Samstag, 23. März 2019

Reiner und die Besserwisserey


Bummsdi ist zu blöd zum Brötchenholen.

Unvergessen sein Vlog aus goldenen Zeiten, als das Drachenmobil noch fahrtüchtig war und unser dicker, fetter Pfannkuchen zu einer Tageszeit, die er seit Monaten nicht mehr sehenden Auges erlebt hat, seine damals schon veritable Wampe hinters Steuer klemmte, um sich frische Brötchen und eine Büchse Enadschi zu besorgen – nur um stattdessen eine Büchse in Zuckerwasser gelösten Kaffeesatz und eine Plastepackung roher Spülschwämme aus Weizenstärke angeschleppt zu bringen. Wie schlank er damals noch war! Und mit welcher Zuversicht er in eine Zukunft blickte, von der er felsenfest ausging, dass sie Starruhm und Wohlleben für ihn bereithalten würde.
Von diesem absoluten Irrglauben ist er freilich seitdem kein Iota abgewichen, der arme, domme Knallkopp. Schlimmer noch, er hat sich seitdem solcherart in diese hondsdomme Vorstellung verrannt, dass er davon überzeugt ist, ein gefeierter Star zu sein  -immer noch, ungeachtet aller noch so deutlichen Hinweise auf das Gegenteil und unter solch grober Missachtung der Realität, dass einem Angst und Bange werden kann, oder einen die Stinkwut überfällt ob solcher Borniertheit, godverdomme.

Denn Bummsdi weiß es besser. Bummsdi weiß, dass er weitermachen wird, weil er sich was aufgebaut hat und zwar aus dem Nichts. Er kennt seine Stärke: Das sturheile Beharren auf Unwahrheiten. Wofür ihm freilich nach wie vor jedes Verstehen fehlt, was sich nach wie vor völlig seiner Kenntnis entzieht, ist die Einsicht in die schier himmelschreiend hoffnungslose Alternativlosigkeit der Sackgasse, in die er, den dommen Mostkopp voran, hineingerannt ist. Denn er kann ja gar nicht mehr anders, als sich an die auf genau nichts gegründete Hoffnung klammern, dass doch noch alles ganz genau so kommen wird, wie er sich das so vorstellt mit dem Starruhm und dem Wohlleben als Jutjubstar. Jede andere Möglichkeit hat er sich selber verbaut, hat er mit eigenen Händen zerbersten und zerschellen lassen wie morsche und altersschwache Schanzenfenster, nur um die Schrammen und Wunden, die er dabei davongetragen hat, zu den Wundmalen eines opfermutigen Wohltäters umzulügen und lauthals Lob und Anerkennung dafür einzufordern, der eitle, domme Knallkopp.

Da gibt es diese Zahl im Leben des hirnverbrannten Suppengumbos, die wichtiger und belangreicher ist als jede andere. Nicht die Höhe seiner Schulden, nicht die Höhe der Geldstrafe, die er für seinen letzten Versuch zu gewärtigen hat, dem Leben mit Stock und Stein seine eigene hageldomme Version der Realität einhämmern zu wollen und auch nicht die Anzahl der Pfunde, die in immer groteskeren und selbstredend stets arschförmigen Auswüchsen seinen geschundenen Leib bewachsen und auch das -inzwischen mal wieder freigeschabte- Gesichtsarschloch schon solcherart umstehen, dass man sich inzwischen bei Ansicht wirklich jeder neuen Portraitaufnahme dieses havarierten Arschtransporters unwillkürlich fragt, ob das Elend den Tatsachen entspricht, oder nicht doch nachbehandelt wurde.  
 
Diese Zahl lautet derzeit 86.917 und vermeldet die Zahl der würdelosen Madenmenschen, Dateileichen und asiatischen Klickbots, die Speckbeppos Jutjubkanal abonniert haben. Und diese Zahl ist alles, was noch zählt in den Trümmern der Existenz des querköpfigen Quallemanns, alles was er noch hat, und so domm er sich auch anstellt, er kriegt und kriegt sie einfach nicht kapott, godverdomme. Die Blümchentapete in der Schanze ist total verwelkt, in der Einbauküche würden selbst Meth-Junkies nichts mehr kochen wollen, die Bodendielen ächzen und wimmern vor Schmerz unter jedem Schritt des Schinkenspeckwubis, selbst das Schdriemsofa, eigentlich unverwüstliche Vorkriegsware, scheint offenbar unter dem Trommelfeuer seiner Arschbomben mählich zusammengebrochen zu sein, weswegen unser Worstbommel sein Arschgebirge nun jedesmal ächzend und schnaufend die jammernde Holztreppe hochwuchten muss, einem perversen Sisyphos nicht unähnlich, der statt eines Felsens ein ekles und ungriffiges Konglomerat schwabblichter Ärsche bergan zu schieben hat, jedesmal, wenn er einen weiteren fruchtlosen Versuch unternimmt, die restlichen realen Abonnenten seines Jutjub-Kabnals mit immer neuen Aufgüssen desselben ranzigen Bodensatzes unterirdischster Ergüsse endgültig eines Besseren zu belehren.  

