Donnerstag, 18. Oktober 2018

Reiner und der unerträgliche Status Quo




Bummsdi hat schlechte Laune. Bummsdi hat keine rechte Lust mehr.

Das ist nicht verwunderlich. Seit Jahren hockt er nun schon in den Trümmern seiner traurigen Kindheit und jedes Möbelstück, jedes Detail der Einrichtung, alles, was er noch nicht verramponiert oder kapottgewütet hat, birgt eine traumatische Erinnerung.

Selbst die rare Erinnerung an die seltenen, guten Zeiten lässt inzwischen nur noch den Geschmack von alter Asche auf der belegten Drachenzunge zurück. Da, die Flecken im Teppich, als Eh Malla den Smirnoooof verschüttet hat, das war doch ein lustiger Tag – wäre es, wenn nicht selbst ein kapottgesoffener Spätzünder wie Eh Malla inzwischen den Sprung in die bürgerliche Normalität geschafft hätte, komplett mit Gehalt, Rentenanspruch und eigener Familie. Mit dem alten Gummbl noch mal so richtig schön einen saufen? Ganz bestimmt nicht mehr, der Mann hat noch was vor mit seinem Leben.

Und Bummsdi? Der nicht. Kein Job, nirgends. So gut wie 30 und insgesamt keine zwei Jahre in Stellung. Familie? Rollo, Aller, selbst seine ausgedachten Partnerinnen trennen sich von ihm. Die Schanze genau so verramponiert, verlottert und verkommen wie der eigene Leib, genau so stinkend und verdreckt, von den Leuten vermaledeit, von ihren Hunden verbellt, Haus und Herr ein Schandfleck selbst für eine an Schandflecken ja nicht gerade arme Gegend niedrigster Ansprüche und Intelligenzquotienten und beide pfeifen auf dem letzten Loch. Löcher in den Scheiben, Löcher in der Kauleiste, Wasser in den Beinen, Wasser im Kellerloch, Flecken unerklärlicher Herkunft auf der Fassade wie der Arschwampe. Und riechen tut es auch schon seltsam.

So hockt der Suppengmobu in der Sackgasse und hat die Karre inzwischen sowas von vollrohr vor die Wand gesetzt, dass kein Autoschrauber der Welt da auch nur noch einen verwertbaren Pralldämpfer retten könnte. So hockt er auf einem Abstellgleis des Lebens im hohen Rohre hinter dieser Welt.

Sein letzter Versuch, mittels irgendeiner Aktivität den lecken Lebenskahn wieder flottzukriegen, das Ruder rumzureißen, liegt schon lang zurück. es ist mal wieder nichts geworden aus Schwibbschwabbels letzter Ambition, erfolgreich und angesehen zu werden. Wie auch? Wie all die anderen Versuche vorher erschöpfte sich ja auch sein letzter Aktionismus in dem großartigen Plan, einfach zu warten, bis das Glück an seine Tür klopft und ihm der Erfolg, den er seiner verbohrten und rotzeblöden Überzeugng nach ja eigentlich längst verdient hätte, auf dem Silbertablett serviert wird. Das Sponsoring, die Go-obberation mit seinen „Grrohsen“, die strahlende Leddsbläh-Karriere – nichts ist davon geblieben als die Flecken auf dem Teppich. Und Schuld daran haben natürlich nur die Kagghäider. Die haben ihm alles kapottgemacht. Die sind dafür verantwortlich, dass er jetzt missmutig auf dem speckigen Sofa hockt, mit Marmelade an den Wurstwichsgriffeln und ohne Perspektive, ohne Antrieb, ohne Lust zu irgendwas und darob schon wieder mit einer Scheißlaune, dass es die Sau graust.

Es passiert ja auch genau gar nichts mehr. Jeden Vormittag quält sich der Speckbeppo aus dem Bett, das diesen Namen längst nicht mehr verdient, aus der durchgefurzten Falle also, dem siffigen Sündenpfuhl, aus dem Schauplatz herber Angst und elender Selbstbefleckung, verziert mit verkrustetem kalten Drachenbauer und besetzt mit scharfem Leid – aufstehen tut der Schandsack immer erst dann, wenn die Schmerzen wieder unerträglich werden.
Ein neuer Tag ist da, unerbittlich, es ist halb zehn und achtzehn weitere Stunden Lebenszeit wollen totgeschlagen sein, herumgebracht, irgendwie und hoffentlich ohne allzu unliebsame Zwischenfälle. Denn jede Neuerung, alles Unvorhergesehene, jede überraschende Wendung treibt dem Schandsack inzwischen den kalten Angstschweiß auf die Stirn.
Denn es kann nur schlimmer kommen; er könnte vergessen haben den Stromzähler zu füttern, oder irgend eine neue Rechnung flattert ins Haus, oder Nachbarn teufeln auf ihn ein, oder das Gericht lädt ihn vor oder Häider kommen zu Besuch. Immer die Häider. Wenn er könnte, wie er wollte, längst umgäben ihn ringsum unüberwindbare Mauern, wäre er von der Außenwelt vollends abgeschnitten; der Hermesmann könnte die neuen Spielsachen, die jeden Monatsanfang überstehen helfen, ja auch einfach mit einem Katapult befördern – dann müsste sich der Wanstaffe auch nicht immer erst eine Hose anziehen, um den jüngsten Ramsch in Empfang zu nehmen.

Aber nun erstmal Essen, Essen, Essen – Fraß, die reine Gier, die letzte Quelle eines Gefühls, das mal Glück gewesen sein mag und inzwischen nur noch hilft, den ganzen Rotz erträglich zu machen.
Frühstück: auf dem Ofen angekohltes Backwerk minderster Sorte, genießbar gemacht mit Fettkleister und Zuckermatsche, hin und wieder mal eine Packung schlimme Augenwurst dazu, das macht das ganze auch nicht besser, Hauptsache, es werden Kalorien in den geschundenen, gedunsenen Leib gewuchtet. Irgendwo finden sich auch noch die erkalteten Reste der letzten Fast-Sowas-Wie-Mahlzeit, die der Liefermusel vorbeigebracht hat, gestern oder vorgestern, um heute oder morgen dasselbe nochmal zu tun, es sei denn, das Monatsende ist schon nah, dann bleibt nur die Option, kalten Nährschlamm direkt aus der Konserve ins gierige Ogermaul zu schaufeln; besser als nichts, besser als hungern und weinen, immerhin gibt’s noch immer reichlich Bobbgorn.

