Donnerstag, 9. Januar 2020

Reiner und die große Pause


Bummsdi hat ein Barr’neproblem. 

Seit nunmehr fast zwei Wochen hat der Piratensender Plumpaquatsch den Sendebetreib völlig eingestellt. Keine tägliche Pflichtstunde lang mehr das beliebte Format „Brüllaff im Nebel“, kein bräsiges Herumhocken bei neutraler Stimmung und mit einem vor lauter Verbiesterung so kleingezogenen Gesichtsarschloch, dass man kaum einen Strohhalm noch hineinzuzwängen vermöchte, kein schnaufendes Hochgewuchte des Arschgebirges, selbiges im Laufe einer einzigen Stunde bis zu dreimal auf den Pisspott zu bugsieren, kein misstönendes Quergepfeife mehr, keine kurzsichtig zusammengekniffenen Schweinsäuglein, die versuchen, Textnachrichten zu entziffern oder hoffnungsfroh auf den Barr’nezähler linsen, keine sturen Besserwissereyen mehr, gestammelt in den scharfen Gegenwind des Junautschetts und natürlich auch endlich keine Barr’ne mehr.
Die Lebensgrundlage des dicken, fetten Pfannkuchens ist zerborsten, als hätte er einmal zu oft den ungeschlachten Zentaurenarsch daraufgepfeffert, aus ists mit der Internetbetteley und dem Selbstbetrug, stundenweises Anmaulen des Internets sei harte Arbeit und einen Lebensunterhalt wert.
Seit mehr als zwei Wochen ist nun große Pause und der Speckbeppo nicht mehr leif, was natürlich die Frage aufwirft, welche Umstände diesen längst überfälligen Sinneswandel wohl herbeigeführt haben könnten.

Möglich, dass die pflichtvergessenen Schreibtischuntäter von der BLM sich endlich zu der Erkenntnis durchgerungen haben, es könne ja nicht angehen, dass sich die Behörde von einem rettungslos verfetteten und in jeder Hinsicht minderbemittelten Sonderschulversager vorführen ließe und sind ihm etwas schärfer auf die Füße getreten. Womöglich haben sie gar einen Grafiker angeheuert, um ein neues Schreiben aufzusetzen, das in wenigen einfachen Worten aber vielen eindringlichen Zeichnungen endlich vermocht hat, dem armen dommen Knallkopp den Unterschied zwischen einer Geldstrafe und einem Zwangsgeld klarzumachen. Die Forderung von 3500,- Tacken nebst Androhung einer bis zwei Wochen Knastaufenthalt würden sich ja einfach in Luft auflösen, sobald der Suppengumbo nur endlich das beharrliche Schdriemen sein ließe. Grund genug für den Wonglwubi, endlich klein beizugeben?

Könnte auch sein, dass der Schmandeimer von anderer Warte darüber informiert wurde, dass sein wiederholtes und vorsätzliches illegales Barr’nebetteln einen Verstoß gegen seine Bewährungsauflage bedeutet und er quasi die Wahl hat, entweder die unbotmäßige Betteley einzustellen, oder gleich ein halbes Jahr im großen Haus zu verschwinden. Und weil der Lügensack ja in der Vergangenheit mehrfach betont hat, mit welcher Freude er für seine Ideale bereit wäre, sich einsperren zu lassen, hat er die Barr’nefarm zugemacht.

Und dann ist da ja noch die Sache mit der Gewerbeuntersagung. Wieder einmal ist der Suppengmubo in die Mühlen der deutschen Bürokratie geraten und wieder einmal hat er keine Ahnung, wie ihm geschieht oder was eigentlich Sache ist mit seiner, wie er es versucht auszudrücken „Berufsunfähigkeitlizenz, die die Dings“, über die er sich aber „schlau gemacht“ haben will, sodass er nun immerhin weiß, wie der Vorgang eigentlich heißt, man kann es sich nicht ausdenken.
So schlau hat er sich gemacht, dass er absolut nicht weiterweiß und deshalb sein Publikum um Hilfe bittet, „dann schauen wir, ob das funktioniert, ob man zusammen eine Lösung findet“. Wenige Tage später zeigt sich der Schandsack allerdings reichlich genervt von „Leuten, die mal wieder klugscheißen wollen“, immerhin habe er „alles getan, der Gewerrbeunnerlassungsklage entgegenzuwirken“. Ja scheißdochrein, alles, außer zu lernen, was denn da eigentlich passiert und warum es keine Klage, sondern ein Verfahren ist, du krisse Tür nicht zu. 
Und erst um Hilfe bitten und dann rummaulen kann man sich eigentlich auch nicht ausdenken, wenn man nicht wüsste, wie der Speckaffe sich Hilfe vorstellt: Man soll ihm gefälligst nicht sagen, was er machen soll oder was er zu tun hat, denn das hasst er wie der Musel das Mettbrötchen, das ist das schlimmste, was ihm passieren kann. Hilfe bedeutet in seinem bornierten Klüterkopp, dass irchendeiner, egal wer, einfach so hergeht und seine Probleme verschwinden lässt. In diesem Fall besteht das Problem aus fehlenden Koouuuln, Barr’ne müssen her, Barr’ne, Barr’ne und nochmmals Barr’ne und wer dem Arschwubi helfen will, der soll gefälligst Barr’ne neischmaßen und zwar flotto.

