Sonntag, 25. August 2019

Reiner und die lieben Gäste


Bummsdi hat Besuch

Verständlich, es ist ja sein Geburtstag. Oder sein Geburtstagsmonat, wer nimmt das schon genau. Unser dicker fetter Pfannkuchen jedenfalls nicht. Der ist der Ansicht, dass diese Wochen eine Zeit des Jubelns, der Freude und der Narrenfreiheit sein sollten, während denen er tun und lassen kann, was immer sein verfettetes Herz begehrt. 

Naguuut, dieser himmelschreiend hageldommen Ansicht ist er auch den Rest des Jahres und überhaupt jede godverdommte Minute, seit sein nichtswürdiger Furz von Vater ins wohlverdiente Höllenfeuer gefahren ist. Der Schmandsack will einfach nur das tun, worauf er grade Bock hat. Niemand, einfach niemand, soll das Recht haben, dem Quallemann vom Schauerberg irgendwas vorschreiben oder verbieten zu dürfen, kein Vorgesetzter, kein ARGE-Sachbearbeiter, kein Arzt, kein Amt, keine Behörde, kein Nachbar – niemand. Und diese unhaltbare, anmaßende Unverfrorenheit hält die dicke, fette Arschnille in ihrer Steinhageldommheit dann allen Ernstes für ein selbstbestimmtes Leben, du krisse Tür nicht zu.

So unglaublich selbstbestimmt und unabhängig ist der Suppengumbo schließlich, dass schon Wochen vor dem Geburtstag immer tolldreistere Forderungen auf der Amazon-Wunschliste erschienen, schließlich sollen die Bestellungen ja rechtzeitig getätigt werden, damit sie pünktlich zum Wiegenfeste eintreffen. Und entsprechend aufgekratzt und frohgemut gab sich der Speckbeppo ja dann auch am Vorabend des Jubiläums.

Und weil das selbstbestimmte Leben natürlich keinesfalls auch selbstfinanziert ist, pfefferte der Schweineeimer vom Schauerberg an seinem Jubeltag die Arschsammlung frohgemut schon vormittags vor laufender Kamera in die Furzmulde des Lottersofas, um dem Publikum in einer Endlosschleife der Erbärmlichkeit den neusten Drachenhit vorzuspielen, der davon handelt, was er sich zum Geburtstag wünscht, nämlich Barr’ne, Barr’ne und nochmals Barr’ne – das er selber beim dritten Durchlauf dieses kackendreisten Betteldrecks immer noch nicht textsicher ist, soll wohl als Beweis dafür herhalten, dass diese Forderung natürlich gar nicht ernst gemeint und das ganze nur ein toller Spaß sei, zeigt aber eigentlich nur die Wuschtigkeit und Anmaßung des sabbernden Nassauers von der Arschgestalt. Mühe gibt er sich ja längst nicht mehr, alles wie gehabt, jetzt schmeißt endlich mit Geld, ihr Wahnsinnichen.

Leider ein, leider gar nicht. Statt Barr’ne im Schdriem kommen von draußen die gedämpften Geräusche einer Besuchergruppe, untermalt vom nervtötenden Gejaule der nutzlosen Alarmanlage. Also wuchtet der Suppengubmo seine Arschsammlung mit drei Anläufen aus den Sofatrümmern und meddlt ächzend ins Freie, die Passanten mit überschnappender Stimme zusammenzubrüllheulen. Freilich hat auch diese jüngste Darbietung von Bummsdis dünnhäutiger Ahnungslosigkeit nicht den gewünschten Effekt, also kommt er mit nunmehr rotgebrüllheultem Schwelles bald wieder ins Bild gewatschelt, flammt die rückwärtigen Ärsche mit Karacho in die Sofatrümmer und pfeift die Pfeifen von der Dorfpolizei herbey, auf dass sie dem fröhlichen Treiben vor der Schanze Einhalt gebieten mögen.

Weil aber erstens weder das Herumstehen auf einer Dorfstraße noch auch Sachbeschädigung im knapp zweistelligen Eurobereich den Einsatz einer Polizeistreife erforderlich macht und weil es sich zweitens bei einigen der vor dem Tor herumlungernden und selbstverständlich schon am Vormittag alkoholisierten Haderlumpen um Dorfsherriffs in Zivil gehandelt hat, die Bummsdi wohl besser nicht angebrüllheult haben sollte, sinkt die Laune der verschwitzten Turbowurst schneller als eine Bleiente. Aber bevor es mal wieder so weit ist, dass er vor laufender Kamera so richtig die nerven verliert und heult wie ein hässliches kleines Mädchen, ist erst noch die altbekannte Nummer von der pflichtvergessenen Pozzilei an der Reihe, die das arme Opfer schmählich im Stich lässt und sich nicht um Recht und Ordnung kümmert. Dann dürfen die sich natürlich nicht wundern, wenn die Kampfknackwurst demnächst irgendwelche Kuchenkinder aber so richtig verplättet! Obwohl der dicke, fette Karachopanzer natürlich jede Form der Gewalt verabscheut und schon die Vorstellung, demnächst werde es wohl so richtig was setzen müssen, den Augenschweiß zum Fließen bringt. Nichts Neues, immer dieselbe Leier, die natürlich auch davon, dass der Schmandsack sie zum hundertsten Mal abspult, keinen Deut richtiger wird.