Und dann? Alle zwei Wochen werden die drei immer gleichen Fetzen, die mal Meddlerkleidung waren, in die Waschmaschine gestopft, zusammen mit den zwei leidgeprüften Handtuchruinen, der blauen und der grauen. Irgendwann 2008, als ihm zufällig ein Edding vor die Schweinsäuglein kullerte, hat der Bummsbüdel beide Handtücher mit je einem Großbuchstaben beschriftet, einmal G wie Gesicht und einmal G wie Gesäß. Aber welches Handtuch er zur Reinigung welcher Körperpartie verwendet, er weiß es nicht mit Sicherheit, er kann es sich einfach nicht merken, es macht ja auch schon längst keinen Unterschied mehr, es braucht ja schon seit Jahren einen in Winklerscher Physiognomie sehr geschulten Fachmann, um die Abrissbirne von Arsch und die Bindegewebsschwäche von Arschgesicht mit Sicherheit voneinander unterscheiden zu können.

Mehr als einmal hat unsere Schmalzpauke schon vor der Waschmaschine gehockt, den rotierenden Fetzen versonnen zugesehen und sich eingebildet, das sei ein Fernsehprogramm. So kriegt man auch ne Stunde rum, bevor er dann ächzend ins Freie meddlt und die Lumpen auf den verrosteten Wäscheständer flammt, der ihn immer wieder an seine Mutter erinnert, die alte Rindsfott. Dann hängt der Bettel traurig auf der Unkrautplantage herum, die einmal ein Hof gewesen sein mag, hängt und tropft wie der Späher und erinnert insgesamt an die zerlumpten Fahnen eines besiegten Heerhaufens, der längst schon auf dem Rückzug nur noch einen Hügel sucht, auf dem es sich sterben lässt.

Aber auch solche Aktivitäten können das Unvermeidbare ja nur herauszögern, früher oder später muss es so weit sein, es hilft ja alles nichts, Barr’ne müssen her. Also watschelt der dicke, fette Pfannkuchen zurück ins Alptraumhaus und schmeißt die Baustelle an, die ihm als Bezeh mehr schlecht als recht die einzige ihm verbliebene Möglichkeit bietet, das zusammenzuschnorren, was er frecherweise seinen Lebensunterhalt nennt.

Kaum läuft die Kämm und überträgt das Jammerbild seines Restlebens ins Weltnetz, wird dem Arschkoloss wieder klar, was für eine unwürdige und hundserbärmliche Demütigung und wie zuwider ihm das alles eigentlich schon längst geworden ist, also wuchtet er sich ächzend wieder aus den Sofatrümmern und meddlt erneut aus dem Bild, das Hundeelend vor den schadenfrohen Augen der Welt zu verbergen. Aber es hilft ja alles nichts, Barr’ne müssen her und ewig kann er ja nicht nochmal aufstehen und sich irgendwelche Spielsachen anschleppen oder das Fenster zumachen oder nochmal ins Waschbecken schiffen, früher oder später sieht der Schmandarsch doch auf dem Bildschirm sein groteskes Spiegelbild, sieht die kümmerliche Elendsgestalt, die doch eigentlich mal ein Mann werden wollte und weiß, das muss er jetzt eine Stunde lang ertragen. Das oder den Versuch unternehmen, den Tschätt vorzulesen – und Lesen ist natürlich immer das allerschlimmste, das war ja schon damals in der Schule so, als alle, alle Lehrer zusammengehalten haben, um ihn mit der ständigen Leserei zu mobben, immer lesen, nie haben sie ihn in Ruh gelassen, immer sollte er lesen, bis er weinen musste, ganz gewiss, an jedem neuen Tag. Rollo, Aller, Scheißlesen. Lesen ist ein Arschloch.

Dann schon lieber die eigene Fresse anstarren, bis er den Anblick gar nicht mehr ertragen kann und lieber am Henndi daddelt, oder aus dem Fenster guckt, oder sonstwohin. Aber es hilft ja alles nichts, Barr’ne müssen her.
Nein, Bummsdi hat absolut keinen Bock mehr, sich selbst beim Scheitern zusehen zu müssen. Und es ist ja auch ganz egal, ob er sich bei dem zusehends verzweifelteren Versuch, den Anblick erträglicher zu machen, die Fransen vom Gesichtsarschloch rasiert oder den dicken, fetten Mostkopp voll Farbe schmiert oder einen an Debilität nicht zu überbietenden Hut auf das fransige Vogelnest stülpt, das ihm oben aus dem Knallkopp wuchert, er sieht immer, immer schier unfassbar spackig und zum Kotzen aus.

Das Publikum, dem er diesen Anblick zumutet, hat freilich ebenso die Schnauze voll wie ihr armer, dummer Tanzbär.  Längst haben die Abonnenten angefangen, reihenweise von der Fahne zu springen, längst werden im Tschätt immer deutlicher die Stimmen laut, die endlich geldwerte Unterhaltung einfordern, längst wird nicht mal mehr der Versuch gemacht, irgendwelche Musikwünsche zu äußern oder mit dem immer lethargischer im Arschgebirge versackenden Schanzendulli in Kontakt zu treten.