Aber wie sollte man dem armen dommen Knallkopp auch mit hilfreichen Hinweisen beispringen, wenn man gar nicht weiß, warum ihm seine Barr’nebetteley eigentlich untersagt wurde? Dass Bummsdi dermaleinst mit stolzgeschwellter Brust ein Gewerbe angemeldet hat, um T-Schörter, Bosder und ähnliches Allotria zu verscheuern, Jutjubschekel einzukassieren und sich insgesamt wie ein erfolgreicher Unternehmer und Internetstar fühlen zu können, ist sattsam bekannt – und bekannt ist auch, dass den Schweineeimer sofort irgendwer  bei der Behörde verpfeifen würde, wenn er auch nur den Hauch eines Schattens eines Versuchs unternähme, ohne eine solche Erlaubnis das Internet zu benutzen, um sich zu bereichern. 

Tjä, und nun wurde seine Gewerbeerlaubnis widerrufen oder gleich untersagt. Solche Untersagung geschieht nicht häufig, ist aber andererseits nicht so selten, dass der Wackelwongl gleich davon ausgehen müsste, hier werde mal wieder mit nie dagewesener Härte und Ungerechtigkeit gegen den armen Bettelwubi vorgegangen, der doch einfach nur sei Zeuch machen – sprich: sich sein sorgloses Schweineleben anstrengungslos von milden Gaben finanzieren lassen will.
Die Gründe für eine solche Gewerbeuntersagung können ganz unterschiedlich sein; die fünf häufigsten Untersagungsursachen sind:

Verletzung und/oder Missachtung steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Pflichten
mangelnder wirtschaftlicher Leistungswille und Mangel an beruflichem Verantwortungsbewusstsein
Unfähigkeit, einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten; mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
ungeordnete Vermögensverhältnisse
Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren

Und nun zeigt sich freilich, dass niemand auch nur den blassesten Schimmer haben kann, warum der Bummsdi nicht mehr betteln darf. Denn wie so oft im rettungslos verpfuschten Leben der Madenmaske vom Schauerberg ist auch hier wieder jeder Schuss ein Treffer, godverdomme. Die überreichlichen Barr’ne aus dem Schanzenfest-Jahr 2018 sind mit ebensolcher Sicherheit bis heute nicht versteuert, wie der Schandsack seine Pflichtversicherungsbeiträge nicht abgeführt und keine nennenswerten Rücklagen hat. Vorbestraft ist er außerdem, sein Bettelrundfunk sendet trotz ausdrücklicher Missbilligung der zuständigen Behörde immer erbärmlichere Ausschnitte aus dem Trümmerhaufen seiner Existenz in die Welt hinaus und ganz eindeutig hat der Arschprallo ähnlich ungeordnete Vermögens- wie Wohnverhältnisse. Er kriegt es nicht mal hin, den Unrat von seiner Furzcouch zu räumen, wie soll er da seine Finanzen in Ordnung halten, godverdomme.

Hinzu kommt, dass ein endlich und ja längst überfälliges Schdriemverbot auch zum Schutze der  Allgemeinheit erforderlich ist – als Allgemeinheit fungieren hier die drei dutzend Ochs- und Eselficker, die sich in Rufweite um die Schanze tagein tagaus den ungewaschenen Finger in den Protestantenarsch stecken, in der irrigen Annahme, der sei die Nase und das so Sitte, während der Ogerjunge, der nicht aufhören konnte, Öl ins Feuer zu gießen, sein umsatzstärkstes Jahr der Tatsache verdankt, dass gleich ein halbes tausend erlebnisorientierter Knallköppe sich anschickten, vor Ort darauf zu warten, dass jemand anders die Schanze in Brand stecken möge.

Bedauern über diese Gefährdung der Allgemeinheit waren und sind dem Schweineprallo natürlich so fern wie ein Schulabschluss – im Gegenteil, noch am Vorjahresbeginn hatte er sich einen Masterplan zurechtgelegt, dessen Hauptbestandteil die felsenfeste Erwartung war, die überdeutlich vierstelligen Betteleinträge würden jetzt Monat für Monat so eintrudeln, du krisse Tür nicht zu. Dass das gesteigerte Einkommen nach dem Schanzenfest nur die irregeleiteten Kurzschlussreaktionen einer einzelnen Trümmermulle waren, der jemand einen rostigen Nagel in den Kopp gekloppt hatte, kriegte er freilich nicht in sein Spatzenhönn, der arme, domme Knallkopp.