Aber es klappt nicht, wie ja gar nichts klappt im Leben des Arschhallodris, der Schinkenkanaille, der unrettbar ungeschlachten Bestie in Arschgestalt. Seit seiner Abwicklung beim Plastejakob ist diese Zahl alles, also wirklich und wahrhaftig alles, was er noch vorzuweisen hat, der einzige Aspekt seines Madenlebens, der kein offensichtlicher und himmelschreiender Misserfolg ist. Achtzigtausend Abos, ihr Leude, idi i smotri, das ist doch was, das muss doch etwas sein, godverdomme. Und in Zeiten der Not, wenn das böse harte Leben dem dommen Erzarsch mal wieder klarzumachen droht, mit welchem Karacho er sein Leben vor die Wand gefahren hat, besinnt der Suppengmubo sich auf diese Abozahl und entschließt sich zu einer Qualitätsoffensive. Der brachliegende Hauptkanal soll reaktiviert und mit tollem neuen Konntent gefüllt werden, der diesmal aber auch ganz bestimmt ganz häufig und vor allem regelmäßig erscheinen soll, auf dass die Jutjubschekel nur so klingeln.

Rückendeckung und Starthilfe dabei erhält er derzeit von einer Gruppe ganz besonders subtiler Häider, denen man bei Gelegenheit auch mal den Kopp untersuchen sollte, vorzugsweise mit einem Gerät, an dem rotierende Knethaken befestigt sind. Diesen mit Eseligkeit, Hundsnatur, Katzentücke und Hahneneitelkeit reichlich versehenen Stadtmusikanten reicht es nicht aus, ihre Häidermusik einfach so ins Internet zu stellen, sie müssen partout den Speckbeppo selbst dazu bringen, die Verse vorzutragen, die ihn schmähen. Lustig daran ist lediglich, dass der dicke, fette Arschmülleimer schlechterdings zu domm ist, mitzukriegen, wie sehr diese Darbietung ihn selbst vorführt, wie deutlich er sein eigenes drohendes Verderben besingt und natürlich auch, wie lächerlich, wie unterirdisch, wie hirnzerstörend stümperhaft sein Sangesvortrag ist. 

Dass dieses ganze eitle Unterfangen den Liedern einen Aufmerksamkeitserfolg beschert, den sie sonst kaum genießen würden, stimmt dabei freilich verdrossen und darüber hinaus tragisch wird es spätestens, wenn man sich klar macht, dass die sture Blödheit, die aus den Texten spricht, von Bummsdi für bare Münze genommen und er regelrecht eingeschworen wird auf die reichlich eingeschränkte Wahl zwischen Endsieg und Untergang, und er darüber völlig übersieht, dass er nur einen simplen Behördengang entfernt ist von einer unbescholtenen Existenz als sozialhilfegestützter Ottonormalbehindi.
Aber Bummsdi weiß es ja besser. Mal wieder. Bummsdi weiß, er ist ein Star, er ist ein waschechter Jutjuber. Aus den Trümmern seiner verpfuschten Existenz fischt er diesen einen Aspekt heraus, der zumindest auf den ersten Blick noch nicht völlig verbumfeit ist und hält ihn stolz in die Höhe, so weit die Wedelärmchen ihn strecken können und deklariert ihn zu dem Hügel, auf dem er sterben will. Und wie all die Male zuvor beginnt er auch die aktuelle Qualitätsoffensive erstmal mit einem gerüttelt Maß von Ankündigungen und steckt seine Ziele so hoch, dass sie von Anfang an außerhalb seiner immer begrenzteren Reichweite liegen müssen – aber Bummsdi weiß es ja besser, mit Reichweite kennt er sich schließlich aus, die ist ja viel größer, als sie ist, es hat ja keiner eine Ahnung. Außer ihm natürlich, godverdomme, das glaubt er nach wie vor allen Ernstes, der arme, dome Knallkopp.