Und der unternimmt auch längst keine Versuche mehr, irgendwie den eigentlichen Sinn und Nutzen dieser hundserbärmlichen Vorstellung noch irgendwie zu verschleiern. Bummsdi macht jeden Tag mehrmals die Kämm an, hockt sich griesgrämig davor, pampt ein bisschen herum, aber eigentlich macht er nur eins: Er wartet auf die Finanziers.
Diese drei, vier, fünf rettungslos verkommenen Drecksmenschen, diese ruch- und gewissenlosen Arschmaden, diese ganz und gar veritablen Hurensöhne vor dem HErren, die schon seit Monaten mehr als die Hälfte von Bummsdis Gesamteinnahmen stemmen. Die muss er haben, die müssen kommen und – der Himmel weiß warum und wird sie sicher dereinst bitter strafen dafür – ihm die Barr’ne neischmaßen.
Dann macht das alles wieder einen Sinn, zumindest in Bummsdis erzblöder Matschbirne. Dann steigt die Stimmung wie ein Luftballon, dann kann der Speckbeppo wieder lachen und scherzen und zimmert fröhliche Fürze in die Sofatrümmer und möchte sich ausschütten vor Lachen darüber, dann schüttelt er gar den angelaufenen Mostkopp, bis das Vogelnest darauf gänzlich aus der Form gerät und bis die wenigen verbliebenen Hönnzellen durcheinandergerüttelt werden wie die Stahlkugeln in der Sprühdose.

Es stellt sich doch wirklich die Frage, was für hinterrücksichtslose Arschlöcher das eigentlich sind, diese vier fünf pucklichten Pestpimmel, die da Monat für Monat an die zweihundert Tacken pro Nase lockermachen, nur damit in der Schanze die Bobbgornmaschine nicht ausgeht. Ohne die wär schon längst Essig und endgültig Schluss mit Unlustig, ohne diese haltlos kapottgesoffenen Lästerlinge, diese traurigen Jammerlappen, die nicht müde werden sich anzuschauen, wie Bummsdi in schlecht gespielter Dankbarkeit die Wichsgriffel an den Knallkopp hebt und sie als Wahnsinnige bezeichnet.

Vielleicht hat er ja recht. Vielleicht sind das alles Wahnsinnige, irgendwelche entlaufenen Irren, die jenseits von Gut und Böse ein Leben in absoluter Degenration führen und hin und wieder im Arschigsein und Affenficken lang genug innehalten, um etwa kleine Hündchen zu zertreten, die Grüne Partei zu wählen oder eben um Bummsdi Geld zu geben.

Vielleicht sind das auch Verbrecher also jetzt nicht nur die offenbaren Verbrecher an den Geboten von Sitte und Anstand, die sie ja sind, sondern auch so Strolche, die sich um Recht und Gesetz nicht scheren und Bummsdi mittels geklauter Kreditkarten an ihrem unrecht Gut teilhaben lassen. Rollo, Aller, man möchte sich wünschen, dass ihnen nach Muselart dereinst die Hände abgehackt werden, bevor man sie für den Rest ihres Lebens in den Schwulenknast steckt zum Busbauen.  

Vielleicht sind es aber auch irgendwelche restlos abnormen Sackrattenzüchter, denen es einfach perversen Sinnengenuss bereitet, zu wissen, dass sie den armen, dommen Knallkopp quasi in der Hand halten. Nur ihrer Zuwendung ist es zu verdanken, dass das ganze ja nur noch eklige Schauspiel überhaupt weitergeht. Ohne sie könnte Bummsdi schdriemen, bis ihm der Strom ausgeht, es käme einfach kein Auskommen mehr zustande – zu groß ist die Gleichgültigkeit, zu viel echte Anteilnahme hat sich in Abscheu gewandelt, zu lustig geht es im Vergleich zum Lordkorea seines Tschätts in den Tschätts der Leif-Rischdriemer zu.

An dieser Stelle sei jedem Häider, der neidisch auf die Spenden dieser Rischdriemer schielt und anfangen, denen das Leben schwer zu machen, ein deutliches „Bist du deppat?!“ an die Blitzbirne geworfen. Jeder Häider, jeder Dulli, jedes Kuchenkind, das sich bei dne Rischdriems einfindet und so wenig mit dem eigenen  und ja oft genug nicht selbst erworbenen Wohlstand anzufangen weiß, dass es ihn ausgibt, um ein Internet-Jingle zu hören, ist einer weniger, der diesen Unsinn bei Bummsdi macht.  
Wenn beim Speckbeppo die Freespin-Einnahmen schrumpfen, dann auch deshalb, weil seine ehemaligen Zuschauer sich inzwischen lieber beim Rischdriemer treffen. Und wenn ihr sie hundertmal nicht mögt und sie euch tausendmal allen Grund dazu geben: die Rischdiremer beschleunigen Bummsdis finanziellen Ruin, sie machen den Krieg um Jahre kürzer, also lasst die Rischdiremer in Ruhe, godverdomme.

Der beginnende Exidus der Free-Spinner ist es ja, der die große Stunde der Fianziers schlagen läässt. Jetzt sind sie da, diese Hundsfötte, diese Pockensammler, diese verreckten Hundskrüppel und es könnte immerhin sein, dass sie beim Gedanken daran, wie abghängig der Prallsack von ihnen ist, wie ausgeliefert ihrem Wohlwollen, ein perverses gelüst empfinden und dann suchen sie in den grindigen Pisslumpen ihrer Unterbekleidung die Trümmer ihrer schon in früher Kindheit geschändeten Geschlechtsteile zusammen und versuchen unter Tränen, Hand an sich zu legen, während Bummsdi endlich wieder grinsend seine Darmwinde ins Sofa streichen lässt und ihnen Beifall zollt und ihr Bemühen anfeuert.

Rollo, Aller, es ist kaum zu glauben, es ist todtraurig, aber wahr: In Reiners Dunstkreis gibt es Leute, die noch dommer, noch verkommener, noch abscheulicher sind als er.
Und so sicher der HErr zurückkehren wird zu richten über die Lebenden und die Toten, so sicher werden ihre Strafe erhalten, in dieser Welt und allen nächsten. Godverdomme.

