Donnerstag, 20. September 2018

Reiner und die Lügenpresse (26.08.18)



Die Sonne scheint, aber der Wind sagt Hui und unser dicker, fetter Pfannkuchen sieht sich genötigt, trotz veritablen Kaiserwetters seinen Fettsackpulli überzustreifen, weil es trotz behelfsmäßiger Handtuchvorhänge schon jetzt zieht wie Hechtsuppe in der Schanze, die nach den Angriffen der vergangenen Monate wohl endgültig auf dem letzten Loch pfeift und mittlerweile kurz davor steht, endgültig sturmreif geschossen zu werden. (Operation Entglasung sollte unter allen Umständen fortgeführt werden, Loide!) 

Heute will das Arschgebirge sich nochmal der Presse zuwenden. Die vor einigen Tagen erfolgte Presseschau gestaltete Bummsdi noch im Vollgefühl der ewigen Unbesiegtheit als Serie von Ausfällen und Beleidigungen gegen die Schreiberlinge von der Lügenpresse, gespickt mit ausgewählten Kraftausdrücken und der beliebten Seelöwen-Imitation. 

Mittlerweile hat der Prallo wohl eingesehen, dass diese altbewährte Strategie nicht mehr zielführend ist, also verlegt er sich aufs Verhandeln. Natürlich hat er nach wie vor selber nichts anzubieten noch auch begriffen, dass zu Verhandlungen ein solches Angebot dazugehören würde. Das ist freilich für den Suppengumbo nach wie vor kein Grund, sich aufs Betteln und Flehen zu versteigen – warum auch, wenn man stattdessen einfach lügen kann. Denn das kann er ja, da hat er Erfahrung drin, darin ist er groß. Also, nicht groß im Sinne von erfolgreich, aber doch groß im Sinne von geübt und von ebenso schamloser wie dummer Dreistigkeit. Hemmungen kennt er da längst nicht mehr, der dicke, fette Lügenbolzen.

Der Kanal bleibt pausiert, aber trotzdem lädt er die folgende Lügenorgie genau dort hoch, geht ja schon hervorragend los. Und er kann es auch nicht lassen zu betonen, wie sehr er sich letztendlich freut, endlich mal im Zentrum eines Aufmerksamkeitswirbels ungeahnten Ausmaßes zu stehen – während die Stimme immer noch heiser ist von den diversen Brüllattacken der letzten Tage, du krisst doch echt die Tür nich mehr zu bei diesem Knallkopp, godverdomme.
Aber wenn „die Medien“ sich jetzt endlich, endlich mal dem bisher völlig totgeschwiegenen Thema Mobbing zuwenden, dann ist das immerhin Reinerles Verdienst, dann hat sich die ganze Brüllerei ja doch gelohnt. 
Dieser Aussage jetzt Selbstüberschätzung und Arroganz zu unterstellen, hieße allerdings zu ignorieren, wie umfassend Reiners Isolation inzwischen ist, wie unermesslich sein Unverständnis und wie winzig klein seine Welt. Wenn es nicht um ihn geht, kommt das Thema schlicht nicht vor in seinem armen, dummen Knallkopp. 

Als nächstes gibt der Suppengmobu sich ungewohnt kleinlaut und möchte sich entschuldigen für die vielen Fehler, die er auf Jutjub gemacht hat. Nur dort, weswegen sein Weg ganz nach oben an die Spitze zu den anderen Grrohsen ja auch entsprechend steinig war. Ja egal, is nich alles gut gelaufen, tschulligung, Schwamm drüber.
So will er das haben, der Schmandsack. Natürlich sagt er nicht, welche Fehler er gemacht hat, wer darunter zu leiden hatte und bei wem er sich dafür bereits entschuldigt haben will. Könnte er ja auch gar nicht, selbst wenn er wollte. Es ist ja alles ganz einfach so erstunken und erlogen. Dass er deshalb nochmal schnell eine Entschuldigung nachreicht, ist deshalb ja auch ganz und gar sinnlos, denn wieder sagt er ja nicht dazu, wofür er sich entschuldigen will und bei wem. Er sagt einfach nochmal Schulljung, damits auf Band ist, damits „jetzt auch jeder mitkriegt“ – schon wieder deutlich angefressen davon, dass er sich dieses Lippenbekenntnis zur Reue jetzt überhaupt abringen musste. Räuspern und nach unten gucken.