Das ist das zweite Standbein seines erbärmlichen Hauptkanals: Es ist das Mittel, mit dem ein hondsdommer Sonderschulversager sich über sein gesamtes Publikum erhebt und seinen hondsdommen Wunschtraum am Leben erhält, klüger als alle anderen zu sein, es besser zu wissen, kurz: sein Publikum nach Strich und Faden an der Nase herumzuführen. Von Anfang an hat sein Jutjub-Kanal diesen Zweck erfüllen müssen. Schon zu Beginn seiner Internetlaufbahn, auf dem Höhepunkt vor der Schussfahrt in die Verzweiflung und die Aussichtslosigkeit, als viele seiner Zuschauer noch den Fehler begingen, ihn für einen zwar reichlich vertrottelten, aber irgendwie ja doch liebenswerten Deppen vom Knalldorf zu halten, war der dicke fette Bommsbüddel schon damit beschäftigt, allen seinen Zuschauern nach allen zu Gebot stehenden Kräften die Hucke bis zum Anschlag vollzulügen. Und damit hat er niemals aufgehört, egal wie oft ihm seine stümperhaft zusammengeleimten Lügenkonstrukte unter den ungeschickten Patschehändchen zusammengekracht sind, egal wie oft die Kartenhäuser seiner erstunkenen Wunschexistenzen von seinen eigenen frevelnden Wurststummeln zusammengeschlagen wurden, der Speckschwalles kann es nicht lassen, irgendwelchen Schmonsens über sein Leben zusammenzulügen, der an frecher Dreistigkeit seinesgleichen sucht. 

Er weiß es halt besser, niemand hat eine Ahnung von der reichhaltigen Tiefe seines Lebens, alle sind sie domm, nur er natürlich nicht. Er erwartet Besuch, der abwechselnd jeden Moment oder erst in zwei Stunden eintreffen und den Teekuchen dann wohl mit den Händen auseinanderreißen und sich ins Maui stopfen soll – Teller hat er hingestellt, der verschlagene Lügenbeppo, aber das Besteck vergessen. Vergessen hat er auch, dass er ja so viel zu tun hat und deshalb keine Fidios liefern kann, weswegen er dann einräumt, seine überreichliche Tagesfreizeit verschlafen oder verzockt zu haben – wie er ja jede Chance auf Glück und Zufriedenheit verzockt hat, der arme, domme Knallkopp.

Der Schwibbschwabbel ist zu domm zum Lügen, gleichzeitig ist sein Leben aber so erbärmlich, dass er es nicht präsentieren kann, ohne es durch Lügerey aufzuhübschen. Der einzige Ausweg aus dieser Misere wäre freilich, umgehend damit aufzuhören, sein verzocktes Restleben auf den Präsentierteller zu hieven – aber scheißdochrein, Bummsdi weiß es natürlich besser. Und wenn er eigentlich einsehen und zugeben müsste, dass die Trümmer seines verkrachten Restlebens nicht das Material für abwechslungsreiche und interessante tägliche Floggs zu liefern imstande sind,  entscheidet er sich stattdessen automatisch für eine liebgewonnene Lüge und präsentiert sich mit schmerzlich verzogenem Gesichtsarschloch als Opfer einer heimtückischen Krankheit, die ihn daran hindert, all die herrlichen Abenteuer zu erleben, mit denen ein gesunder Arschprallo seine Existenz ja sonst randvoll füllen würde. Dass in der Vergangenheit diese Krankheit immer wie von Zauberhand verschwand, wenn es tatsächlich mal ein waschechtes Abenteuer zu bestehen gab – Sabbaton! Saugeil! – das hat er aus seinem Spatzenhönn herausgetilgt, der arme, domme Knallkopp.

Doch Bummsdi wäre nicht Bummsdi, wenn es ihm nicht gelänge, in der aktuellen und natürlich wie immer zum Scheitern verurteilten Qualitätsoffensive noch eine neue Form des Scheiterns zu verbauen. Gleich dreimal hat er umständlich ganz was Neues, ganz was Tolles angekündigt, nämlich ein Referat der Sonderklasse und zwar zum Thema Drachen oder Musik oder, äh, Musik und es großherzig wie der Gütelord nunmal ist seinem Publikum überlassen aus diesen beiden, äh, drei Themen eine Auswahl zu treffen. Dieses Unterfangen ist nun krachend gescheitert und natürlich haben daran nur die dommen Häider schuld.