Derweil ist von den Gratulanten nichts zu sehen und zu hören; dass sie gerade mit den Nachbarn scherzend und lachend mit mitgebrachten und selbstverständlich alkoholischen Erfrischungen auf #30JahreUngefickt anstoßen, ist auch nur in Bummsdis kapottem Mostkopp zu hören, in dem allerdings gerade alle Regler ins Rote schwappen und so schnauft und ächzt sich der Wabbelkaschber schnurstracks in den Meltdown. Von einem selten dämlich anzuschauenden Anfall von Xichtskirmes betroffen schiebt er den Unterkeifer heulbereit nach vorn, während das Spatzenhönn aus Leibeskräften an der Doppelbelastung rendert, tränen und Sprühstuhl zurückzuhalten. Wurstwubi will doch gar nicht heulen über die eigene Kurzsichtigkeit und Dommheit und einscheißen vor lauter Angst und Elend will er sich auch nicht – stark und trotzig will er sein, ein feste Burg sind Wamp und Arsch, so wie es der Kinderonki Gronkh ihm attestiert hat, damals in seiner allerschönsten Stunde.

Und wenn es darum geht, Stärke und Wehrhaftigkeit zu demonstrieren, bleibt dem armen dommen Brüllaff halt nichts anderes übrig, als domm herumzubröllen und bei Bedarf noch ein wenig Sachschaden anzurichten. Also macht er genau das, bröllt und randaliert herum und unterwärts blubbert und gluckert dann doch ein Schlückchen Drachengülle in die Plastehose. Egal, hat keiner gehört, muss er halt so lange hocken bleiben, bis die Bescherung getrocknet ist. 
 
Dass in solchen Fällen der endgültigen Haltlosigkeit Lautstärke vor Inhaltskontrolle geht, versteht sich freilich von selbst, Hosenarschloch und Gesichtsarschloch sondern simultan dieselbe Gülle ab, je lauter, desto schamloser gelogen und so mündet dieser jüngste Zusammenbruch in der Behauptung, man werde den Speckbeppo niemals besiegen. Nur Tage später soll der knallhageldomme Güllekopp so weit gehen, diesen Wahlspruch auf die Wetterseite der Schanze zu schmieren, AUF UNBesigT EWiG, komplett mit Schreibfehler und einem Desgin, dem abzulesen ist, wie scheißegal die ganze domme Lügerey ja dem Lügenlord selbst längst ist – Rollo, Aller, man kann es sich alles einfach nicht mehr ausdenken, godverdomme.

Narrenhände beschmieren Tisch und Wände und wenn man nicht will, dass Passanten mit dem eigene Anwesen acht- und rücksichtslos verfahren, behandelt man am besten selbst die eigenen vier Wände wie ein Bahnhofsklo, randaliert bei jedem Treffen mit Besuchern am Hoftor auf dem eigenen Grund und Boden herum wie nicht gescheit, demoliert den Zaun, wirft mit Unrat, rotzt auf den Hof – was solls, sind doch eh alles die Häider Schuld.

Ja, die Häider. Dass die es aber auch nicht lassen können, den armen Bummsdi immer so zu mobben. Mobbing ist ja das Allerschlimmste, was überhaupt so passiert in unserer Zivilgesellschaft. Arbeitslosigkeit, Fremdenhass, Mietwucher, die Ausbeutung der Arbeiterklasse und die resultierende zusehende Verelendung der Unterschicht komplett mit Ghettobildung, Gewaltbereitschaft und grassierendem Substanzmissbrauch – alles nur ein Schiet gegen die Volksgeißel Mobbing. Da muss doch endlich mal was gegen unternommen werden, das geht doch so nicht weiter, godverdomme, es ist kurz vor Zwölf, wir mobben uns selbst noch sehenden Auges ins Verderben!

So weit jedenfalls Speckbeppos Sicht der Dinge und folglich wünscht er sich allen Ernstes, es möge endlich ein Gesetz gegen Mobbing geben; dann hätten erstens die Dorfsherrifs nicht nur das Recht, sondern gleich die Pflicht, die vor der Schanze herumlungernden Besucher hoppzunehmen, statt sie einfach zu ignorieren, weil es ja leider Gottes noch immer nicht illegal ist, auf er Straße herumzustehen und Reiners Namen zu rufen. Und zweitens müsste der Suppengmubo sich um gar nichts selber kümmern, er könnte einfach die Gesetzeshüter herbeitelefonieren und die müssten mit Blaulicht angerast kommen, seine Probleme für ihn zu lösen. So hätte er das gern, der erzfaule Madenmann. Es muss doch reichen, dass er darauf aufmerksam macht, ein Problem zu haben, dann muss doch mal jemand kommen und sich darum kümmern!