Sein Ziel war es also nicht, die inzuchtgeschädigten, kapottgesoffenen Hinterwäldler Schauerberger oder ihre räudige Mischpoke „reinzuziehen“ ? Ach, ist ja hochinteressant. Was ist denn geworden aus „Ich bin hier, findet euch damit ab ihr Pferdefotz’ne“? In jedem Schdriem schön Rosenstolz spielen und sich gottweißwas auf seine Sturheit einbilden, dieselbe lauthals durchs ganze Kaff schreien und jetzt sagen „Tja, wollte ich ja gar nicht“? Dieser haltlose Sack voll lieblos hingerotzter Lügen, dieser erzblöde, inkonsequente schwabbelnde Pudding aus Dreck und Unflat, dieser hinterrücksichtslose Arschkopp, godverdomme.

Dass ein paar Busladungen voll Kuchenspasten sich vor Rewe und am Feuerwehrhäuschen haben vollaufen lassen, ist „grausam, grauenhaft, grauenvoll“? Ja scheißdochrein, du dummer Prallo, grauenhaft ist es doch nur, dass du nach wie vor nicht erkennst, dass du davon der Stifter und Erzeuger bist, dass die alle nur deswegen da waren, weil sie dich nicht leiden können, du riesiger Vollarsch. Und „vor allem eines“ hat sich gezeigt: Dass du ein durch und durch verdorbener, moralisch vollkommen bankrotter und haltlos dommer Unsympath bist, nicht nur niemandem auf der ganzen weiten Welt zu irgendwas nütze, sondern jedem anständigen Menschen in 20 Kilometern Umkreis – so es denn einen anständigen Menschen gäbe in diesem von GOtt selbst verlassenen Drecksloch von Landschaft – eine Last und eine Strafe. 

Aber nein, Dschampkatt und den Satz nochmal begonnen, die Sache hat „auch ein Gutes“ – für Reinerle nämlich, denn er ist ja schließlich die Hauptperson; wenn er noch einen Vorteil aus irgendwas schlagen kann, dann ist die Sache ja letztendlich gut ausgegangen. Und hier liegt der Vorteil für den Schandsack darin, dass die Öffentlichkeit sich möglicherweise bereit erklären könnte, in unserem Lügensack das arme Opfer zu sehen, immerhin wird er im Internet gemobbt, was ja ungleich viel schlimmer ist als etwa am Arbeitsplatz oder in der Schule gemobbt zu werden, wo man seinen Peinigern hilflos ausgesetzt ist und sich nicht so einfach löschen kann. 

Warum der Speckbeppo trotzdem denkt, gerade er sei schlimmer dran, ist nur ein weiterer Beweis für die Reinerlogik, nach der alles, was mit Reiner zu tun hat, um ein vielfaches wichtiger ist als alles, was mit Reiner nichts zu tun hat. Die Angriffe, denen der heldenmutige Reiner trotzen musste, sind deshalb ungleich schlimmer als alles andere, was sonst jemand ertragen musste. Also, ihr Weiber bei #metoo, ihr Kanacken bei #metwo und auch ihr Schwuchteln bei #itgetsbetter, heult ma alle leiser, der Reinerle hat nämlich mal welche mim Stock kassiert. Angeblich.

Gut, lag auch daran, dass er selbst Fehler gemacht hat und der Schwibbschwabbel verfügt durchaus über genug Berechnung, um zu wissen, dass er die jetzt auch zugeben muss. Aber er kann es halt nicht, der selbstverliebte Knallkopp, also kann er auch nicht sagen, welche Fehler das eigentlich sind und zur Sicherheit muss er sie alle relativieren: Weil er seine dummen, beleidigenden Aussagen ja getätigt hat, während eine Kamera lief und die Aussagen deshalb später im Internet verbreitet wurden, zählen sie quasi nicht und man sollte sie als ganz und gar gegenstandslos betrachten. Bis auf die, die ihm jetzt zum Vorteil gereichen sollen, die möge man bitte alle ernst nehmen.