Das ist natürlich wieder alles falsch. Der erste  Schuldige ist schnell ausgemacht in Bummsdis Leseverdrossenheit. Immer muss er lesen, in der Schule schon hat das angefangen, da konnten sie ihn schon nicht in Ruhe lassen damit, bis er weinen musste, ganz gewiss an jedem neuen Tag, Lesen ist mobbing, Lesen ist ein Arschloch. Und der dicke fette Matschkuchen verfügt eben nicht über all die tollen Lesestrategien, die man Kindern heutzutag so beibringt, er kann nicht überfliegen oder skimmen oder scannen oder wie das alles heißt. Ranzreiner verfügt nur über eine einzige Lesestrategie: ihm unbekannte Sätze unter Zuhilfenahme akustischer Auslautung  Silbe für Silbe mühsam zusammensetzen. 

Sechshundert Kommentare und die dazugehörigen Antworten und Leiks darauf hin abzuprüfen, welchem der beiden, halt, drei Vorschläge sie zustimmen, kostet einen durchschnittlichen Leser bei großzügigen 3 Sekunden Lesezeit pro Kommentar insgesamt eine halbe Stunde.  Der dicke fette Leselellek bräuchte ohne Übertreibung viermal so lang dafür und das wären zwei elende, erbärmliche Stunden, in denen er im Schweiße seines wurstkringelbewachsenen Ranzangesichts und unter Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Kapazitäten des Spatzenhönns ans Werk gehen müsste, als gälte es, schwierige Gleichungen zu lösen oder theoretische Quantenphysik zu verstehen. Und natürlich wäre mehr als die Hälfte des Inhalts, den er sich da mühsam zusammenbuchstabierte, eine schier nicht enden wollende Flut von Schmähungen, Beschimpfungen und Beleidigungen. Als würde man sich bemühen, mit Nagelfeile und Haarklammer das Schloss eines Schatzkästleins aufzufriemeln, nur um dann festzustellen, dass das Kästchen nur deshalb nicht leer ist, weil einer hineingeschissen hat. So ist es für Bummsdi, sich durch seine Kommentare hindurchzuwühlen.

Lesen ist ein Arschloch, also lässt der Schmalzaffe das Lesen lieber sein. So hatte er sich das nicht gedacht. Er ist wohl allen Ernstes davon ausgegangen, dass echter, ernsthafter bedarf an seiner Expertise besteht. Deshalb seine zwei, quatsch drei Themenvorschläge: Das sind die Bereiche, in denen sich der arme domme Knallkopp für einen echten, mit allen Wassern gewaschenen Fachmann hält. Da kann es ihm keiner reichen, das Wasser, da kommt niemand an ihn ran. Zumindest ist er davon überzeugt, denn immerhin hat er selber Jahre gebraucht, um mühsam Silbe für Silbe ein paar wissenswerte Fakten über seine Lieblingsfabeltiere oder Musikkapellen zusammenzuklauben. Und weil er, der ewige Besserwisser und Blitzmerker ja Jahre dafür gebraucht hat, ist er jetzt jedem anderen um Jahre voraus, man kann es sich echt nicht ausdenken. 

Dass er nun einsehen musste, dass an seiner ausgedachten und selbsterklärten Expertise genau null Interesse besteht, dass vielmehr alles nur händereibend darauf wartet, dass er sich mal wieder vor laufender Kamera lächerlich macht, muss ihn schon einigermaßen getroffen haben. Mit weiteren Referaten auf Mittelstufenniveau wird also nicht zu rechnen sein, ein Glück.

Dafür steigt dann die Wahrscheinlichkeit, dass demnächst wieder eine verbotene Rundfunksendung anberaumt wird. Ist ihm natürlich bei Strafe verboten, aber was solls, Bummsdi weiß es natürlich wieder besser. Er braucht keine Lizenz, steht doch da – und selbst, wenn er eigentlich eine bräuchte, immerhin hat ja die BLM viel mehr Scheiße gebaut als er. All seinem eitlen, verstockten und steinhageldommen Dicketun zum Trotz wäre Bummsdi natürlich keine Sekunde lang bereit, erhobenen Hauptes in den Bau zu wandern. Er ist vielmehr fest davon überzeugt, dass ihm nichts passieren wird, denn er weiß es besser. 

Da sitzt er, er kann nicht anders. Kann er ja wirklich nicht. Da sitzt er in der sturheilen Annahme im Recht zu sein, mehr noch,  in der Überzeugung, dass die Welt ihm was schulde und diese ganze erzblöde eitle Scheiße basiert auf nichts als seiner ganz persönlichen und selbstgefälligen Interpretation eines Schriftstücks, das er nicht verstanden hat. Da sitzt er also, als Fleisch und Arsch gewordener Protestantismus, godverdomme.