Montag, 15. Oktober 2018

Tim & Gina - Traumpaar

Es war einmal ein kleiner Spargel, der war zu dumm für die Realschule, also begann er eine schon ganz und gar anspruchslose Lehre, die eigentlich für dumme Mullen vorgesehen war.
Weil unser dummer Spargel - wie es für dumme Leute Sitte - sich selbst aber für sehr gescheit hielt und deshalb partout sein dummes M0wl nicht halten konnte, brachte er erstens seine Vorgesetzten gegen sich auf und musste zweitens mittels Jutjub dem gesamten Internetz zeigen, wie hageldumm er war.

Alsbald und ganz folgerichtig arbeitslos investierte der Spargel nun mehr und mehr Zeit in seinen Jutjubkanal und wurde damit “erfolgreich” - heißt also, dumme Kinder begannen, ihr Taschengeld für ihn auszugeben, sodass er sich einen mittelständischen Lebensstil leisten und als Berühmtheit fühlen durfte. Dass er nach wie vor einfach nur ein steindummer Spargel war, der spornstreichs auf die Altersarmut zusteuert, ging dem dummen Jungen natürlich nicht in den dummen Kopp.

Stattdessen bemerkte er zu seiner großen Freude, dass sein Starruhm auch auf Mullen Eindruck machte und statt ihn wie in der Schule mit seinem spargeligen Aussehen und seinem dummen Kopp zu hänseln, begannen besonders nichtswürdige und schlamperte Mullen, Interesse an seinem kleine Spargel zu bekunden.
Der schlampertsten und nichtswürdigsten eine suchte sich der Spargel schließlich aus und vollzog - nach einigen Fehlversuchen - mit ihr den Beischlaf.

Von dieser Entwicklung der Ereignisse sehr angetan beschloss der Spargel, dass das wohl diese Liebe sein müsse, von der die Erwachsenen immer redeten. Die Schlampe war natürlich auch nicht abgeneigt, in die für ihre Herkunft und Verhältnisse regelrecht luxuriöse Bleibe des Spargels umzuziehen und die beiden steindummen Unterschichtler führten fortan eine recht typische steindumme Unterschichtler-existenz - nur eben mit merklich mehr Koouuuln, denn die Jutjub-Einnahmen des Spargels sprudelten ersma munter weiter.

Das blieb natürlich nicht lange so, denn der Spargel war nach wie vor rotzeblöd genug, sich heillos zu überschätzen und allen erdenklichen Blödsinn anzustellen, fleißig weiterhin Leute gegen sich aufzubringen und damit seinen Marktwert als Schulkinder-Kaschber zu drücken.
Als Jutjub darauf mit Sanktionen reagierte, hing natürlich der Haussegen schief. Denn merke: Schlampen sind nicht loyal. Wenn die Fettlebe in Gefahr ist, suchen sie sich einen neuen Beschäler, dem die Koouuuln lockerer sitzen. So auch die Schlampe des Spargels.
Als dem Spargel dann nicht nur der Kanal kapottgemacht wurde, sondern darüber hinaus auch noch eine für ihn unbezahlbare Rechnung dafür präsentiert wurde, dass er mal wieder sein dummes M0wl nicht hatte halten können, wars mit der “Liebe” natürlich Essig.
So geht der Dreisatz: Stellung weg, Kohle weg, Schlampe weg. Christian Wulff kann da ein Lied von singen.

Und ganz seiner Art gemäß ging der Spargel natürlich davon aus, dass die Weltöffentlichkeit seinem “Liebes”unglück sicherlich reges Interesse und Teilnahme entgegenbringen müsse und veröffentlichte die ganze Chose also flugs im Internet.
Dann ging ihm auf, was für haltlose Versager mit nichts zu verlieren zu seinen Zuschauern zählen und begann, wohl auch von ihrem Geschrey erst auf die Idee gebracht, um die Sicherheit seiner Schlampe zu fürchten: Wenn er schon nicht Manns genug war, sie für ihre Schlampertheit zu züchtigen, unter seinen Fenns würde sich bestimmt der eine oder andere dazu bereit finden.
Also widerrief er flugs die Untreue der Schlampe und verstrickte sich dabei in ein Wirrnis aus Ungereimtheiten, Widersprüchen und Lügen. Dumme Leute halt, was will man erwarten.

Am liebsten wäre es dem Spargel, seine Schlampe würde loyal zu ihm halten und ihm in seiner derzeitigen Krise den Rücken stärken. Eine kitschige Inszenierung soll sie nun dazu auffordern. Aber pöh, Schlampen wollen Geld sehen, du dummer Spargel. Ohne Geld läuft bei Schlampen nichts. Lern doch endlich mal was, du dummer Spargel.

Bis zu diesem Punkt dürfte der text ganz treuen Lesern bekannt vorkommen, denn veröffentlicht wirde er schon am 09.06.2018, als Tim & Gina zum ersten Mal eine kleine Krise erlebten.
Seitdem hat es eine Neuauflage dieser Krise gegeben, die aber haargenau nach denselben Kriterien abgelaufen ist - nur haben sich die beiden steindummen Unterschichtler wohl diesmal auch ein wenig verhauen, wie es bei solchen Leuten ja Art und Sitte ist.
Aber Schwamm drüber, jetzt herrscht ja wieder eitel Sonnenschein. Gina ist wieder bei ihrem Spargel eingezogen, also bidde nicht mehr häiden, ihr Kuchensöhne, und dieser Gesinnungswandel hat ganz sicherlich nur mit ihrem goldene herzen und der großen, großen Liebe zu tun und rein gar nichts damit, dass der dumme pargel dumm genug war, seiner stundenweise zu mietenden Ische mittels eines stundenweise zu mietenden PKWs materielle Sicherheit zu suggerieren. Inzwischen dürfte der Gina vermutlich auch aufgeganen sein, dass sie die Miete für die Spargelwohnung ja fortan alleine zahlen müsste, da hat sie ihren Spargel lieber wieder nach Haus gelassen.
Wo die Liebe hinfällt, da fällt sie hin.
Die beiden haben sich jedenfalls vollauf verdient.