Wenn der Arschsack also jetzt vor der Kamera betont, er sei kein Nazi, dann zählt das. Wenn die Kamera ihn vorher dabei aufgezeichnet hat, wie er den eigenen Größenwahn mit menschen-verachtenden  Beleidigungen zementiert hat, oder wie er haltlose Territorialansprüche auf „sein Grundstück“ erhob, das in Wirklichkeit der öffentliche Raum vor seinem Hoftor ist und diese Ansprüche mit brutaler Gewalt gegen jedermann durchzusetzen versuchte,  dann möge man das bitte ignorieren.
Wenn er jetzt behauptet, kein Sexist zu sein, dann gilt das. Wenn die Kamera vorher zahlreiche Beweise dafür eingefangen hat, dass er in jeder Frau grundsätzlich sofort ein Sexualobjekt sieht, das er mit Zudringlichkeiten der übelsten Sorte belästigen darf und danach, sobald es ihm nicht zu Willen ist, mit sexualisierten Beleidigungen versieht, wenn darüber hinaus ein seitenlanger Alptraum seiner zu Text geronnenen Sexfantasien vorliegt, die beredte Auskunft nicht nur über seinen Größenwahn, sondern auch seine Geringschätzung aller Frauen gibt, dann möge man das gefälligst ignorieren, das zählt dann nicht. So hätte Bummsdi das gern, so macht das in seinem Spatzenhönn wirklich und wahrhaftig Sinn, man kann es sich wirklich alles nicht mehr ausdenken.

Schon als Vergangenheitsprallo irgendwann bemerken musste, dass die Leute aus welchen Gründen auch immer  auf sein Verhalten negativ reagieren, kam er ja nicht auf die Idee, sein Verhalten zu überdenken oder gar zu ändern. Ach iwo, das war doch alles nur im Indanedd, das zählt doch gar nicht! Stattdessen überlegte er, was er wohl machen könnte, damit die negativen Reaktionen aufhören. Und darüber grübelt er bis heute nach. Ungefähr so, als würde man die Anlage auf Anschlag drehen und dann überlegen, was man wohl machen könnte, damit die Nachbarn sich nicht über den Lärm beschweren. Wenn ihnen die Mukke nicht passt, sollen sie halt weghören. Oder sie könnten einfach alle wegziehen, das wäre doch die einfachste Lösung.

An dieser Stelle des Fidios angelangt, verlieren Bummsdis Ausführungen langsam aber sicher jede Kohärenz und gehen genau so aus dem Leim wie ihr Erzeuger. Was ihm jetzt noch aus dem Gesichtsarschloch quillt, hält keiner Bewertung mehr stand, es ist Gestammel und Gelüge, ein Katarakt von Selbstliebe und Inkonsequenz:

Viele sagen, er sei stark: gelogen. Viele sagen, er sei fett und das stimmt. Viele sagen, er habe nicht nur einen Riesenarsch, er sei auch einer. Auch das ist richtig.

Er hält sich nicht für stark: gelogen. Er brüstet sich damit, was er alles aushalten kann und dass jeder andere unter dieser Last sofort zusammenbräche. Nur er nicht.

Er wollte der Welt zeigen, wie schlimm der Häid ist: gelogen. Er wollte nicht zur ARGE-Maßnahme gehen und sieht inzwischen keine andere Möglichkeit mehr, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, als weiterhin auf Junau das Internet anzubrüllen und sich dafür die Scheiben einschmeißen zu lassen.

Er ist nicht in der Lage, sich verständlich auszudrücken: Stimmt, aber nur durch Zufall. Er wollte sagen, dass er nicht in der Lage war, das Schanzenfest zu verhindern. Stimmt auch, aber er geht halt davon aus, dass er das hätte erreichen können, hätte er nur die richtigen Worte gefunden – Nach wie vor geht seine Lordschaft davon aus, er könne sein Publikum ganz nach seinem Willen beeinflssen und herumkommandieren. 

Häider wollen nicht auffallen: gelogen. Häider brüsten sich damit, dich zum Heulen gebracht zu haben – und das ist gut so, denn alle wollen dich weinen sehen, du hundserbärmlicher Prallsack.

Reiner opfert sich gern für andere auf und hat schon immer anderen geholfen: gelogen. Reiner hat in seinem ganzen Leben noch nie irgendwas getan, was nicht direkt mit ihm zu tun hatte. Er ist egozentrisch wie ein Brummkreisel. Fremde Hilfe erachtet er als Selbstverständlichkeit. Reicht man ihm den kleinen Finger, greift er nach der ganzen Hand. 