Dass der Wurstzipfel seine Arschsammlung nach wie vor und inzwischen ja trotz des Verbots längst wieder täglich vor die Kamera wuchtet, geschieht selbstredend nur aus einem einzigen Grund: Barr’ne müssen her, Barr’ne, Barr’ne und nochmals Barr’ne, sonst geht in der Schanze das Licht aus. Aber der Lügenlord wäre nicht der Lügenlord, wenn er zu dieser simplen Tatsache einfach stehen könnte. Er muss sie verleugnen und wegzulügen versuchen und behauptet steif und fest, er habe ja nur deshalb heulend verkündet, man habe sein Leben ruiniert, weil er ohne Schdriems nichts mehr gegen Mobbing unternehmen könne. Denn deshalb schdriemt er, das soll sein Einsatz gegen Mobbing sein, kannste dir echt nicht mehr ausdenken. Nach eigenen Angaben weiß Bummsdi leider nicht so recht, wie er diesen Einsatz effektiver gestalten könnte, an wen er sich da wenden müsse – aber schon seine Annahme, es müsse doch irgendjemanden geben, irgend eine Autorität, deren Aufgabe es zu sein hat, Bummsdis Sorgen für ihn aus der Welt zu schaffen, lässt ja so tief in das schulkindliche Gemüt des Schweinswubi blicken, wie in diesem Zusammenhang überhaupt von Tiefe geredet werden kann.

Denn Bummsdi ist im Koppe Kind geblieben. Wenn er sich amüsieren will, wenn er versucht, lustig zu sein, macht er genau die Witze und Scherze, die bei Zwölfjährigen ankommen. Also, langsamen Zwölfjährigen, deren Eltern ihnen noch nicht verboten haben, mit offenem Maul zu kauen.
Aus dieser Schulkinderzeit kommt ja auch die grundfalsche Annahme des dicken fetten Minderleisters, er sei ein Mobbingopfer. 
Natürlich war seine Schulzeit nicht schön, natürlich hatte er keine Freunde – weil er in jedem einzelnen Fach versagt hat, nie Erfolg erleben durfte, nicht mit den anderen Jungs fußballspielen wollte, aber immer ein großes Maul und alles besser gewusst hat. Rechnet man dann noch die Gewaltbereitschaft dazu, erklärt sich ganz von selbst, dass Bummsdi nie gemobbt wurde, sondern einfach nur ein ganz normal unbeliebtes Arschlochkind war.

Aus dem Arschlochkind ist ein Arschlochmann geworden, unbeliebt, unbelehrbar, auf ewig ungefickt. Und in seinem armen dommen Kindskopp heißt „alle gegen einen“ halt immer noch „Mobbing“, da kennt er sich aus, da beißt die Maus keinen Faden ab. Im Koppe Kind geblieben, Arschlochkind geblieben, godverdomme.

Und wie das Arschlochkind reagiert auch der vollends rundgenudelte, nach allen Seiten arschförmig aufgequollene Speckbeppo nach wie vor mit wütendem Unverstand auf die Tatsache, dass die Welt ihm nicht einfach etwas beschert, nur weil er es sehr dringend haben will. Unerfüllte Amazonwünsche, ausbleibende Barr’ne, kein Beerchen, dass zur Schanze kommt und ihm die Futt hinhält, es ist ja nicht mehr auszuhalten, dieses furchtbare Mobbing!

Halt, Moment. Doch, natürlich ist das auszuhalten, Darum geht es ja nur noch: Aushalten.
Das war doch damals in seiner schönsten Stunde, als endlich einer der anderen „Grrohsen“ die Größe des arschgestaltigen Jutjubstars akkreditiert hat und ihn lobend erwähnte: Der Kinderonki Gronkh, der sich, um nur beim Leisetreten nirgendwo anzuecken, um eine wohlwollende Stellungnahme bemühte und sagte: jeder andere hätte wohl längst das Handtuch geworfen, aber der Bummsdi, oh nein, der nicht. Der macht einfach immer weiter, Respekt!

Das hat dem Bummsdi natürlich sehr gefallen. Und weil ihm das so gut gefallen hat, war er natürlich sofort der Ansicht, diese steindumme Einschätzung der Sachlage entspräche den Tatsachen.
Seitdem bemüht der dicke fette Pfannkuchen sich nach Kräften, diese aber schon vollrohr bekloppte Version der Dinge wahr werden zu lassen. Dazu braucht es zweierlei:

Zunächst muss er natürlich permanenten und unerträglichen Übergriffen ausgesetzt sein. Schade nur, dass die Räuberpistolen von Messerangriff, Schlagstockattacke und Zahnverlust durch Faust in die Fresse so langsam aber sicher immer deutlichere Abnutzungserscheinungen aufweisen. Schade auch, dass die zahlreichen Besucher sich auch dann nicht zu echten Tätlichkeiten hinreißen lassen, wenn Bummsdi schreiend ans Tor gewackelt kommt, die Leute beschimpft, bewirft, herumschubst oder mit Reizgas besprüht.
Macht nichts, dann wird eben kurzerhand die reine Anwesenheit der Kuchenkinder zur Bedrohung und Heimsuchung deklariert. Das sind diejenichen, die „Scheiße bauen“ sich „asozial verhalten“ – was genau denn so bedrohlich daran ist, biertrinkend auf der Straße herumzulungern, welche Übergriffe sich eigentlich hinter den verräterisch allgemein gehaltenen und immer wieder wiederholten Formulierungen verbergen sollen, das soll sich das Publikum wohl selbst denken. Reicht doch, wenn der Suppengmubo das immer wieder behauptet, irgendwann wird’s schon stimmen. Und damit alles noch bedrohlicher wird, installiert er halt noch eine Alarmanlage, Gefahr is, wenn Alarm is, kannste dir nich ausdenken, godverdomme. Und wenn der Arschprallo mal wieder irgendwelche Blessuren davongetragen hat, weil die Welt halt nicht eingerichtet ist für zentaurenärschige Körperkläuse mit morbider Fettleibigkeit, werden die sofort der Kamera gezeigt, um die Mär zu untermauern, dass Bummsdi in permanentem Belagerungszustand lebt und nur dank seiner übermenschlichen Stärke noch nicht brüllheulend zusammengebrochen ist. Also, heute noch nicht. Dafür hat er jetzt aber wirklich paar Barr’ne verdient!

Der Schwartenprallo lügt ja nicht mal, wenn er beteuert, kein Mitleid zu wollen. Was er will, sind Barr’ne, Barr’ne und nochmals Barr’ne. Dass die ihm aus Mitleid gespendet werden und er deshalb doch Mitleid will, so weit kann er nicht denken, das kriegt er nicht auf einmal in sein Spatzenhönn. Die Leute sollen ihn nicht bemitleiden, die Leute sollen sich schämen, weil er so edelsinnig und selbstlos den HaSS der Häider erträgt. Ach ja, und bewundern sollen sie ihn natürlich auch. Also bitte keine Mitleidsbarr’ne, sondern Anerkennungsbarr’ne.

Damit dieses Szenario passt, muss der Speckbeppo freilich große Stärke und Trotzigkeit zeigen. Als Reaktion auf ein Bisschen Gerufe und Türgerüttel mit Durchhalteparolen das eigene haus zu verschandeln, ist freilich nicht verhältnismäßig, aber gibt eben genau die Richtung vor, in die es gehen soll. Und immer wieder und wieder zu beteuern, er müsse sich jetzt grade sehr, sehr zusammenreißen, um den nächsten bösen Mobber nicht einfach totzuschlagen ebenso. Letztes, besonders schönes Beispiel: Vor die Wahl gestellt, abzuhauen oder stehenzubleiben und sich mit Mehl bewerfen zu lassen, wählt der Blödarsch die zweite Option, weil er so stark und trotzig ist. Ja scheißdochrein, weil er ein so grotesker Arschberg ist, dass er auch dann nicht weglaufen könnte, wenn er das wollte, weil er dann nach wenigen Metern genauso bemehlt, aber völlig außer Puste wäre. Und so sehr er es sich auch allen Ernstes wünscht, irgendwelche Kuchenkinder zusammenzuschlagen, weiß er doch, dass er bei einer ernsthaften körperlichen Auseinandersetzung wohl den Kürzeren zöge und hält sich ganz einfach nur aus Feigheit zurück.

Überhaupt ist ja die ganze Mär von seiner Stärke von vorn bis hinten zusammengelogen. Denn unser Bummsdi ist mitnichten besonders psychisch gefestigt, sondern im Gegenteil ein sehr dommer, aber auch sehr labiler Mensch. Aber weil er sich selber nach Kräften einredet, die am Tor herumlungernden Tagediebe seien eine ernsthafte Bedrohung, lässt er sich von denen nur zu gern aus der Fassung bringen. Obendrein hat er sich durch seine eigene Hageldommheit in eine Situation gebracht, die ihn jeden Tag sehr realem Stress aussetzt: von allen Seiten drücken ihn die Schulden, alle naslang muss er sich vor Gericht für irgendwelche Allfanzereien verantworten und seine einzige Einkommensquelle sprudelt nicht mehr, sondern seibert nur noch müde vor sich hin, dem Maulwurf von Pimmelchen nicht unähnlich – den er ja auch nur zu gern endlich mal richtig benutzen würde, aber das auch nicht darf. Frust, Existenzangst und permanente Überforderung – weil er eben nichts kann, wirklich genau nichts, der arme, domme Knallkopp – all diese Faktoren bedrohen das so kostbare Wohlleben. Aber um diese Tatsache einzusehen, müsste Bummsdi ja eine selbstreflektierte und schonungslose Bilanz ziehen. Dan käme er dahinter, dass die Kuchenkinder vor dem Schanzentor bestenfalls eine Bagatelle sind und die Bedrohung, die r fühlt, das Resultat seiner eigenen erzblöden Lebensführung.