Egal, so oder so kapott, von nun an ist dem Schmandeimer das Barrn’ebetteln jedenfalls offiziell untersagt. Dieser Umstand könnte den Schmockwongl jetzt natürlich genau so beeinträchtigen wie das Schdriemverbot, nämlich einfach gar nicht, aber aus irgendwelchen Gründen scheint der ganz seiner eigentlichen Natur zum Trotz endlich zur Einsicht gekommen zu sein. Zumindest bis dato. Der eigentliche Grund dafür liegt im Dunkeln, alle obigen Vermutungen sind nur ebensolche, zur Stund gibt es eigentlich nur zwei Gewissheiten, zwei Gründe, die man freilich von vornherein ausschließen kann: Der Arschflötsch hat erstens unter keinen Umständen und ganz bestimmt nicht das Schdriemen auf Junau nur deshalb sein gelassen, weil es da seit Kurzem einen findigen Hacker gibt, der jede Übertragung des Piratensenders Plumpaquatsch genau so schnell wieder unterbinden kann, wie der Bummsdi sie beginnt. 
Das ist nun ganz bestimmt kein Grund für den Mistschmock vom Schauerberg, erst gar keinen Versuch mehr zu unternehmen, einen Schdriem zu starten, denn es entspräche natürlich überhaupt nicht seinem Naturell, sich mit genau solchem Irrsinn selbst die Lüge in den Lügenkoppp zu kloppen, dass er und nur er die Kontrolle darüber hat, ob und wann er schdriemt. Er will ja gar nicht schdriemen, hat er gar keinen Bock zu etzadla und versucht es erst gar nicht, deshalb kann auch kein böser Hacker ihm das Schdriemen unmöglich machen. So fällt das alles zusammen in seinem armen, dommen Knallkopp, kannste dir nicht ausdenken.

Zweitens setzt der Blödbommel die Übertragung seines verpfuschten Lebens bei völlig neutraler Laune nicht einfach hackerfrei auf Jutjub fort, weil er eben einfach grad gar keine Lust aufs Schdriemen hat – dass der Bettelertrag bei Jutjub überaus kärglich ausfallen würde, hat mit dieser Lustlosigkeit nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Es geht dem Schwartenprallo ja mitnichten um die schnöden Koouuuln, sondern darum, ein Zeichen gegen Mobbing zu setzen – indem er missgelaunt und angefressen wie ein arschförmiger Apfelgriebsch das Internetz anmault, kannste dir alles nicht mehr ausdenken, godverdomme.

Freilich muss jedoch auch ein so selbstloser Altruist wie der Speckbeppo mitunter an sein Auskommen denken – aber bei dem Gedanken daran bietet er sofort ein solches Jammerbild, dass er die hilflos zusammengestammelten Versuche, seine unmittelbare Zukunft zu erklären, lieber auf eine Tonspur beschränkt, die dann nur die zahlreichen Stresseufzer überträgt. Ein- ums andere Mal presst er sich da die Schnaufer aus den Tiefen des Arschgebirges, dass er nur so eine Art hat und man gar nicht mehr versuchen muss, den haltlosen Satztrümmern zu folgen, die da den neuen Schlachtplan verkünden. Eine neue Gewerbelizenz muss her, die wird er dann beantragen, sobald er die Schulden abbezahlt hat, die ihm die Untersagung beschert haben. Und ab September kann ihn dann auch die BLM mal, weil der neue Staatsvertrag dann die Lizenzpflicht endlich vom Tisch fegt. Was er bis dahin zusammenbettelt, soll Junau oder halt, nein, Jutjub einfach für ihn aufbewahren, bis er eine neue Lizenz hat und endlich wieder kassieren darf.

Dieser Irrsinnsplan überspringt freilich das dringlichste Problem so gekonnt, dass dem Blödbommel vor lauter Mutmaßung darüber, wie viele tausend Tacken Jutjub wohl für ihn in Verwahrung nehmen wird, dieses Riesenloch in seiner Planung gar nicht aufzugehen scheint: Wo nämlich erstens der Lebensunterhalt in den nächsten Monaten und zweitens die tausende Tacken, die er zur Schuldentilgung obendrein eher gestern als heute beibringen müsste, eigentlich herkommen sollten. Er darf keine Barr’ne mehr betteln, bis er seine Steuerschulden getilgt hat, also lautet sein Plan, die künftig erbettelten Barr’ne vor dem Fiskus zu verstecken, bis er sie dann einstreichen und wieder offiziell betteln darf, so ungefähr sieht der Plan aus, du krisse Tür nicht zu, wie domm will er eigentlich noch werden, der erzblöde Hammerkopp, godverdomme.

Vermutlich spinnt der Klötschkopp sich zusammen, dass er demnächst mal wieder bei der ARGE vorstellig wird, wo man ihn mit offenen Armen empfängt und ihm die Barr’ne neischmaßt, bis die Funken stieben. Ja scheißdochrein, es ist nicht und nicht auszudenken, wie wenig Zahlenverständnis sich in den Windungen seines Spatzenhönns befindet, es ist ein Wunder, dass er sich nicht die Socken ausziehen muss, wenn er bis 20 zählen soll – und vermutlich macht er das auch nur deshalb nicht, weil er seine grindigen Schimmelzehen ebenso lange nicht gesehen hat wie seinen Maulwurf von Winzpimmel, der haltlos kapottgefressene Eimer voll Arschfett, godverdomme.

Hätte der Finanzwongl auch nur die geringste Übersicht über seine Finanzlage, wüsste er, dass er im gesamten letzten Jahr ungefähr 8000,- Tacken auf Junau zusammengebettelt hat. In diesem Jahr sind seine Rücklagen völlig verschwunden, seine Schulden immer größer geworden, hier und da war mal ein stromloses Wochenende nötig und die Heizölreserven konnten auch erst mit einiger Verspätung aufgestockt werden, während der er das klamme Arschkonglomerat in Obdachlosenmanier am offenen Feuer anwärmen musste. Ach ja, und die Scheune ist auch noch zusammengekracht und vom Abriss noch kein Pfennig gelatzt.