Reiner wurde in der Schule gemobbt, weil er so ein Helfer war: gelogen. Er wurde in der Schule nicht gemobbt, sondern geschnitten. Und zwar, weil er schon immer ein arrogantes Arschloch war, das sich für besonders großartig hielt. Außerdem war er schon als kleiner Junge ein hässlicher Fettsack.

Reiner ist kein Narzisst: gelogen. Aber tolle Reinerlogik: Wenn er nicht mal den Unterschied zwischen Nazi und Narzisst kennt, ist ihm natürlich nicht klar, dass es da eine Persönlichkeitsstörung gibt, von der er möglicherweise betroffen ist und die er möglicherweise mal therapieren lassen sollte. Nein, er doch nicht, godverdomme. Er ist doch großartig.

Und weil er so großartig ist, schließt er sein Fidio ganz stilecht mit einer Reihe von Forderungen:  Man soll erstens aufhören ihn zu häiden und zweitens seine Darstellung in diversen Berichten so ändern, dass er nicht als das vollgeschissene Ekelpaket rüberkommt, das er nun mal ist. Man möge ihn bitte als armes Opfer hinstellen, aber gleichzeitig betonen und hervorheben, wie stark und unbesiegbar er ist.
Und wenn man ihn dann noch für seine Ausdauer loben könnte, wär das auch ganz ogeh. 
Also los jetzt, ihr Lügenpresser, ein Schandsack voll eitler Scheiße will ein Heldenopfer oder ein Opferheld sein, macht schon, auf jetzt, godverdomme.


Reiner und der dunkle Parabelritter (22.08.18)



Da issa ja scho widda, Alda! Alex Prinz, der dunggle Barabelritter, das langhaarige Schielböckchen haut sein letztes Drachenlord-Fidio raus. Also diesmal wirklich das letzte. Ganz bestimmt.
Eigentlich wollte er ja nie, nie wieder was über den Drachenlord raushauen, aber weil der heute überall in den Zeitungen und sogar im Fernseh rumgereicht wurde, kann der Alex natürlich nicht widerstehen, mit Reinerbezug doch noch mal paar Klicks abzugreifen. Aber diesmal echt zum letzten Mal – bis er mal wieder neue Klicks braucht, irgendwann demnächst, wenn das mit dem Staatsexamen doch nichts wird bei der dommen Sau.

Aber natürlich hat das Schielböckchen nichts anderes im Sinne, als seine un-glaub-li-che moralische Entrüstung ins Netz zu posaunen, es ist ja fürch-ter-lich und einfach nur greulich und abscheulich, wenn sich irgendwo hunderte Untersekundaner treffen und einen Nachmittag lang trotz polizeilicher Weisung mählich unter Alkoholeinfluss geraten, das hat doch nichts mit Meddl zu tun, das kann er absolut nicht mit dem ansonsten von ihm propagierten Lebensstil in Einklang bringen, die domme Sau.

Dass der angehende Deutschlehrer den Unterschied zwischen „buchstäblich“ und „figurativ‘ nicht kennt, stellt er als nächstes unter Beweis, die domme Sau, bevor er dann nach nicht mal zwei Minuten gleich den dicksten Bock schießt und das Schanzenfest ganz ehrlich und mit vor Entrüstung zitternder Stimme mit einem Pogrom vergleicht. Ja, richtig gelesen, macht er wirklich, die domme Sau. 

Ist ja historische Tatsache, dass die deutschen Juden damals partout nicht aufhören konnten, den billichen kleinen Kaggnadsis von der SA anzudrohen, ihnen die Prüchel meilenweit nauszuschmaß‘ne und ihr dummes, provokantes Judentum einfach nicht abstellten, obwohl jeder sehen konnte, wie sehr ihnen das selbst schadete. Aber als sich dann der Volkszorn nach monatelanger Absprache und Ankündigung formierte, stand natürlich die reichsdeutsche Polizei wie ein Mann zwischen den Braunhemden und ihren Opfern, sodass den Nazis dann gar nichts anderes übrigblieb, als viele kleine Feiglinge zu saufen, mehr so aus Versehen den Reichstag anzukokeln und dann maulend wieder abzuziehen. Den Juden wurde dann zur Strafe nur ihr Hauptkanal weggenommen. 
Ja, so war das damals bei den Pogromen, das weiß er genau, die domme Sau. Dass es aber „Pogrome“ und nicht PRRRogrome“ heißt, davon hat der angehende Deutschlehrer natürlich keine Ahnung. Wie läuft eigentlich das Studium, du domme Sau?