Samstag, 13. Oktober 2018

Hengameh in der Oberprima (21.05.18)



Hengameh in der Oberprima – da hatte sie noch eine Taille. Und einen Hals. Und richtige  Freundinnen und Spaß am Leben. Jaguuut, paar Pfund zuviel, die auch. Aber alles noch im Rahmen, das renkt sich noch ein, nichts, was paar Nachmittage im Wald oder das erste halbe Jahr in der eigenen Studentenbude fernab von Muttis Herd nicht geregelt hätte.

Oder doch nicht? Wo sind sie denn, die ersten Anzeichen dafür, dass hier ein junges Frauenleben so richtig mit Schmackes an die Wand geworfen werden soll? In ungefähr sechs Jahren ist nichts mehr übrig von dem Mödchen, das hier so hoffnungsfroh den ersten Schritt ins Leben wagen will und neckisch in einem Kostüm posiert, das die Hengameh von heute als ‘cultural appropriation‘ in Grund und Boden schmähen würde (Halt, nein, doch nicht. Wenn man sich als weißes Stereotyp verkleidet, ist das ja keine appropriation, sondern voll in Ordning). 

Das schärfste Messer in der Schublade war sie wohl schon damals nicht: Kein Bock auf Mathe, dafür angeblich sprachbegeistert, wovon der Wortschatz allerdings wenig ahnen lässt. Der offenbart vielmehr eine fatale Vorliebe für die Vokabel „pseudo“, mit der besonders solche Mödchen glänzen wollen, die sich eigentlich nur den Unterschied nicht merken können zwischen „anscheinend“ und „scheinbar“. Also doch lieber Soziologie und Musik studieren, gell? Wenn Germanistik zu anspruchsvoll erscheint, dann eben Soziologie, statt – was in diesem Fall eindeutig die bessere Option wäre – der Hochschule gleich gänzlich fernzubleiben. 

Aus dem Musikstudium ist dann wohl nichts geworden. Wie auch? Da muss man eine Aufnahmeprüfung bestehen. Wusste Hengameh bestimmt noch nicht, als sie das hingeschrieben hat. Aufgaben erfüllen, Ansprüchen genügen, sich an allgemeingültigen Maßstäben messen lassen – alles so gar nicht das Richtige für das kleine Prinzesschen aus gutem Hause. Und dass Hengameh ein überprivilegiertes Leben fernab aller materieller Sorgen führen durfte, das verrät diese Präsentation sehr beredt, da muss man gar nicht erst die Internetz-Suchmaschine anwerfen und erfahren, dass ihr Vater der gutbetuchte Kleinstadt-Apotheker ist, der heute noch die verpfuschte Existenz seines Einzelkinds mehr oder minder vollumfänglich finanzieren darf. 
Das Gehalt in Minijob-Höhe, das die Missymagazin-„Redakteurin“ kassiert, geht natürlich ab und auch das Zeilenhonorar bei der taz, dafür kommt das süße Großstadtleben wieder drauf, die Tätowierungen und die völlig überteuerten Clownskostüme in Übergrößen.

Verraten wird Hengamehs behüteter Prinzesschinnenstatus von der so gänzlich fehlenden Zukunftsperspektive. Was will sie denn mal machen, also nicht jetzt, wo das Leben ja eigentlich anfängt, sondern später irgendwann mal, wenn sie denn doch mal groß und erwachsen ist? (ist ja schon bezeichnend für diesen ganzen unsäglichen Jauchejahrgang, dass er die eigene Unmündigkeit und Infantilisierung mal eben um den Faktor sechs vermehrt und aus dem üblichen „Wo bist du in fünf Jahren?“ schlankerhand dreißig macht, weil sich offenbar keiner dieser ausgehöhlten Kindsköppe auch nur im Entferntesten vorstellen kann, was in die Rentenkasse einzuzahlen, bevor er nicht 50 ist). 

Ja, und was will die junge Hengameh denn nun? Musikjournalistin will sie werden. Kultur- und Musikjournalistin. Mit riiieeesiger Film- und Büchersammlug, die dann, man muss es zwischen den Zeilen lesen, auch entsprechend viel umbauten Wohnraum beanspruchen darf, aber Platz für die eigene Familie samt Kadsis soll natürlich auch noch sein. Dass solch ein Eigenheim, soll es nicht gerade hinter den sieben Bergen oder gleich in Brandenburg-Ost stehen, heutzutag auch für ne Viertelmillion noch nicht zu haben ist, könnte eine fast Neunzehnjährige ja eigentlich wissen – und das solche Summen nicht von dem Zeilenhonorar gestemmt werden können, mit dem Journalistinnen sich heutigen Tags zu bescheiden haben, das auch.

Es sei denn, man hat halt von der Welt an sich genau so viel Ahnung wie von den Feinheiten des deutschen Satzbaus und lässt sich aber von diesen eklatanten Wissenslücken keinesfalls die felsenfeste Annahme kapottschießen, ganz was Besonderes zu sein. Schließlich hat der stolze Papa dem einen, einzigen Töchterlein das oft genug versichert und hat nicht gerastet und geruht, um dem Prinzesschen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Wie er ja dann auch prompt den Geldhahn bis zum Anschlag aufdreht, um dem Töchterlein ein Studium der Dummschwätzerey im hippen Freiburg zu spendieren. Und ein Auslandssemester in Skandinavien, aus dem das Töchterlein natürlich ohne eine Silbe Fremdsprachenkenntnis zurückkehrt. Aber Praktika macht sie natürlich die schwere Menge, eins hier, eins da, überall, wo Kulturbetrieb dransteht, taucht Hengameh auf und wird natürlich nirgendwo übernommen.