Die Grundsicherung nach HartzIV würde nun keine Entspannung dieser desolaten Verhältnisse bedeuten – im Gegentum: Monat für Monat hätte der Wiggswongl gute 200,- Flocken weniger zu gewärtigen als im ohnehin schon mageren Jahr 2019. Bedenkt man nun, dass unser dickes fettes Finanzgenie dank Prepaidzähler, Gasfaser und Fressilieferservice seine sämtlichen Grundbedürfnisse grundsätzlich überbezahlt und außerdem anfälliger für Impulskäufe ist als ein Kleinkind im Supermarkt, kann einem Kinde klar sein, dass der Suppengmubo niemals schuldenfrei sein und seine Gewerbelizenz niemals zurückerhalten wird, dass im Gegenteil alle Anzeichen darauf hinweisen, dass noch vor dem Frühsommer eine neue Stromlosstaffel ins Haus steht – für den Gmobu genau der richtige Zeitpunkt, über eine umfassende Renovierung der Schimmelschanze nachzudenken, natürlich komplett mit jabonischem Bad und Pornospielzimmer, du kriss unk riss die Tür nich zu, godverdomme.

Überhaupt ist die krisengeschwängerte Zwangspause eine neue Sternstunde der Realitätsverweigerung und weil kein Geld fürs Böllern da ist, begeht der Schanzenschmock den Jahreswechsel mit einem Lügenfeuerwerk in Galaqualität.
Erneut den für ihn völlig undurchdringlichen Machinationen der Behörden ausgesetzt, deren Schreiben er stets geflissentlich ignoriert, die darin anberaumten Fristen samt und sonders versäumt hat, beginnt es im Spatzenhönn stets zu rendern bis die Funken stieben. Es kann und darf ja nicht sein, dass der Leselord schlicht nicht in der Lage ist, offizielle Korrespondenz sinngemäß zu erfassen und entsprechend zu reagieren, daran liegt es sicher nicht, dass grad alles den Bach runtergeht, Schuld daran haben bestimmt ganz andere. 
Für Bummsdi ist Umgang mit den Behörden immer und unausweichlich eine tiefe narzisstische Kränkung, in deren Folge er sich gern an der irrigen Überzeug hochzieht, finstere Mächte hätten sich gegen ihn verschworen und legten es darauf an, gerade und besonders ihm das Leben so schwer zu machen wie möglich. Dann sieht er sich selbst als besonders armen Willi, dem das Leben besonders arg zusetzt – und zum Beweis dieser besonders harten Umstände müssen dann wieder die Besucher herhalten, mit denen er sich darüber streitet, wo eigentlich seine Grundstücksgrenze verläuft. Wie haltlos er sich eine Bedrohung durch die Schanzenpilger zusammenlügt, liefert er dabei selber per Videobeweis, jammert und winselt, dass Horden enthemmter Hooligans herumbrüllen, Sachen schmeißen und seinen Zaun niederreißen, während die Kamera zwei Gestalten zeigt, die vor dem Zaun stehen und so leise sind, dass sie das Wüwüwüwüwüwüwü der völlig beknatterten Alarmanlage zu keiner Zeit übertönen. 
Wenn der Krawallprallo dann noch offenbart, dass nicht die Besucher, sondern er selber dieses Nervensägewerk auslösen, wenn er weiterhin in Rage darüber gerät, dass die Staatsgewalt seltsamerweise nicht im Traum daran denkt, unbescholtene Passanten in Haft zu nehmen, wird wieder ein wenig deutlicher, wie überaus dringend der geschundene Arschprallo es grad hat, sich als armes Opfer zu gerieren, das völlig ungerechterweise leiden muss – und das nicht erst seit gestern.

Denn wenn der Ausblick in die Zukunft gar so trübe und hoffnungslos ist, bietet sich ja eine Reise in die Vergangenheit an, in der zwar auch alles scheiße war, aber ja doch nicht irgendwie. In dieser Retrospektive auf zehn aber mit Karacho vor die Wand gefahrenen Jahre zeigt sich einerseits das derzeit vorherrschende Bedürfnis, Mitleid einzuheimsen – und natürlich das bauernschlau mehr schlecht als recht versteckte Ansinnen, dieses Mitleid irgendwie doch noch in dringend benötigte  Barr’ne umzuwandeln, andererseits ist sie aber auch der trotzig-widerborstig hochgehaltenen Lebenslüge geschuldet, kein rettungslos verkrachter Vollversager zu sein. 
Also wird die müde Mähre von der Freundin wieder aus dem Stall gezerrt -und weil das noch nicht reicht, dürfen auch die alten Kollegen nochmal ran, die sich damals in der guten alten zeit so lange jedes Wochenende von dem Dorfdulli in die Disco kutschieren ließen, bis sie endlich selber eine Fahrerlaubnis hatten und dem armen dommen Knallkopp sofort und unwiderruflich den Rücken kehrten. Na egal, Jongens, Schwamm drüber, wenn ihr das seht, lasst doch mal von euch hören und paar Barr’ne da.

