören, alles wie gehabt, man kennt es zur Genüge. Das einzig
Interessante an dem Geseiher über Mobiltelephone ist noch die Möglichkeit, ihm
abzulauschen wie viele solcher Geräte der Bummsdi bereits kapottgemacht hat.
Denn natürlich ist ihm noch nie irgendwas „verreckt“ – er macht immer alles
selber kapott, schmeißt es hin oder runter oder – das wahrscheinlich die
häufigste Methode – schmettert seine Abrissbirne von Arsch auf irgendeine
Sitzgelegenheit, sodass ein sich in der hinteren Gesäßtasche befindliches
Smartphone regelrecht zerschmissen wird.
Ansonsten beweist dieses Gespräch eigentlich nur, wie
durcheinander es in Bummsdis Klüterkopp inzwischen geht, wie wenig durchdacht
sein Handeln noch ist, wie sehr schon alles dem niedersten Trieb überantwortet
wurde.
Denn einerseits gerät unser Selbstbeherrschungslord
unverzüglich und verlässlich außer sich, wenn einer seiner Zuschauer sich
erdreisten sollte, eine Frage zu stellen, die der Speckbeppo irgendwann im
Laufe der letzten drei Jahre schon mal beantwortet hat. Denn inzwischen sollte ihn jeder gut genug kennen
so tönt es dann aus dem stets bescheidenen Bauchwabbelwubi.
Wenn aber
andererseits einer dieser Zuschauer sich zum ersten Mal eine Gastrolle in Schmandzipfels
Schdriem erschmeichelt hat, dann wird dieser Neuankömmling so behandelt, als
sei er erst gestern auf der dünnen Heersuppe dahergeschwommen und habe folglich
nicht den Hauch einer Ahnung davon, was für ein unglaublich toller und fähiger
und demzufolge natürlich sympathischer Typ der Popcornpanzer eigentlich ist.
Dann wird alles von vorn aufgerollt, dann erwähnt unsere Kirmeskanaille oft und
gern und völlig ungefragt Lieblingsfilme, -serien, -bands und erzählt gern zum
hundrtsten Mal, wie er ausgedachte Angreifer zusammengetreten oder ertränktund
dabei golden geleuchtet hat.
Gesunde Menschen lernen aus ihren Fehlern und suchen zu
vermeiden, sie zu wiederholen. Schwibbschwabel nicht; dazu ist er schlicht zu
stur. Er hat sich eine Erfolgsstrategie überlegt und die zieht er durch, wieder
und wieder, bis sie zum Erfolg führt.
Jackie ist ja auch nicht der erste Gast, der stundenlang und
mit ständigen Rückfällen ins breiteste fränggisch von der „waaßt scho“-Version
Reiners angekumpelt wird und dann von ihm beeindruckt sein soll. Der bärtigen
Muselspaßrakete aus dem Rheinland ist es so ergangen, dem fränkischen
homoperversen Fressklötsch, der sich jetzt in den Fidios dieser Plastenutte zum
Obst macht, und dann war da noch mindestens einer, der während des Gesprächs
immer an so einem Raucherlutscher für Feiglinge, die nicht sterben wollen,
genuckelt hat.
Dass man sich an diese Gäste so gar nicht mehr richtig
erinnern kann, liegt daran, dass sie keine Funktion mehr haben für unsere
Arschwampe. Freundschaft hat er mit niemandem geschlossen. Diese Leute konnten
ihm nicht nützlich sein, also hat er sie wieder vergessen. Statt den Kontakt zu
intensivieren, fängt er lieber mit einer ganz neuen Person ganz von vorn an –
und weil Bummsdi diese neue Person nicht kennt, geht er davon aus, dass die
andere Person ihn auch noch nicht kennt. also überhaupt nicht, so wie Bummsdi
den anderen halt. Erstkontakt. Dass
jemand mehr von ihm weiß als err vom anderen, das kriegt Bummsdi nicht in sen
Spatzenhönn gerendert. Für ihn ist er selbst so sehr Maß aller Dinge, dass sein
Wissenstand als Standard gilt.
Und es ist natürlich schön, immer wieder die Chance zu
haben, ein Gegenüber mit dummdreist erstunkenen und erlogenen Geschichten
anzuschmieren bis es glänzt. Auch hier handelt
er seinen eigentlichen, langfristigen Interessen zuwider, er ist halt sehr,
sehr domm.
Denn wenn sich schon mal jemand findet, der wohlwollendes
Interesse an unserem Suppengmobu zeigt – was ja weißgott und gottseidank nicht
so häufig der Fall ist – dann könnte der Speckbeppo ja die Chance nutzen und
einen Freund gewinnen, also jemanden, dem er wirklich nahe steht, dem er Dinge
anvertrauen kann, dem er auch mal erzählen könnte, wies ihm ums verfettete Herz
ist.