Donnerstag, 28. Februar 2019

Reiner und das Karriereende



Bummsdi sieht mageren Zeiten entgegen.
Wie zur Bekräftigung dieser traurigen Tatsache sieht er nahezu zusammengeschrumpft aus, ein blasser Abklatsch des stolzen Speckbergs, der da im Sommer auf der Wiese seinen überreichlichen Arschbewuchs der Weltöffentlichkeit präsentierte. Auch die frische Schneise der Verwüstung, die die Bastelschere durch das Gestrüpp oben auf dem Mostkopp gerissen hat, kann da nicht so recht noch was retten. Verpupt, verpickelt, ungeduscht und ausgebuht hockt hier ein kümmerlicher Restreiner vor der Kamera und weiß ja auch nicht mehr so recht, was denn jetzt noch werden soll.
Gut, kann natürlich auch sein, dass es nur der Weitwinkelaufnahme geschuldet ist, dass der dicke fette Pfannkuchen gar nicht mehr gar so dick und rund aussieht. Ersatzärsche sind auf jeden Fall noch genug vorhanden, ein so veritabler Fressklötsch wie unser Quallemann könnte auch zwanzig Kilo verlieren, ohne dass der Arschbefall seines ungeschlachten Leibes wirklich besser würde oder gar der schlappe Maulwurf sein grindiges Köpfchen wieder an die Luft halten könnte, ohne erst hervorgepumpt zu werden. Aber insgesamt sieht er schon a weng schmaler aus, der Speckbeppo, da beißt die Maus kein Faden ab und vermutlich wird das auch erstmal noch schlimmer, bevor es wieder besser wird.

Denn die Versorgungslage in der Schanze ist inzwischen ganz unwiderruflich gefährdet und so langsam dämmert diese Erkenntnis auch in den schrundigen Windungen, die sich durch das Innere von Bummsdis potthässlichem Pickelkopp schlängeln und die nur in Ermangelung eines besseren Begriffs den Titel Spatzenhönn tragen. Nervenknoten würden auch reichen, dafür zu sorgen, dass er nicht gleichzeitig versucht zu watscheln und zu kacken oder sich aus Versehen den Luan ins Ohr friemelt, der arme, domme Knallkopp – und darüber hinaus ist an Leistung ja eh nichts zu gewärtigen.

Denn es ist ja nicht so, als würde unser Suppengumbo in irgendeiner Weise daran arbeiten, die drohende Misere abzustellen. Dazu ist er ja auch viel zu beschäftigt damit, alle naslang das Schweinkramkonto zu überprüfen, ob ihm da wohl schon wieder jemand geile Schwanzgrüße ausgerichtet hat. Der Rest der Zeit wird nach gutem altem Brauch einfach verdaddelt, wobei der Schmandsack freudestrahlend verkündet, auf seinem Leddsbläh-Kanal gehe die Rumba gerade richtig los und man solle doch da einschalten, um ihn zu „unterstützen“. Dass in letzter Zeit nur rund 5% der Abonnenten dieses Elends der Aufforderung folgen und sich auch nicht gerade überschlagen vor Eile dabei, ignoriert der Suppengmubo beharrlich – er kann sich ja auch nicht um alles kümmern, immerhin muss er noch eine Plasteblende an den Lichtschalter klemmen und das Hoftürchen wieder zuschweißen, nachdem da neulich die Zeugen Jehovas davorstanden, oder ein Arsch mit Presseausweis oder sonstwer ohne Sinn, Verstand oder gute Manieren.

Was ihm außerdem nach wie vor stark im ungeschlachten Mostkopp herumgeht, ist die Ursache der gerade hereinbrechenden mageren Jahre, die BLM, die in Bummsdis Spatzenhönn ungefähr den Rang und Status einer realsozialistischen Einheitspartei angenommen hat und die abwechselnd Verein, Behörde, Staatsgewalt oder Mafiahauptquartier zu sein scheint. Es ist alles nach wie vor sehr kafkaesk und da der Blödbommel es immer noch tunlichst unterlassen hat, die Schreiben dieser Behörde mal abzufotografieren und zu veröffentlichen, wird auch niemand schlau daraus. Er selbst ja am wenigsten, der arme, domme Knallkopp.