Insgesamt scheint ja die Bildungsausbeute aus dem eher pflichtschuldig mit einem auch schon sehr verspäteten Bachelor abgeschlossenen Studium eher mau zu sein: Mit dem deutschen Satzbau steht unsere ‚Journalistin‘ nach wie vor ebenso auf Kriegsfuß wie mit dem Patriarchat oder der deutschen Leitkultur und die von ihr so lautstark wie dumm vertretenen kulturmarxistischen Theorien beherrscht sie allerhöchstens rudimentär. Egal, basst scho, wenn sie nur die ‘buzzwords‘ raushaut und auf ihrem Status als mehrfach diskriminierte Opfermulle herumreitet, wird ihr schon irgendwer Geld geben dafür, dass sie Satzbaustellen auf ihrem Eimäkk herunterhackt. 

Eigentlich hat sie nur gelernt, Opfer zu sein. Sie kann ja auch sonst nichts. Die bittere Pille, die sie schlucken musste, war halt die, dass genau niemand auf sie gewartet hat. Sie und ihr Papa mögen der felsenfesten Annahme sein, dass Hengameh ganz unglaublich talentiert, stilsicher, politisch, historisch, philosophisch unglaublich beschlagen und insgesamt sowas wie die Antwort auf alle Gebete der deutschen Kulturlandschaft zu sein hat – alle anderen sahen und sehen halt nur das dreiundrölfzigste Prinzesschen mit unbegründetem Sendungsbewusstsein, das den dummdreisten Versuch unternahm, auf einem nicht nur völlig überlaufenen und dementsprechend heißumkämpften, sondern darüber hinaus auch bis obenhin mit Arschraketen vollgeschissenen Markt Fuß zu fassen. 

Und weil sie nicht gelernt hat, mit Rückschlägen und Enttäuschungen fertigzuwerden – wie auch, wurden ihr solche Erfahrungen doch stets fürsorglich und mit vorauseilendem Gehorsam aus dem Lebenslauf geräumt – hat sie das in eine tiefe, tiefe Sinnkrise gestürzt.
Vor den eigenen Ansprüchen kann sie nicht bestehen und wie für Narzissten typisch darf das um Himmelswillen nicht ihre Schuld sein. Also verweist sie stets und ständig darauf, wie schwer sie es ja hat als Frau, als Farbige (haha), als Fette und weil das evendöll noch nicht reicht natürlich auch als Sternchenperson ohne Geschlecht. 

Sie weiß halt nicht, wer sie ist und was sie ist, will sie nicht sein. In welchem unglaublichen Ausmaß sie von Selbstmitleid und Selbsthass zerfressen ist, haben andere ja vor Jahren schon lesenswert dargestellt ( hier: https://fettlogik.wordpress.com/2016/07/08/gastbeitrag-hengameh-der-sommer-und-die-koerperpolitik/ und hier: http://www.grabbelkiste.org/2016/07/08/fat-shaming-mit-freude/ ), da müssen wir jetzt nicht weiter drauf rumreiten.

Der ganze Schwabbel, der sich um ihren Körper angesammelt hat, ist nichts als Kummerspeck. Die dummdreisten Träume des naiven Kindchens sind wie Seifenblasen zerplatzt und die Familie besucht sie auch nicht mehr, weil sie die immer deutlichere Enttäuschung in Vatis Blick nicht ertragen kann. Sie wär so gern anders, sie würd gern nochmal von vorn anfangen. In einem Anflug solcher Sehnsucht kramt sie die Abizeitung hervor und lässt das Internetz – mal wieder unfreiwillig – einen Blick in die Abgründe der gärenden, blasenwerfenden Jauchegrube werfen, die bei Hengameh da sitzt, wo gesunde Leute den Charakter haben.
Ich bin auch gar nicht verbittert darüber, dass ich in allen Belangen, mit denen Hengameh ihre paar Kröten verdient, versierter und besser bin als sie und es trotzdem nicht geschafft habe, mich in die Süddeutsche hineinzumaulen. Rollo, Aller, so eine Existenz will man doch nicht geschenkt haben. 
Ich jedenfalls nicht.
     

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Reiner und das Frühstück



Jeden Monat dasselbe: Wenn der nächste Erste näherrückt, gehen unserem selbsterklärten Jutjub-Subbastar die Koouuuln aus. Die auf Junau erbettelten Barr’ne werden aber immer erst in der ersten Woche des nächsten Monats aufs Päipell-Konto überwiesen – also hockt der dicke, fette Pfannkuchen für fünf, sechs Tage auf dem Trockenen. Jeden Monat neu. Und zwar völlig ungeachtet der Summe, die er am Monatsanfang überwiesen bekommt: Ist das ein wenig mehr als sonst, nu, beginnt der Monat halt mit völlig haltloser Geldverschwendung. Früher, als er sein Giro-Konto noch nutzen konnte und seine Beine, waren dann Impulskäufe bei der Rewe angesagt. Kinder-DVDs, Flasche Met oder gleich Schnaos, so Rotz halt. Heute kommt er nicht mehr zur Rewe, es sei denn, jemand kutschiert ihn hin, und dafür müsste er zumindest mal duschen vorher. Also muss amazon herhalten, egal, basst scho, da gibt es ja schließlich allen nur erdenklichen Blödsinn, für den der Barrenbettler sein unverdientes Geld zum Fenster rauswerfen kann.

So kommt es dann , wie es kommen muss und Ende September darf der Suppengmobu mies gelaunt, weil mit knurrendem Magen und ohne „Kibb’ne“ vor der offenbar auch schon wieder gedrosselten Internetleitung hocken und mit seinem Schicksal hadern.
Wenn in dieser kritischen Zeit dann noch nächtlicher Besuch vorbeischaut, stehen die Chancen sehr gut, dass der unbesiegte Schanzenlord mal wieder von der Neidwut gebeutelt und unter markerschütterndem Gebrüll dem Druck nicht standhält. Dann wird wieder aus den Augen geschwitzt wie ein kleines, hässliches Mädchen. Hat ja auch diesmal prima geklappt.