Denn es hilft alles nichts, Barr’ne müssen her, Barr’ne, Barr’ne und nochmals Barr’ne, sonst könnte es sein, dass die Pause nicht mehr zu Ende geht, dass das Ende von Bummsdis Internetlaufbahn schon begonnen hat, ganz ohne Geschrei und Allotria, nicht als ein Erdbeben, nicht als ein Feuer, sondern als ein stilles, sanftes Sausen.
Man wird doch noch hoffen dürfen, godverdomme.








Samstag, 30. November 2019

Reiner und die Koobberazion


Bummsdi hat einen Dachschaden.
Lang hat sichs angekündigt, doch wie erwartet haben die alten Balken die Last nicht länger tragen können und das Scheunendach ist eingeschnarcht wie Bummsdis Herrentitten. Der dicke fette Pfannkuchen mag davon ausgegangen sein, dass die zwei Bauzaunelemente das Scheunendach irgendwie von außen stützen und stabilisieren und alles schon irgendwie von ganz allein wieder gut wird, sodass er nichts weiter tun muss, den Verfall seines Erbhofes aufzuhalten. Evendöll ist er auch wirklich davon ausgegangen, irgendjemand anders werde sich für ihn um seine Sorgen kümmern. Sein Gestammel zu diesem Thema ist jedenfalls wenig erhellend, da er sich schon nach wenigen Worten heillos in den Fragmenten seiner Satzversuche verheddert. Man höre:
„Der Witz is, dass ich jeds eigentlich innerhalb der nächsten Woche schon auf die… auf Bauamt gewadded hab beziehungsweise auf des Ganze, dass des gemacht wird, aber das hat sich jeds n bisschen hingezogen im Lauf der letzten Monate.“
So klingt es, wenn Eltern ihren Bildungsauftrag ignorieren und die Aufzucht ihres Nachwuchses dem Privatfernsehen überlassen. Wenn der Speckbeppo versucht, sich wie ein richtiger Erwachsener auszudrücken, kramt er auswendiggelernte und inzwischen rettungslos abgegriffene Phrasen und Satzbruchstücke aus den Wendungen des Spatzenhönns und trümmert sie unbeholfen gegeneinander; es ist das sprachliche Äquivalent eines geistesgestörten Grobmotorikers, der mit Klemmbausteinen spielt und sie vor dem sabbernden Gesicht gegeneinanderschlägt, in der irrigen Annahme, so hafteten sie schon irgendwie passend zur Anleitung aneinander. Vergangenheit und Zukunft wabern in dieser Satzbaustelle durch- und auseinander wie geronnene Hollandaise, es hat sich über Monate hingezogen, dass er nächste Woche auf das Bauamt gewartet haben will, man kriegt und kriegt es nicht zusammen oder auseinander, der Speckwubi hat die Kontrolle über seine Zeitadverbien genau so verloren wie den Überblick darüber, welcher Wochentag gerade ist und ob er eigentlich ne Hose anhat, man kann es sich alles nicht mehr ausdenken.

Der Suppengumbo lässt die Trümmer seiner Gedankenfragmente jedenfalls so achtlos hervorpoltern wie die Trümmer seiner Schimmelscheune, die er selbstredend nicht einmal zusammengefegt hat, bevor er zur Kamera gegriffen hat, den Dachschaden offiziell zu bestätigen. Damit hat er genug getan, aufräumen sollen die anderen.
Und wie sollte es anders sein im Inzestkaff hinter den sieben Bergen, ganz ohne Bumsdis Zutun hat einer der ortsansässigen kuhpockenverpesteten Blödhammel, der seinen krummgebuckelten Protestantenleib seit Generationen zur Fron schleppt, da Morgenluft gewittert, seinen grindigen Gichtpimmel aus dem Nutzvieh und stattdessen den Hörer ans Ohr geholt – einer im Kaff und sei er auch der Dorfdulli, braucht einen Bauunternehmer und weil ihm der Schmandeimer am Telefon womöglich auch baldige Barzahlung auf die sündige Ketzerpratze versprochen hat, stehen nunmehr zwei Schuttcontainer vor der Winglerscheune. Der Speckbeppo konnte ja im Überschwang der Erwartung des warmen Barr’neregens von Oktober unverzügliche Zahlung Cäsch inne Täsch zusagen. Dass er von diesen unrechtmäßig ergaunerten Schekeln eigentlich Heizöl kaufen wollte, hat er schon wieder vergessen, immerhin ist es ja wieder richtig warm geworden etzadla und obendrein hat der Wurstbommel ja urplötzlich und völlig unerwartet einen Riesenberg Brennholz parat, der gestern noch ein Dachstuhl war, wer hätt es ahnen können. Das kann der Bibberspecki nun alles verfeuern, braucht er ja gar kein Heizöl mehr, sondern kann sich den Überschuss vom Oktober einfach Rülps-Schmatz-TchaTchaTcha in den dommen Mostkopp wuchten. 

Zwischenzeitlich ist die Ranzschanze in den Morgenstunden womöglich so klamm und unwirtlich, dass es den Suppengmubo ins Freie treibt, um vor der Feuertonne von Übernächtigung gezeichnet den Vormittag zu verdämmern wie ein richtiger, echter Bettler in freier Wildbahn – Met hats auch noch reichlich und die Sonne scheint, die drohende Winterkälte ist nun wieder ein Problem für Zukunftsreiner, soll der sich doch darum kümmern, der arme, domme Knallkopp.