Er darf nicht mehr in dem hundsverreckten Sammelbecken für menschliche Pisse herumschwimmen, wo ihn der wertloseste Beifang im deutschsprachigen Internetz immer so brav mit Barr’ne beworfen hat, so viel ist selbst in Bummsdis erzblödem Prallkopp angekommen. Und Schuld daran ist diese ominöse BLM, die ihm das verboten hat. Hat sie zwar gar nicht, aber das kriegt der Speckbeppo halt nicht auf einmal in seinen armen dommen Knallkopp gerendert. Und irgendwer muss schließlich Schuld daran sein, dass es mit dem vergleichsweise süßen Leben als Barr’nebettler jetzt tatsächlich vorbei sein soll, irgendjemand muss doch hier „Scheiße gebaut“ haben, anders kann es ja nicht sein, anders kann er sich das überhaupt nicht vorstellen, der zurückgebliebene Spätzünder vom Förderzentrum am Galgenbuck. Ja, das ist tatsächlich die Adresse, man kann es sich alles gar nicht ausdenken, godverdomme.

Dass er einfach nur in die Mühlen eines behördlichen Vorganges geraten ist, dass hier gar niemand irgendeine Schuld hat, da ja kein Vergehen vorliegt und er ganz einfach nur einer behördlichen Auflage zu entsprechen hat, das kriegt der Mostkopp nicht gerendert, das übersteigt die Kapazitäten des Ogerstübchens bei weitem, das wird der Worstbommel einfach nicht gewahr. Er muss ein veritables Fass voll Schuld und Scheiße aufmachen, sich als das Opfer gesichtsloser Menschenfeinde gerieren und wieder und wieder denselben hageldommen Mist wiederholen, bis er auch dem letzten Zuschauer so meilenweit aus dem Hals ragt, dass es GOtt erbarm. Nur deshalb dauert das letzte Fidio fast zwölf Minuten, denn nichts, absolut nichts ist so domm, dass der Worstbommel es nicht mindestens zweimal sagen würde. So ramentern denn die haltlosen Anschuldigungen ohne Unterlass aus dem Gesichtsarschloch, getrieben durch nichts als der sturen und selbstredend völlig merkbefreiten Annahme, die BLM stelle sich ja nur „im Moment noch“ quer und werde im Laufe der Zeit und des Redeschwalls schon noch zur Besinnung kommen, ihren Fehler einsehen und kniefällig in der Schanze vorstellig werden, den Schimmelscheff um Vergebung anzuflehen. Die würde er natürlich gewähren, um dann endlich weiterzumachen wie gewohnt – zumindest noch „a paar Monate lang“, was dann passieren soll, man fragt es sich und wundert sich, vermutlich sollen bis dahin die Jutjubschekel auf dem Leddsblähkanal zu sprudeln beginnen.

Aber bis es so weit ist, muss der Worstbommel natürlich nach guter alter Sitte eine ungelenke Opferrolle nach der anderen vollführen, sich dabei wie gewohnt den dommen Kopp anstoßen und die altgewohnten Lügenschallplatten abspielen. Das arme Mobbingopfer, das extra eine der Rumpelkammern in seinem verlotterten Alptraumhaus freigeschaufelt hat, um dort die Devotionalien zu drapieren, die das Drecksgelump von Drachis ihm verehrt hat, fühlt sich nun mundtot gemacht und darf nicht länger frei seine Meinung äußern und den bösen Häid anprangern. Doch, das darf er freilich nach wie vor tun, der arme domme Knallkopp, oder genauer: er dürfte es tun, wenn er denn wollte oder tatsächlich was zu sagen hätte – er darf es nur nicht mehr leif tun und sich derweil mit Barr’ne bewerfen lassen.  Oder noch genauer: Er dürfte es sogar leif tun und sich sogar derweil mit Barr’ne bewerfen lassen, er müsste nur vorher eine offizielle Erlaubnis dazu erwerben.

Das wäre ja insgesamt die einfachste Lösung: einen in derlei Vorgängen versierten Rechtsbeistand damit beauftragen, den erforderlichen Antrag nach allen Regeln der Vorschrift einzureichen, den anfallenden Obolus zu entrichten und schon könnte die ganze schöne Scheiße ungebremst weitergehen wie zum Beispiel letztes Jahr im Sommer. Das ganze Unterfangen würde den Schandsack Pi mal Daumen ungefähr dreitausend Tacken kosten und schon wäre alles – zumindest aus seiner Sicht – wieder in allerbester Butter, er dürfte sich mit behördlicher Erlaubnis „Barr’nebettler Offiziell“ nennen und die verlorenen Pfunde wieder anmästen, seine Arschsammlung pflegen und einen Sieg über die bösen Häider feiern. 