Aber so weit denkt er nicht. Er will nicht nachdenken, er will einfach nur seine Ruhe haben und „sei Zeuch machen“. Übersetzt bedeutet diese Phrase, er möchte konsequenzlos in den Tag hineinleben, Videospiele daddeln und sich selbstbeflecken, Dreckszeug fressen und derweil mit Geld beschmissen werden und natürlich niemals, niemals und unter keinen Umständen einer geregelten Lohnarbeit nachgehen. Alles, nur das nicht. Und nur, weil er sich selbst die Alternative einer normalen, produktiven Existenz mit Karacho selbst versagt hat, muss er weiter gegen Kleingeld den Arsch hinhalten, muss er weiter auf die Barr’ne warten und wird weiter sein Publikum gegen sich aufbringen mit der Lüge, er tue das nicht aus selbstverschuldeter Perspektivlosigkeit, sondern aus lauter Edelsinn. Und es bleibt zu hoffen, dass er weiter darunter leidet wie ein krummer Hond, godverdomme.

Sonntag, 23. Juni 2019

Reiner und der Jeniche


Bummsdi ist nicht derjeniche, der die Scheiße baut.

Soviel vorweg. Soviel muss gegeben sein, das ist der Parameter für alles, was der dicke fette Pfannkuchen seit Jahr und Tag ins Weltnetz schüttet, das ist die Grundvoraussetzung für den Fortbestand seiner gesamten jämmerlichen und inzwischen aber sowas von rettungslos verpfuschten Existenz: Sie ist erstens randvoll Scheiße aber zweitens ist das nicht Reiners Schuld. Der Speckbeppo hat nichts gemacht, er ist sich keiner Schuld bewusst, die anderen habens verbockt. Es muss sich einer finden, irgendeiner, dem der Suppengumbo die Schuld für seine Misere in die Schuhe schieben kann. Irchendeiner, ganz egal wer, hat jetzt derjeniche zu sein und zwar flotto. 

Man könnte fast davon ausgehen, dass die Ekelhaftigkeiten, die unsere Schmalzpauke auf seinem Pornokanal treibt, als eine Art Köder gedacht sein könnten. Ein solcher Ausbund an widerlichem Unflat, an so ganz und gar ungustiösen Widerlichkeiten könnte doch immerhin geeignet sein, ähnlich ekelhaft veranlagte Zeitgenossen auf den Plan zu rufen, die dann, unter der Vorgabe, mit Reiner dem Seggsarschloch unaussprechliche Unzucht treiben zu wollen, als diejenichen sich herausstellen, die schon immer da waren, ihm das Leben zu verleiden.

Aber leider nein, leider gar nicht, die Seggskapaden unseres Wamparschs haben wohl wieder einmal nur den Zweck, seinen unaussprechlichen Geltungsdrang zu befriedigen. Und solange er seinen Hauptkanal dazu nutzen muss, sich als das demütige Mobbingopfer zu gerieren, braucht er eben parallel ein anderes Medium, auf dem er sich als der bewundernswerte Superstar verkaufen kann, der er gern wäre, für den er sich ja längst allen Ernstes hält, der arme domme Knallkopp.

Bezeichnend also, dass die Narzisstensau gleich zur ersten Etappe seiner Talfahrt in die öffentliche Selbstentehrung einen Blick auf den eigenen Charakter werfen lässt, der gar noch betroffener macht, noch drastischer abstößt als der Blick auf das hüllenlose Arschkonglomerat, das Bummsdi seinen Leib nennt. In Rückenlage auf dem Sündenpfuhl zerläuft die Arschsammlung nach allen Seiten wie eine Portion Softeis auf dem Asphalt, von Fliegen umschwirrt und durch die Simulation des Geschlechtsakts in wabernde Wellenbewegungen versetzt, ergießt sich diese Sammlung aus Schmalz und Schmand und Traurigkeit auf das alte Sofa wie ein teigfarbener, von borstigem Pelz besetzter Kuhfladen, auf den jemand einen hässlichen Mostkopp gepflanzt hat, dem HErrn und seiner Schöpfung zum Hohne. Und ja, von da an wird es nur immer noch ekelhafter, was der Schandsack auf seinem Pornokanal sehen lässt – doch die größte Ekelhaftigkeit ist wie gesagt gleich am Anfang nicht mal zu sehen, sondern zu hören, in dem Monolog über seine Gummipuppe, es passt wieder alles wie der Faust aufs Gretchen, oder, genauer: wie der Nathanael auf die Olimpia, man kann es sich einfach nicht ausdenken, godverdomme.

Denn hier ist er, so arschgenau, dass es einen schaudert: Der Narzisst, der sich in ein seelenloses Spielzeug vergafft und es zur idealen Partnerin stilisiert, der vorgibt, ein Gespräch mit ihr zu führen und gar nicht bemerkt, dass sie nicht einmal in seiner Vorstellung zu Worte kommt, sondern nur schweigend dulden muss, dass der Wurstzipfel ihr eine ganze Reihe von Qualitäten andichtet, über die sie freilich nicht verfügt: Sie ist die heißeste, die geilste, keine bläst so gut wie sie, keine vollzieht den Beischlaf so befriedigend, unersättlich, ausdauernd, kurz und gut: ein fleischgewordener, feuchter Traum.