Gegenwartsreiner ist indes so heiter und vergnüglich, dass es gar zu einer neuerlichen Kwallitätsoffensive reicht. Jaguut, diesmal wird’s „erschdamol a Wonntäker“ sein – als wäre das nicht seit Jahren die Regel, godverdomme. Es gibt nie ein Drehbuch und nachbearbeitet wird auch längst nichts mehr; das einzige, was der Speckbeppo noch rausschneidet, sind die quälenden Minuten, in denen er beim Unsinnreden innehalten muss, weil er keine Luft mehr kriegt. Vom Hof ins Fresswiggsdaddelzimmer zurückzumeddeln und gleichzeitig aufzunehmen, kann einem aber schon mal den Atem rauben. Zumindest dann, wenn man sturheil und bockeblöd auf die 200 Kilo zuwatschelt, weil man selbst nach Verlust der eigenen Gallenblase keine Notwendigkeit anerkennt, das Essverhalten zu ändern, weil man halt grundsätzlich und rundheraus alles, was nach Gebot und Autorität aussieht, aus Prinzip ablehnen muss, wenn man ein derartig armer, dommer Knallkopp ist, godverdomme. 

Dem Videoschnitter entgangen ist diesmal allerdings eine dieser sekundenlangen Pausen. Der Schandsack will keine Fragen zu seiner kriminellen Vergangenheit oder zu seinem Dachschaden beantworten, teils aus Bockigkeit, teils aus Ahnungslosigkeit, er weiß doch selber absolut nicht, wie es jetzt noch weitergehen soll, der steinhageldomme Knallkopp. Und in diesem Moment schweift der Blick zur vergammelten Zimmerwand, die rings von Wurstfett überwucherten Gesichtszüge krampfen kurz und sacken wieder in den Ausdruck hängekiefriger Debilität zurück und man kann ahnen, dass in diesem Moment ein ekler Leibwind den Weg aus den gärenden Tiefen der Schmalzpauke findet und durch die namenlosen Grauen der Marianenarschkimme in die Sofatrümmer blubbert.
So endet vermutlich der erste der drei im Titel angekündigten Teile dieses Flachsinns in Fidioform, man weiß es nicht, man ahnt es nur, denn was die drei Teile nun eigentlich sein und beinhalten sollen, hat er natürlich nicht vorab erklärt, weil er es nicht weiß, weil er gar nichts weiß, der hageldomme Knallkopp, godverdomme.

Bei genauerer Betrachtung gibt es für das Hochladen dieses strukturlosen Sermons eigentlich nur einen ersichtlichen Grund: Der Ankündigungslord ist zurück! Etzadla is Freitag und trotz Dachschadens ist Bummsdi bester Laune, denn ein richtiger, echter Jutjuber wird ihn heute oder spätestens morgen ganz bestimmt anrufen und eine Koobberazion vereinbaren, eine richtige, echte Koobberazion, die langen Jahre der Schmach haben sich doch endlich ausbezahlt, wie ja dieser Anruf überhaupt nur der krönende Abschluss einer Woche voller Produktivität und einzigartiger Erlebnisse ist, die unsere arbeitsscheue Arschansammlung nun noch einmal Revue passieren lässt, uns und den künftigen Partner teilhaben zu lassen an seinem Fleiß und seiner Freude; ganz recht, er will sich mal wieder brüsten mit seinem gelungenen Leben, du kriss  und krisse Tür nich zu.

Unfreiwillig und vom ranzärschigen Realitätsverweigererr selbstverständlich unbemerkt gewährt der Wochenrückblick freilich nur einen weiteren Einblick in die Misere, die irgendwann doch mal ein halbwegs funktionierender Alltag war, denn der Zipfelklatscher vom Schauerberg gesteht darin, dass er eigentlich jeden verdommten Tag nur auf dem Unterarsch gehockt und gedaddelt hat, jeden verdommten Tag, godverdomme, schon der Besuch des Supermarkts oder ein Telefonat, jegliche Form der Kontaktaufnahme mit der Außenwelt gilt schon als erwähnenswertes Event in diesem verpfuschten, weggeworfenen, ja gänzlich in die Feuertonne gekloppten Restleben, in den Baumarkt gefahren ist er, was für ein Aufstand, was für eine Attraktion, was für eine übermenschliche Anstrengung, ja scheißdochrein, der ganze Tag im Eimer.  

Aber so rettungslos verblödet ist ja nicht mal unsere Mastmade, dass ihm die Eintönigkeit seiner zerlebten Restexistenz nicht doch auffiele, also lügt er sich rasch einen Ausflug mit Freunden zurecht, von dem er die Abfällle als Andenken aufbewahrt haben will. Naja, jedenfalls will er deshalb heute die Perversenserie weiterschauen, die er gestern angefangen hat. Äh, also nicht gestern, da war er ja mit Freunden aus, vorgestern, oder zur Sicherheit gleich vorvorgestern, aber auf keinen Fall gestern, denn da war er ja mit Freunden unterwegs, ganz bestimmt!