Ja scheißdochrein, leider Nein, leider gar nicht. Bummsdi wäre ja nicht Bummsdi, wenn er den einfachen Weg wählen würde. Das heißt, würde er ja schon, wenn es denn eine Möglichkeit gäbe. Leider sind die erforderlichen dreitausend Tacken halt ziemlich genau dreitausend Tacken zu viel, weswegen dem Käseoger diese einfachste Lösung gar nicht erst einfällt und die fehlende Lizenz in seinem Spatzenhönn nur als endgültiges, unwiderrufliches Verbot vorkommt. Schon bezeichnend, dass ein Mann in seinem dreißigsten Lebensjahr nicht nur keine Rücklagen hat, um eine so existenzielle Krise einfach per Scheckheft aus der Welt zu schaffen, sondern dass sich auch in seinem gesamten Freundes- oder Bekanntenkreis kein einziger Mensch findet, der bereit wäre, ihm hier ganz unbürokratisch aus der Patsche zu helfen und ihm die Koouuuln für ein oder zwei Jahre vorzuschießen. 
Freilich hat der letzte Punkt nicht nur mit den eher unterwältigenden Lebensentwürfen des puckligen Protestantenpacks in Reiners erweitertem Bekanntenkreis zu tun, sondern vor allem mit der erschreckend geringen Zahl an Personen, die ihm überhaupt geblieben sind und an die er ein solches Gesuch richten könnte. Tjä, sowas kommt von sowas her; wenn nicht nur die ganze Erscheinung, sondern auch und vornehmlich der ganze Charakter immer grotesker arschhafte Züge annimmt, wenn man selbst die eigene Familie vom Hof geekelt hat, weil man immer alles besser wusste, scheitert man ganz am Ende an einem fehlenden Betrag vom Wert eines altersschwachen Ford Mondeo.

Aber Bummsdi wäre nicht Bummsdi, wenn er diese simplen Zusammenhänge einsehen und sich danach tüchtig schämen würde, wie es sich gehörte. Wo normale, gesunde Menschen ein zwar ärgerliches, auch schmerzhaftes aber letztendlich eben doch zu bewältigendes Hindernis sehen, sieht Bummsdi eine unüberwindliche Barriere, die sich auftürmt zwischen ihm und dem, was ihm seiner – freilich völlig unbotmäßigen – Ansicht nach zusteht. So geraten wir mal wieder in den Genuss, den Speckbeppo beim Führen einer Verhandlung zu beobachten und konstatieren dabei mit immer drohender himmelwärts gerichteter Wutlatte, dass er auch nach all den wunderbaren Jahren nichts, einfach gar nichts dazugelernt hat, der hageldomme Knallkopp. Seine Verhandlungsstrategie besteht nach wie vor darin, die Ansicht des Gegenübers unter einem durch keinerlei Sachkenntnis verwässterten Haufen Gallimatthias verschwinden zu lassen, selber unverschämteste Forderungen zu stellen und diese hernach zu untermauern, indem man das Gegenüber unflätig beschimpft. Fehlt eigentlich nur noch eine haltlose Drohung, um den Drachenwahnsinn komplett zu machen, godverdomme.

 Das Ganze wäre womöglich erträglicher, wenn der Suppengobmu wenigstens so viel Anstand in seiner Arschsammlung von Leib hätte, offen und ehrlich zuzugeben, dass es ihm einzig und allein um die Koouuuln geht und dass ihm ohne seine gewohnten Barr’ne die Abrissbirne von Arsch ganz schön auf Grundeis geht. Der wiederhergestellte Jutjub-Kanal wirft ungefähr dreihundert pro Monat ab, ungefähr dasselbe spülen die immer noch vorhandenen völlig verbummfeiten Vollpfosten rein, die nach wie vor zu vernagelt sind, endlich ihre hageldommen Junau-Abos zu kündigen – als Bummsdi ganz zu Beginn seiner Junau-Partnerschaft mit solchen Beträgen haushalten musste, stand er mehr als einmal mit den Rückenärschen press an der Wand, musste den anvisierten Damenbesuch dazu nötigen, die Zutaten für Pfannkuchen pikant selbst mitzubringen und stand am Ende stromlos da.