Was dabei im Hintergrund so rattert, sind diesmal ausnahmsweise nicht die Zahnräder und Keilriemen in Bummsdis hässlichem Schwelles, die dort auf Verschleiß rendern, um dafür zu sorgen, dass der erzblöde Knallkopp sich nicht versehentlich beim Reden einkotet oder die Luft aus der Puppe lässt, sondern einigermaßen koordiniert an ihr herumschrauben kann, nein, das Rattern ist diesmal der Projektor: 
Der Narzisst liebt die Puppe, den Menschen ohne Eigenschaften, weil diese Puppe eben eine leere Leinwand ist; auf diese kann er alle Eigenschaften projizieren, die er eigentlich an sich selbst liebt – und weil die Puppe eben gar keine eigenen Eigenschaften hat, die dieser Projektion im Wege stehen könnten, kann sie als Spiegel für jede nur erdenkliche Qualität herhalten, die der Schmandeimer vom Schauerberg sich erträumt und selber gerne hätte. Indem er sie seiner Partnerin zuschreibt, schreibt er sie sich selber zu, die beiden sind sich ja so ähnlich, deshalb passen sie ja so gut zueinander. 
Und diese Version des heillos kapottgetrümmerten Egosplitterlords ist nun auf Freiersfüßen unterwegs und sucht im Netzpornomilieu diejeniche, die endlich herkommt und ihm die Unschuld nimmt. Natürlich in der Schimmelschanze, natürlich ganz nach den Maßgaben des dominanten, fordernden Fickmeisters, so sieht er sich selbst, der arme hageldomme Knallkopp, man kann es sich alles nicht mehr ausdenken, godverdomme.

Die Schmuddeleyen bringen also keinen Erfolg auf der Suche nach demjenichen, da muss jemand anders herhalten. Wunschkandidat wären ja die Damen und Herren Sachbearbeiter bei der BLM, aber wieder muss es heißen: leider nein, leider gar nicht. Diese Systemschergen, Sesselfurzer und Büttel der galoppierenden Beklopptheit haben es ja nicht nur fertiggebracht, dem Arschgebirgsjäger runde 50 Verstöße gegen das Streamingverbot einfach so durchgehen zu lassen, eh sie ihm einen so mittelscharf formulierten Senf geschickt haben, des Inhalts, so langsam müsse mal Schluss sein mit der Dreistigkeit, sonst gäbs am Ende doch noch ne Strafe zu zahlen. Möglicherweise.

Dass der Suppengmubo wochenlang und mit wachsender Verzweiflung Himmel und Menschen in Bewegung gesetzt hat, um eine Aufhebung des Verbots zu bewirken, hat freilich weniger mit seiner Sucht nach Selbstdarstellung zu tun als mit der reinen, schieren Geldnot: Barr’ne müssen her, barr’ne, Barr’ne und nochmals Barr’ne, die Existenz als Internetbettler steht auf dem Spiel, wenn er nicht mehr schdriemen darf, um nichts anderes gehts. Und nun ist es unserem Ausbund an Arschhaftigkeit tatsächlich gelungen, unbehelligt weiterzubetteln, indem er einfach das domme Maul hält derweil. Dann gehen die eben erwähnten Damen und Herren in eitler Unkenntnis der eigenen Definition von „redaktioneller Gestaltung“ davon aus, dass kein Verstoss vorläge und lassen den Prallsack halt weiter schnorren, irgendwo müssen die Koouuuln ja herkommen. 
Und schlussendlich hackt eine Krähe ja der anderen kein Auge aus und in den von protestantischer Irrlehre und sodomitischer Inzucht geprägten fränkischen Abseite unseres eigentlich so schönen Lanes erst recht nicht. Eine vom Steuerzahler gegen seinen Willen vollumfänglich finanzierte Behörde ohne produktive Aufgabe und nur beschäftigt mit der Durchsetzung eigener, völlig willkürlicher Anordnungen ohne gesellschaftliche Relevanz, die redaktionelle oder irgendeine Art produktiver Gestaltung selbst dann nicht erkennen würden, wenn sie daherkäme, ihnen auf die jauchekrustigen Gummistiebel zu pissen, die sie auch in den Büros tragen, in denen sie einer nur vermeintlichen „Arbeit“ nachgehen - und andererseits ein ebenso arbeitsscheuer und selbstgerechter Nassauer ähnlich gelagerter Provenienz und Geistesschärfe, das sind Gesinnungsgenossen, das sind Brüder in Geist und Sinn. 
Hätte Rudi nicht die Realschule verbockt, heute könnte er auf einer BLM-Amtsstube hocken, sein basst-scho unter irgendwelche Schreiben setzen, die er nicht liest und nicht versteht und sich ansonsten den lieben langen Tag auf Staatskosten den grindigen Sack kratzen, genau wie sein missratener Sohn.