Und ganz bestimmt wird die Koobberazion mit diesem anderen richtigen, echten Jutjuber, den der Suppengubmo schon seit Monaten bekniet und der am Samstag aber ganz bestimmt anrufen wird, ein ganz dolles Ding, da geht die Rumba richtig los und deshalb hat er auch sofort wieder richtig nochmal Bock auf Jutjub und kündigt die nächste Kwallitätsoffensive an: Von Stund an wird jede Woche ein Fidio in einer seiner absoluten Premiumsparten erscheinen, Vier Drachen, CD-Reviews, Drachenlord oder doch wenigstens haltlose Ankündigungen. Das wird natürlich viel Arbeit und wird er morgen nochmal rumhocken, daddeln und auf den erlösenden Anruf warten. Oh und natürlich soll sich auch das Publikum melden und zwar mit zündenden Ideen für lustige Sketche, Drehbücher 8am besten in Großdruck oder gleich mit Bildern), damit tolle Sketche und neue Folgen von vier Drachen und der Neddl auch in die tat umgesetzt werden können. Da hat der Blödbommel nämlich nach wie vor absolut keine Idee, was er noch machen könnte, denn, ganz wichtig: Das Ganze darf auf keinen Fall zu anstrengend sein! Also bitte keine Vorschläge einsenden, zu deren Umsetzung er sich kostümieren oder das Sofa verlassen müsste. Stehen geht auch nicht so gut. 

Die nächste Folge Kommentare kommentieren wird folgerichtig auf den Trümmern des Drehstuhls aufgenommen und das einzig sehens- oder kommentierungswürdige, was diese neuerliche Erbärmlichkeit hergibt ist eine Animation, auf der sich Bummsdis ungeschlachte Arschwampe zu Zirkusmusik auf den Stühlchentrümmern im Kreise dreht. Animierter Egozentrismus, man möchte ihn so immer weiter anschubsen und dabei mit Erdnüssen bewerfen, godverdomme.

Trotzdem hat der nächste neue Premiumsbeitrag es in sich, keine Kosten noch Mühe hat der Schweineeimer gescheut, eine neue Folge seines aufwändigen Kochformats zu produzieren, das aufs Neue seine Unfähigkeit demonstriert, belegte Brote herzustellen. Immerhin wird endlich die alte Frage beantwortet, ob man auch Lyoner nehmen kann: ja, das geht, vorausgesetzt man zerhackt sie in Brocken, die man obenauf mit Käseschmier verkleistert. Es versteht sich von selbst, dass der Mülleimermann nicht warten kann, bis die Kamera endlich aus und die Farce vorbey ist, sofort und ohne Verzögerung muss der Schlachtabfall in die Dreckspratze genommen und in den hageldommen Knallkopp geschmettert werden, auf dass das Publikum einmal mehr der Ekelhaftigkeit teilhabe, in die Bummsdis Nahrungsaufnahme jedes Mal entgleist und ausufert, dieser missgestaltete Ogerkiffer, diese dreckstarrende Unmanier, diese Arschmensch gewordene Triebabfuhr, godverdomme.

Aber wenn das den zukünftigen Partner nicht restlos überzeugt, dann ist ihm aber auch nicht mehr zu helfen. Zur Sicherheit wird gleich noch eine Folge seiner erzbescheuerten Häiderdoku nachgereicht, sonst könnte ja der Eindruck entstehen, die angekündigte Kwallitätsoffensive würde offensichtliche Topthemen wie den Häid einfach ignorieren.

Überhaupt, die Häider. Die hören ja dankenswerterweise überhaupt nicht auf, dem Mastbommel auf den ungeschlachten Leib zu rücken; es ist zu und zu schön und schier nicht auszuhalten, am Ende machen die noch die ganze schöne Koobberazion kapott! Da muss der Schmandsack natürlich einschreiten und dazwischengrätschen, die Häider müssen endlich und ein- für allemal verscheucht werden, sonst ists Essig mit der Koobberazion, der neue Partner hat da mal sowas angedeutet. Wäre zumindest eine Erklärung für die merklich gesteigerte Brüllheulerey, die in den vergangenen Wochen für so viel Heiterkeit sorgte. Jeder einzelne Besucher wurde persönlich am Hoftor empfangen und individuell angebrüllheult, gar bis zum Ortsschild wackelte der Krawallprallo den Gästen hinterher, dabei immerlos brüllheulend die eigene Stärke behauptend, um schließlich mutterseelenallein mitten auf der Dorfstraße beidhändige Schellen anzutäuschen und dabei fast das Gleichgewicht zu verlieren, man kann es sich einfach nicht mehr ausdenken.

Aber hey, wenn das den zukünftigen Partner nicht von der brettharten Wehrhaftigkeit des Kampfsportlords überzeugt, von seiner immensen psychischen Stärke und ihm nicht auch gleichzeitig ein gerüttelt Maß Respekt vor dem Arschaffen einflößt, dann kann das wohl gar nichts sonst tun.
Gar nichts sonst tut ja auch Bummsdi bald wieder; es geht nochmal um Mobbing und sein Musik-Team führt ihn nochmal vor, es kümmert ja längst keine Sau mehr und kein Hahn kräht nach der neuesten Auflage des immergleichen Autotune-Hibbedihobbb-Flachsinns; die Kwallitätsoffensive ist so heillos versackt und festgefahren wie Winglers Maulwurf im Unterbaucharschfett, wer hätte es ahnen können, wer hätte das gedacht.