Als der Augenschweiß dann versiegt war, reifte in Wurstwubis Spatzenhönn der Wunsch, die eigene Wertigkeit und kulturelle Beschlagenheit herauszustellen und er rang sich einen Blogeintrag ab, der seine kulturelle Versiertheit herauskehren sollte. Das hat auch diesmal nicht so prima geklappt, na so eine Überraschung. Besonders nichtswürdig und verachtenswert war natürlich das Shakespeare-Zitat, an dem aber auch alles nicht noch misslungener hätte sein können, wenn mans versucht hätte. Quellenangabe, Wortlaut und semantischer Zusammenhang: natürlich wieder alles falsch. 

Aber jetzt ist die Krise glücklich ausgestanden, die Sonne scheint und auf dem Onlein-Konto sind endlich wieder Koouuuln! Außerdem hat offenbar irgendein barmherziger Nachbar eine Tüte Backwaren vom Vortag vor das Schanzentor gelegt, dieses kapottgesoffene Protestantenpack, möge der HErr sie alle mit Blindheit schlagen und ihre Schrumpfpimmel mit Eiterbeulen verzieren in seinem gerechten Zorn.
Solche milde Gabe reicht dann schon, damit in Prallos Kindskopp genau solch eitel Sonnenschein herrscht wie vor der Schanze, also wirft er sofort die Kämm an und lässt das Publikum erstmal minutenlang Zeuge davon werden, wie man sich im Hause Winkler ein Frühstück zusammenrendert. 

Bald ein Halbdutzendmal muss der steindumme Tanzbär beide Wedelärmchen zu Hilfe nehmen, um den Arsch von Arschwanst wieder aus dem Sofa herauszustemmen, nur um dann wieder mit aller noch zur Verfügung stehenden Gewalt die Abrissbirne von Arsch in die Polster hineinzuschleudern, dass die freigesetzten Kräfte den Arschkopp ins genick reißen und das Vogelnest zum Fliegen bringen. Im Laufe der Zeit kommt da langsam aber sicher ein veritables Schleudertrauma zustande; alle kinetische Energie des Abrissbirnentreffers, die niocht das ranzige Schrottsofa schluckt, zuckt durch den Fettleib und bringt dann oben den Mostkopp ins Schleudern, dem ja längst keine Genick- oder Schultermuskulatur mehr Halt verliehe. 
kein Wunder, dass schon die wenigen Minuten körperliche Aktivität, die durch die Frühstücksvorbereitungen erforderlich werden, unseren aufgequollenen Hefeprallo an den Rand der Erschöpfung bringen und ihm körperliche Schmerzen verursachen. Gut, heißt schmerzfrei schlafen kann er ja auch schon lange nicht mehr. Rollo, Aller, mit Kaffeekochen und Brötchenschmieren schon heillos überfordert, so lebt es sich also als Fettsack.

Bei solchen Gelegenheiten wird zuweilen die Frage laut, warum derr arme, domme Knallkopp diese Anstrengungen, die ihn darüber hinaus immer im denkbar schlechtesten Licht erscheinen lassen, eigentlich nicht erledigt, bevor er die Kämm einschaltet. Eine einfache Erklärung findet sich in der Tatsache, dass im arschförmigen Klüterkopp halt einiges durcheinandergeht: Es steht fest, dass unser Suppengmobu zwar schon nicht mehr gradeaus denken kann und ein ums andere Mal Sachen übersieht und vergisst vor lauter Fressgier, dass er aber dennoch in dieser Phase in deutlich sichtbarem Hochgefühl schwelgt. 
Und für den Klopskopp ist Hochgefühl untrennbar verbunden mit Anerkennung. Er fühlt sich gut, wenn er ganz sicher sein darf, das richtige getan zu haben und das richtige ist eben immer das, wofür er Lob und Anerkennung erfährt. Indem also Hochgefühl und Anerkennung immer gleichzeitig auftreten, konditioniert Bummsdi sich selber darauf, hier eine Kausalkette zu etablieren. So kommt es, dass er immer, wenn er am frohsten ist, die Kämm anhat, damit die Leute das mitkriegen und ihn bewundern. Denn dass es dann einen Grund dafür gibt, ihn zu bewundern, steht für den gücklichen Reiner völlig außer Frage. 

So kann er ja sein beklopptes Backwerk auch erst dann genießen, wenn er dafür bewundert worden ist. Oder genauer: beneidet, denn eine durch und durch toxische Persönlichkeit wie Reiner hat halt da, wo bei gesunden Menschen die Charakterfestigkeit sitzt, eine stinkende Jauchegrube niederster Gelüste verbaut, die Anerkennung nur in Form von Neid kennt, Genuss nur als Völlerei, Liebe nur als Notzucht und Großherzigkeit überhaupt nicht.

Bei genauerem Hinsehen gibt es freilich nichts, worauf irgend ein normaler Mensch neidisch sein könnte. zwei alte Brötchen, die schon bessere Zeiten gesehen haben und eine mittelprächtige Laugenbrezel aus der Großbäckerei – so sehen die Hochlichter des verpfuschten Lebens aus, das der Schwibbschwabbel sich selbst gezimmert hat aus Faulheit, Trotz und einer himmelschreienden Hageldommheit, die immer wieder aufs neue die Frage aufwirft, wann denn GOtt der Gerechte endlich Feuer vom Himmel regnen lassen mag oder wenigstens ein paar Kuchenkinder die Backsteine in die restlichen Fenster.  

Überhaupt, die Fenster: Dass die milden Temperaturen nach wie vor anhalten, mag ungerecht anmuten, denn so wird Bummsdi nach wie vor nachts nicht von der Kälte wachgehalten, sondern nur von den Gebrechen seines von ihm selbst misshandelten Jammerbilds von Arschgestalt. Andererseits sorgt das heitere Wetter halt nach wie vor dafür, dass der dicke, fette Klüterkopp sich der Dringlichkeit der Lage nicht klar und demnach hoffentlich vom ersten Nachtfrost völlig überrascht wird. domm genug ist er dafür auf jeden Fall.