Stattdessen wittert der Rekrutierungslord nur eine Chance, einen neuen Untertan
zu dingen und fängt an, dem Kandidaten die Hucke vollzulügen. Er fesselt ihn
sozusagen auf eine Bierbank im Paulanergarten, schleppt Stricke herbey und
fängt fröhlich lachend und sich mit dem Händchen vor den Kürbiskanister
patschend damit an, dem eine ganze Bärenhecke aufzubinden.
So macht er schon
ein zweites Treffen unmöglich, denn dann wird er sich unter keinen Umständen
mehr daran erinnern können, was er dem anderen alles vorgelogen, für welche
Version der beliebten Lügengeschichten er sich diesmal entschieden hat, der
arme, domme Knallkopp.
So bleibt es halt beim Erstkontakt und das völlig
brachliegende und rettungslos verkümmerte gesunde Bedürfnis nach menschlicher
Interaktion muss weiter darben, weil der Geltungsdrang das Kommando im
Spatzenhönn übernommen hat, der Geltungsdrang und der Selbsthass: Reiner kann
schon längst nicht mehr glauben, dass jemand wirklich wohlwollendes Interesse
an ihm haben könnte, so verlottert und vor die Wand gefahren wie er ist. Ein Teil
von ihm hasst sich selbst so dauerhaft und intensiv, dass die Möglichkeit,
jemand anders könnte ihn mögen, gar nicht mehr vorkommt in seinem verqueren
Mostkopp.
Und um diesen Teil kleinzuhalten, um das ständig gefährdete
Selbstbild vom tollen Hecht aufrecht zu erhalten, das ja ständig unter den
Attacken des Selbsthassreiners zusammenzufallen droht, müssen halt Lügen her,
je dicker, je besser, den anderen umso sicherer zu täuschen. Denn viel hilft
viel, das ist immer und überall Reiners Devise, wenn, dann richtig, lieber
gleich zehn Kilo Maiskörner kaufen. Die Unmäßigkeit der zu kurz gekommenen, die
Gier der Habenichtse, da ist sie, im Tun wie im Denken.
Und sobald der niedere Trieb aus den Tiefen hervorgekrochen
ist und im Gespräch anfängt Bummsdis Hochdeutschkenntnisse wie auch seine
Motorik in Mitleidenschaft zu ziehen, kommt natürlich auch sofort die Gewalt
zum Vorschein, die ungetrübte Aggression, der fürchterliche Drang, alles kurz
und klein zu schlagen in diesem hundserbärmlichen Drecksleben, das unser Prallo
sich da selbst eingebrockt hat.
Dann erzählt der Kampfsportlord wieder davon,
wie seine früheren Glanztaten den Mobbern auffe Baumschule Respekt eingeflößt
haben, wie sehr seine Gummbl seine Statur gelobt haben, wie furchterregend
seine mächtige Erscheinung ist und wie sehr ein Jogger – oder war es der
Sportlehrer – seine Ausdauer bewundert hat.
Alle diese Körper- und Gewaltphantasien haben letztlich mit
Respekt zu tun; etwas, das Reiner sich sehr wünscht aber nicht haben kann. Er
weiß natürlich, wie man welchen kriegt: mit Gewalt, so wie Rudi das gemacht
hat. Das hat ja auch immer prima geklappt.
In Speckbeppos traurigem Alltag klappt das leider nicht so
richtig. Da kann er Gewalt immer nur aus dem Hinterhalt anwenden. Also muss er
Geschichten erfinden, die davon handeln, wie er den ersehnten Respekt in
direktem Kräftemessen erworben hat. In diesen Geschichten ist er überdies immer
im Recht, handelt immer nur aus edlen Absichten oder um sich zu verteidigen, sind die Gegner immer in der Überzahl und
Bummsdi immer allein, so das ses keine Zeugen gibt. So wünscht der Wunschwubi
sich die Wlet, so hät er das gern, der Zipfelklatscher. Er ist halt sehr, sehr
domm.
Zu lange allein gelassen, notiert Wunschwubi solche
Phantasien in seine Erfüllungsmärchen. Gestern konnte er sich – ganz wie ers
gesagt hat – das Abtippen sparen. Sein Publikum war Jacky und weil der zu latte
oder zu nett oder schlicht zu erschüttert war, dem Bummsdi klarzumachen, dass
niemand seine Lügen glaubt, ging das gelüge halt immer weiter. Der Drang nach
Anerkennung ist unstillbar, wie auch der Selbsthass nicht zu bändigen ist.
Und weil der arme, domme Knallkopp sich niemals in Therapie
begeben wird, wird sich daran auch nichts ändern.
und das ist gut so. Ich habe nicht das geringste Mitleid, godverdomme.
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