Also nein, die BLM ist auch nicht derjeniche. Immerhin bewirkt das Sprechverbot, das der Schwibbschwabbel sich auferlegt während seiner fortgesetzten Verstöße gegen eine Anordnung, die weder er kapiert noch die Hanswurste, die sie eigentlich durchsetzen sollten, dass die Barr’ne inzwischen deutlich kärglicher fließen- und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem Bummsdi dringend ein neues Drachenmobil braucht, womöglich, weil der nachbarschaftliche Fahrtdienst zum Nulltarif so langsam aber sicher die Nase gestrichen voll hat von den Allfanzereien des in ihrer Mitte schreiend um sich schlagenden Ehrabschneiders. Der lässt sich jedenfalls aus lauter Not ein hochbetagtes Unfallfahrzeug vor die Schanze stellen, um nur ja nicht mit dem ÖPNV nach Nemberch gondeln zu müssen, wenn der Stromzähler nach neuen Schekeln schreit. 
Wie jüngste Videoaufzeichnungen belegen, ist der Worstbommel inzwischen vermutlich nicht mehr in der Lage, den Emskirchener Bahnhof zu Fuß zu erreichen, schon eine Distanz von 800m in den Wald hinein und wieder hinaus brachte ihn unlängst an die Grenze seiner körperlichen Leistungsfähigkeit und war nur zu bewerkstelligen, indem er zwischendurch mehrfach mit bedenklich angelaufenem Schwelles pausierte, um dem Internet schnaufend vorzulügen, etzadla gehe es mit dem Sportprogramm und der Gewichtsabnahme aber so richtig los.

Nur gut, dass sich in dieser finanziellen Desolation ein neuer Unterstützer eingefunden, der schon zweimal das Drachenschiff vor dem drohenden Kentern bewahrt hat – und zwar niemand anders als der selbsterklärte Internetexperte mit dem SPD-Parteibuch, die Berliner Blogwurst, die zwar in jeder unternehmerischen Hinsicht so vollumfänglich gescheitert ist, dass es die Sau graust, aber durch permanentes Wuseln und Wergeln auf allen möglichen Kanälen immer noch verhindern konnte, in die Belanglosigkeit abzurutschen; ein selbstverliebter Adabei, der sich bei fast allen, die er zu vertreten vorgibt, längst unmöglich gemacht hat und dessen Arbeitsscheu ebenso groß wie seine Borniertheit ist. Wieder einmal sind wir in der Situation, in der zusammenwächst, was zusammengehört, Arsch trifft Geige und Geige gibt aus, damit Arsch sich den Erlös umgehend in Form ekelhafter Talmi in irgendeine arschlochförmige Körperöffnung stecken kann, es macht ja längst keinen Unterschied mehr, in welche. 

Aber so abgrundtief verachtenswert dieser Internetkaschber auch sein mag, auch er ist nicht derjeniche. Wer mag es denn nun sein?
Ja nun. Bummsdis Wahl fällt in Ermangelung einer Alternative und aus reiner Gefallsucht auf die haltlosen Spaßvögel, die ihn inzwischen fast täglich an der Schnittstelle zwischen Reinerwelt und Realität aufsuchen wollen. Am Schanzentor ist der Treffpunkt, jenem Sinnbild, das so verrammelt und vernagelt ist wie das Spatzenhönn seines Besitzers, so windschief und verpupt wie sein Leib, so letztendlich sinnlos wie die Existenz, die dahinter mehr gefristet als erlebt wird. Hier finden sie sich ein, zu zweit, zu dritt, bei Tag und in der Nacht, um mit dem Schmalzprallo darüber zu diskutieren, wo die Grenze seines Grundstücks verläuft (Protipp: sie wird markiert durch das ende der Bepflasterung mit windschiefen Klinkersteinen), was die Zukunft bringen wird und warum es keine Bosder mehr zu kaufen gibt. 

Diese Besucher versetzen den Wütewubi derart in Rage, dass er inzwischen den gesamten Hauptkanal der Bekämpfung dieses Phänomens gewidmet hat, selbstverständlich mit dem Ergebnis, dass es davon nur noch akuter geworden ist. Den immer wieder gleichen Flachsinn, den der dicke fette Faulpelz da ein ums andere Mal breittritt, auszuwerten, lässt immer wieder die Wutlatte wachsen -wenn der Speckbeppo etwa behauptet, dass er trotz seiner behäbigen Trägheit solche Anrüchigkeit erreicht zu haben, ein Grund sei, ihm Respekt zu zollen, statt ihn zu piesacken, oder wenn er stolz behauptet, „haufenweise Koouuuln“ zu verdienen, oder behauptet, seine einzigen Fehler seien gewesen, seine Schwester beschützen zu wollen, sich gegen heimtückische Angriffe zur Wehr gesetzt und an das Gute im Menschen geglaubt zu haben. 