Dieses Frühstück ist doch der beste Beweis: So gierig versessen darauf, sich die traurigen Weizenkleisterkonglomerate neizuschüren ist der Fressklötsch, dass er sich erstmal die unbeholfenen Pfoten verbrennt. Egal, das tut der deutlich sichtbaren Heiterkeit keinen Abbruch: Das hat er dem Leben abgetrotzt, dass er jetzt um halb elf völlig unbehelligt in den Trümmern seiner verkrachten Existenz hocken und sich Marmeladebrötchen einpfeifen darf!

Jawohl, Marmeladebrötchen. Und Margarine. Und Nutella. Mal abgesehen davon, dass ein jeder, der Margarine und Nutella aufs selbe Backwerk schmiert, von vornherein und ohnehin fertig hat, darf man durchaus bemerken, dass als Brotbelag ausschließlich Auswahlmöglichkeiten vorhanden sind, die zur Lagerung keiner Kühlung bedürfen. Ob am Ende gar der Kühlschrank kapott ist? Ob womöglich die gesamte Kücheneinrichtung inzwischen hinüber ist, „verreckt“, wie Reiner selber sagen würde, was selbstverständlich einfach nur Lügenreinersch ist für „durch unsachgemäße Verwendung oder einen plötzlichen Anfall von Zerstörungswut kapottgemacht“.   

Außerdem sind die Semmeln vom Vortag auf der Unterseite schwarz verbrannt.
Backwerk in Holzkohle verwandeln war ja immer schon eine Stärke des Planungslords, das konnte er auch schon, als er noch einen herkömmlichen Umluftofen hatte, in dem er seine Tiefkühlpizza erst in eine Art überdimensionierten, stinkenden Eishockeypuck verwandeln und sich dann selbstverständlich doch in das nimmersatte Gesichtsarschloch drücken konnte.

Seine Semmeln sind allerdings nur auf der Unterseite verbrannt, also der Partie, die im Umluftofen als letzte schwarz wird. Der Bäckerbommel muss seine Semmeln direkt auf eine sehr heiße Oberfläche gelegt haben, um sie so zu rösten, was den Schluss nahelegt, dass er irgendeinen der vorsintflutlichen Öfen, mit denen Väterchen Frost von den Schanzentrümmern ferngehalten werden soll, zum Aufknuspern des Backwerks zweckentfremdet hat – vermutlich aus Mangel an Alternativen. Nicht im Ofen hatte er seine Semmeln, sondern auf dem Ofen, der domme Lügenprallo.  

Mit welcher Sturheit und Entschlossenheit der eitle, domme Schandsack die desolaten Verhältnisse in seiner Exküche geheimzuhalten versucht, lässt sich möglicherweise auch daran ablesen, mit welch ungewohnter Sorgfalt er diesen Raum vor Einblicken schützt und peinlich genau darauf achtet, dass die Kamera niemals einfängt, was längst alle ahnen: Dass die Exküche längst nichts anderes mehr ist als ein Sperrmüllager, ein am Unrat dommer Entscheidungen gekenterter Haufen Abraum mit Loch in der Wand. Und vermutlich das Dorado der Hausstaubmilben, deren Kot und Leichenteile dem Schanzenlord sein seit Wochen hartnäckig bellendes Husten entlocken. 

Wenigstens hat er noch ein Essbesteck, wenigstens kann er sich noch halbwegs daran erinnern, wie man eins benutzt, es ist alles längst egal, so oder so kapott, er könnte die Brötchen auch einfach aufreßen und mit dem Finger beschmieren, so unmanierlich wi das ganze eh schon ist. 
Und jedes Mal, jedes godverdommte Mal wenn dieser am ganzen ungeschlachten Arschgebirge von Fettleib vor Gier schon zitternde Prallsack sich was zu Fressen ins Gesichtsarschloch schiebt, muss er dabei die schielenden Schweinsäuglein so weit aufreißen, wie die Arschbacken  seines Arschgesichtes das überhaupt noch zulassen. 
Normale, gesunde Menschen führen das Essen zum Munde, Bummsdi schiebt das gesichtsarschloch so nah an den trog, wie die Wampe es erlaubt, das ganze Arschgebirge gerät in Wallung und drängelt sich dem Essen entgegen – rollo, Aller, so würde es aussehen, wenn Reinerle sich zum Küssen anschickte, wenn denn ein Wesen auf der ganzen weiten Welt verblieben wär, solches zu erdulden.

Kaum sind die Brötchen weniger verzehrt als verschlungen, inhaliert, durch die fahrigen Zuckungen des Arschkonglomerats absorbiert, stellt sich zwar leichtes Unwohlsein ein – sowas kommt davon, wenn man das Kauen vergisst und einfach einschiebt, als wär man eine besonders hässliche und domme Ente – aber es macht sich doch die Selbstzufriedenheit breit, die aufgeräumte Stimmung, in der unser Speckbeppo sich bereit findet, zum Volke zu sprechen.
Besonders schön dabei das sekundenlange Schweigen, während das Spatzenhönn versucht, eine Erklärung für den neuerlichen Twitch-Bann zu errendern – und mit errendern ist selbstverständlich erlügen gemeint. Nur in Ermangelung einer Lüge landet er dann bei der Wahrheit, die Leute sagen ihm ja immer, wie kreativ er sei.

Aber natürlich sind letzten Endes ja nur die Häider schuld an allem, wie ja auch die Häider Schuld daran sind, dass der Schandschwabbel nicht die gebührende „Unterstützung“ erfährt – und mit „Unterstützung“ ist selbstverständlich Geld gemeint. Denn darum geht alles letztendlich, die Abos können ihm gestohlen bleiben, Geld muss her! Und dass er keins hat, das sind die Häider schuld. Nicht seine Dommheit, nicht seine Verschwendungssucht, nicht seine gotterbärmliche Faulheit, nein, die bösen Häider sinds.
Kannste dir wirklich alles nicht mehr ausdenken, godverdomme.