Man will hoffen, dass die amazon-Gutscheine, die von den reflinks noch in die Schanze gespült werden, dem armen dommen Knallkopp nach wie vor die Illusion der Gutbetuchtheit vermitteln, sodass er wieder erst zu spät bemerkt, dass ihm das Wasser längst bis dahin steht, wo normale, gesunde Menschen einen Hals haben und er einen Wurstkringel aus Ersatzarschfett. Zu und zu schön auch, dass er für besagte Gutscheine nach wie vor keinen Grundbedarf einkauft, sondern stattdessen irgendwelchen nutzlosen Talmi, der dann schwuppdiwupp in irgendwelchen Körperöffnungen verschwindet, die ja aber alle und überall stark ins Arschlochhafte spielen.   

Aber der Lügenbommel muss ja das heikle Thema Koouuuln beharrlich totschweigen oder gleich wegleugnen. Das geht so weit, dass er sich nach wie vor keine konstruktiven Gedanken darüber macht, wo denn die Piepen eigentlich herkommen sollen, falls die BLM doch und natürlich ganz wider sein Erwarten nicht zu Kreuze kriechen sollte. Daran lässt sich erstens ablesen, dass er seine eigenen völlig bekloppten Irrsinnsforderungen allen Ernstes für statthaft hält und dass er zweitens halt sehr, sehr domm ist.

Es wäre ja eigentlich höchste Zeit, den Jutjub-Hauptkanal wieder flott zu machen, aus den immerhin stattlichen Abozahlen müsste sich doch Kapital schlagen lassen – mit einer wöchentlichen Folge 4DudM beispielsweise. Ja pöööh, darauf hat er aber keine Lust, der erzbekloppte Knallkopp. Erstens natürlich, weil dieses Format mit viel harter Arbeit verbunden wäre und zweitens, weil die eigentlich so liebgewonnene Externalisierung, die Zersplitterung des fragilen Egos in diverse Einzelaspekte, seit Januar mit einer tiefen, unüberwindlichen narzisstischen Kränkung verbunden ist: Das schier nicht enden wollende Geseier und Geheul über den Unterschied zwischen Drachenlord und Reiner und Dracheoffiziell, das hat ihm seine neue Nemesis in Form der Bummsdi-Hass-Behörde wohl doch nicht so ganz abgekauft, wie er uns das weismachen will. Und dieser Unterschied ist halt die einzige Pointe bei 4DudM – wenn er daraus jetzt nochmal launige Trashfilmchen machen wollte, müsste er halt jedes Mal daran denken, wie er heulend vor der Kamera der unerbittlichen Hassanstalt den Unterschied zwischen Reiner und dem Drachen erklären wollte und wie weh das tat, dass sie ihm das einfach so nicht abgekauft haben. Da hat er natürlich keinen Bock drauf, der arme, domme Knallkopp.

Erst recht keinen Bock hat er freilich darauf, sein Arschgebirge von Leib praktischer Arbeit zuzuführen. Aber das ist ja nichts Neues. Wir erinnern uns: Das einzige, was Bummsdi jemals mit Eifer und völliger Konsequenz durchgezogen hat war sein Unterfangen, jede wie auch immer geartete Form von Fremdbestimmung und Verpflichtung aus seinem Leben zu tilgen. Dass er dabei auch große Teile seines tatsächlichen Lebens mit weggeschnitten hat und dass der verbliebene Rest eher ein entzündeter Wurmfortsatz ist als ein echtes Leben, das musste er halt in Kauf nehmen. 

Und nein, natürlich wird er nie mehr einer echten Lohnarbeit nachgehen. Allein die Vorstellung ist völlig utopisch. Selbst wenn sein Name nicht das pure Gift wäre, das jeden potenziellen Brotherrn von vornherein abschreckt, hätte der dicke, fette Pfannkuchen nicht den Hauch einer Chance auf Einstellung. Keine Ausbildung, keine Kenntnisse, keine Berufserfahrung, keine Mobilität, dafür ein schier unerträgliches Sendungsbewusstsein und eine absolute, erzbekloppte Lernresistenz. Ach ja, und eine rings aus seinem stinkenden Leib herausquillende Sammlung an Ersatzärschen, die ihm selbst das unbewegliche Stehen für länger als einige Minuten unmöglich macht. Unser Bummsdi wird nie wieder irgendwas arbeiten. 

Wozu auch, verhungern wird er ja nicht. Und bisher konnte er sich noch aus jeder auch noch so aussichtslosen Situation herauswieseln. Man fragt sich ja unwillkürlich, ob diesmal wirklich Schluss ist, oder ob er auch diesmal wieder aus purem Deppenglück ein Schlupfloch findet. Irgendwann muss doch Schluss sein. Er muss immer wieder Glück haben, das Schicksal aber nur ein Mal. Hoffentlich ist es diesmal endlich so weit, godverdomme.