Deutlich hört man heraus, dass der alte Stachel immer noch tief sitzt, den der guhde Viggdor ihm vor Jahren ins teigige Fleisch gebohrt hat mit seiner Kritik, Bummsdi reagiere auf Abneigung mit atemberaubender Unsouveränität und sei mehr als nur ein wenig arrogant. Prompt muss der Spigelungslord die verhassten Besucher arrogant nennen und sich darüber beklagen, von seinen Idolen völlig ungerechtfertigt im Stich gelassen worden zu ein – hätte der asselige Kiwikopp aus dem Rheinland mal über die tollen Musikfidios berichtet statt über die ekelhaften Schmuddelseggskapaden, wäre der Suppengobmu heute eine Stütze der Gesellschaft, geliebt, bewundert und hoch angesehen. 

Deutlich hört man auch die himmelschreiende Ahnungslosigkeit darüber, was „Arroganz“ eigentlich bedeuten soll. Er hält das nach wie vor für eine mehr oder weniger universell einsetzbare und besonders schwerwiegende Beleidigung, der Arme, hageldomme Knallkopp. Sonst würde er ja nicht erneut ein herrliches Paradebeispiel liefern: Wenn er etwa davon ausgeht, dass sein Publikum ein völlig gängiges und jedem Zehntklässler bekanntes Fremdwort nicht kenne und es großspurig erklärt – nur, um es selber beharrlich und immer wieder falsch zu verwenden, wie domm kann man eigentlich sein, du krisse Tür nicht zu, godverdomme. 

Denn sich selbst über sein Publikum zu stellen und anzunehmen, er könne es nach Belieben an der Nase herumführen, für dumm verkaufen und natürlich nach Herzenslust abmelken, um nur ja keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen zu müssen, das ist der eine riesige Fehler, den Bummsdi in seinem Leben gemacht hat und den er nicht müde wird, immer noch und noch schlimmer zu machen.

Hier findet sich möglicherweise auch die Erklärung dafür, warum sich der Schweineeimer so unglaublich herausgefordert und angegangen fühlt, nur weil ein paar Flachköppe für ne Stunde vor seinem Haus herumstehen: Sie sind der Beweis dafür, dass das Großprojekt Internetsuperstar gescheitert ist, dass sein Publikum sich eben nicht hat für dumm verkaufen lassen, dass es ihm auf die Schliche gekommen ist – und dass es sich nun vor Ort endgültig davon überzeugen könnte, wie desolat es hinter der Fassade aussieht, auf welch tönernen Füßen das ganze windschiefe Lügenkonstrukt des Wingleregos steht, wie absolut rettungslos versumpft und zerlebt die Drachenexistenz tatsächlich ist. Bummsdi hat von Anfang an und jahrelang sämtliche Zuschauer nach Strich und Faden belogen und zwar in einem Umfang, der es ihm selbst inzwischen unmöglich macht, die Wahrheit zu erkennen – genau wie der Umfang seines Leibes ihm den Blick auf seinen Winzpimmel verwehrt. 
Dem Publikum, das ungebeten und jenseits seiner Kontrolle plötzlich am Ort des Geschehens auftaucht, bedroht also die Stabilität des Selbstbildes – umso stärker, da sie ja explizit erscheint, um ihn zu hänseln, ihm Vorwürfe zu machen oder unbequeme Fragen zu stellen. Derjeniche, der die Scheiße baut, ist einfach derjeniche, der sich weigert, sich die offensichtliche Scheiße länger als Schokoschmier aufs Brot streichen zu lassen. Indem man dem metaphorischen Schokoeisverkäufer die Ware zurückbringt und sie lauthals als Scheiße deklariert, hat man in den Augen des Eisverkäufers, der der Scheiße wirklich und wahrhaftig irgendwann selber für Schokoeis hielt, die Scheiße erst gebaut. Und die anderen Eisverkäufer hätten ja auch gerne mal mithelfen können, die Scheiße als Schokolade zu deklarieren, dann wärs womöglich nie so weit gekommen.

Eine viel einfachere Erklärung wäre freilich, dass die Besucher einfach diejenichen sind, die all das haben, was Bummsdi nicht hat: Sie haben Spaß, sie haben Freunde, ein gemeinsames Hobby und ein geregeltes Leben. Darüber hinaus Einkünfte, die ihnen solche lustigen Landpartien ermöglichen – zu Wurstwabbels größter Verbitterung kommen die Besucher ja von wasweißer woher. Und sie bringen Freunde und gute Laune mit, kalte Getränke und Mitbringsel – und egal, wann sie kommen, sie treffen ihn in seiner belagerten Schanze an. Freilich sind sie nicht in der Disco, der Kneipe oder der Sauna – aber er eben auch nicht, nie. Weil er keine Freunde mehr übrig hat, die sich Scheiße als Schokoeis aufschwatzen lassen wollen. Und freilich haben die Besucher noch etwas, das Bummsdi nicht hat, nie haben wird, sich aber sehr sehnlich wünscht: sie haben ein Opfer. Sie haben jemanden, auf den sie herabsehen können, der es eindeutig noch schlechter hat als sie.
Das hat unser Speckbeppo nicht, denn er ist mit Karacho auf dem Weg nach ganz unten. Und es wird immer schwerer, die endliche Ankunft zu erwarten, godverdomme.