So macht sich dann zusehends Trübsal breit und der Alltagstrott hat ihn wieder, den armen, dommen Arscheimer. Dahocken, daddeln, Dreck fressen, den eigenen Körper für seine letzten Funktionen anpöbeln und natürlich weiterhin auf Recht und Gesetz pfeifen und genau so sturheil weiterschdriemen wie zum Beispiel letztes Jahr im Sommer. Es wird nicht mal mehr der Versuch unternommen, auf irgendwelche Verbote zu achten, es hilft ja alles nichts, Barr’ne müssen her, Barr’ne, Barr’ne und nochmals Barr’ne. 
Heizöl, Rechnung für den Scheunenabriss, Zwangsgeld, Grundsteuerschuld, Gasfaser, Stromzähler, Daddelsucht und der ewig hungrige Mülleimermagen setzen den Bettellord gehörig unter Zugzwang – und arbeiten ist natürlich nach wie vor keine Option. Lieber die Werktätigen in irgendeinem unausgegorenen Jutjubformat schmähen, als sich ihnen anzuschließen, lieber ärschlings ins Verhängnis meddeln, als endlich, endlich mal einen produktiven Beitrag zu leisten, die Bullen sind auch alles Kagghäider, so langsam aber sicher geht’s immer weiter bergab.


Aber selbstverständlich hat niemand auch nur den geringsten Einblick in die mystischen Tiefen von Reinerles Psyche. Als die koobberazion ins Haus stand, war er noch bemüht, ein wiedererkennbares und natürlich marktwertes Profil für sich zu beanspruchen, da war es „typisch Reinerle“, Interesse an phantastischen Monstern und phantastischen Monstertitten zu zeigen, daran kann man ihn erkennen, damit kennt er sich aus – aber nun, da die schönen Hoffnungen mal wieder zerplatzt und zuschanden sind, hat niemand auch nur den Hauch eines Schattens einer Ahnung, was so vor sich geht in dem armen, dommen Knallkopp.

Das ist natürlich wieder alles falsch. Man braucht keine Kristallkugel, um zu erahnen, was dem Schwartenprallo zum Monatsende die Stimmung verhagelt. Zunächst ist da die sonderschöne Tatsache, dass die Barr’ne im November längst nicht so reichlich geflogen kamen wie im Vormonat, sodass der Ertrag von der Vierstelligkeit deutlich entfernt eine magere Adventszeit verheißt.
Hinzu kommt, dass zum Jahresende der Häiderbesuch zwar nicht abnimmt – die gegenteiligen Behauptungen des Lügenbommels sind ein sicherer Hinweis – der arschige Arschzentaur aber auch in diesem Jahr weit und breit niemanden finden kann, der die Geburt des HErrn oder den Jahreswechsel gemeinsam mit ihm begehen wollte. Vor lauter Einsamkeit und Verzweiflung hat der Lustschmock sogar den Pornokanal reaktiviert – nicht, um neue Ekelpfuibah-Fidios zu veröffentlichen, sondern weil diese Plattform ihm in den vergangenen Monaten sehr verlässlich Kontakte mit der holden Weiblichkeit beschert hat. Lieber auf Häidermullen wiggs‘ne, als gar kein Pimmelfutter, man kann es sich einfach nicht ausdenken.

Und als wären das noch nicht Quellen der Trübsal genug, muss noch vor Monatsende eine neue Hiobsbotschaft die Ohrenärsche erreichen – will sagen, neu ist sie vermutlich nicht, es wird nur einige Zeit gedauert haben, bis sie den Weg über die Ohrenärsche und durch die verkleisterten Windungen des Spatzenhönns bis ins Renderzentrum gefunden hat, weswegen nun vermutlich alles schon wieder zu spät ist und der Schweineeimer am Ende doch noch in die Zelle gestellt wird, zumindest hat er da jüngst diese kryptischen Andeutungen gemacht, natürlich nur in der Hoffnung, damit vor Ultimo noch ein paar dringend benötigte Mitleidsbarr’ne zu farmen. 
Vielleicht wars ja der Bewährungshelfer, der nach wiederholten Versuchen endlich bis zum armen, dommen Knallkopp vordringen und ihm stecken konnte, dass der Verstoß gegen eine behördliche Auflage auch ein Verstoß gegen die Bewährungsauflagen ist, oder, in einfache, dem Suppengobmu verständliche Worte gesetzt: Wenn die BLM sagt, dass Bummsdi nemmer schdriemen darf und Bummsdi einfach weider schdriemt, obwohl er eigentlich im Gefängnis drin sein müsste und nur auf Bewährung draußen ist, dann kanns gut passsieren, dass Bummsdi doch noch in das Gefängnis nei geschürt wird. Weil die BLM und das Gefägnis, die san beide Kagghäider und für Mobbing, genau wie der obskure Koobberazionspartner, der den Bummsdi jetzt einfach so hat hängenlassen, obwohl der sich solche Mühe gegeben hat.

Es steht und bleibt zu hoffen, dass das Ende inzwischen wirklich langsam in Sicht kommt, godverdomme.