Gerissen wie er ist, findet unser Schielböckchen natürlich eine Möglichkeit, seinen himmelschreiend steindummen Judenvergleich anzustellen, ohne das selbst zu tun: Er erfindet einfach spontan einen Freund, der den Vergleich durchgeführt haben will. Netter Versuch, Lügensachse, aber es weiß doch sowieso jeder, dass der Freund erfunden ist – du hast nämlich überhaupt keine Freunde, du domme Sau. Und solange du solche gewissenlosen Vergleiche anstellst, wird sich daran auch nichts ändern. Wenn man dir mal nen Echo verliehen hätte, jetzt müsstest du ihn wieder abgeben, du domme Sau. 

Als nächstes scheitert der Schielsachse krachend an einem Gandhi-Zitat, indem er erst die drei Stufen durcheinanderbringt und dann auch noch vergisst, dass das Zitat ja im Original nichts anderes als genau das sturheile #unbösiieegt-Geschrei zum Ausdruck bringt, das Reiner sich auf die Fahne geschrieben hat. Tja, schade, daneben. Aber macht nichts, Schielböckchen kriegt stotternd und stammelnd gerade noch die Kurve, denn eigentlich wollte er uns ja erzählen, dass er immer versucht hat, dem Reiner zu helfen, die domme Sau.

Immer? Ja, in der Phase zwischen seinem Schanzenbesuch, bei dem er Bummsdi zum Tanzbär und die Bummsdibude zum Jahrmarkt der Eitelkeit für seine eigenen Zuschauer zweckentfremdet hat, bis zum Mettwoch, bei dem er feixend und natürlich mal wieder am hellichten Tag biersaufend vor dem Leifschdriem hockte, also in den Monaten zwischen diesen beiden moralisch völlig einwandfreien, wenn nicht lobenswerten Aktionen, da hat er versucht, dem Reiner zu helfen, die domme Sau. Weil er sowas wie Reiners Vorbild war, die domme Sau.   

Nur schade, dass alle so heldenhaften Versuche seinerseits nichts fruchten wollten. Das liegt aber nicht an Schielböckchens fehlendem Einsatz, sondern nur daran, dass Reiner halt a weng dumm ist. 
Naja, da hat der angehende Pädagoge halt aufgesteckt und jetzt hockt er in seiner Bude, um uns sehr eindringlich klarzumachen, dass der dicke fette Pfannkuchen demnächst wohl sterben wird. 
Und zwar deshalb, weil die ganzen fiesen Häider ihm solchen Stress verursachen, dass das arg auf die Gesundheit schlägt. Die viereinhalbtausend kcal Fett und Zucker pro Tag, die steckt der Schwibbschwabbel weg, aber der Häid, oiweh, der wird ihn sicher dahinraffen. Oder das erledigt gleich irchendein kapotter Häider persönlich – und beim Ausmalen dieser Räuberpistole ist der Schielsachse allen Ernstes kurz davor, sich ein wenig Schweiß aus dem verbliebenen Auge zu drücken, so nahe geht ihm diese aberwitzige Vorstellung, der dommen Sau.

Also, nur dass wir uns richtig verstehen: Der Alex muss nicht ganz schwer schlucken, weil hier ein Mensch stirbt, beileibe nicht – was ihm so zu schaffen macht, dass er nachts das Auge nicht mehr zukriegt, ist die Vorstellung, irgend jemand könnte dann womöglich auf die Idee kommen, ihn, die domme Sau, für Bommsdis Ableben verantwortlich zu machen, weil er damals den Bummsdi so durch sein mediales Dorf getrieben hat, um heute paar Schörts mehr zu verkaufen. Und in dem Fall hätte das völlig unabsehbare Folgen für ihn und dann wird er gar am Ende nicht verbeamtet! Nicht auszudenken! Da kann einem wie dem Alex schon die Träne kommen.

Denn immerhin ist er es ja gewesen, der damals erreichen wollte, dass man den Prallo nicht mehr als Trottel wahrnimmt, indem er ihn als Trottel hingestellt hat, die domme Sau. Und ohne ihn hätte auch der zukünftige Meuchelmörder ja nie was von Bummsdi mitgekriegt, denn wie alle wissen, ging ja erst nach seinem Interview die Rumba richtig los.  

Und deshalb fühlt sich das Schielböckchen etzadla auch so schuldig, dass er die Sache in die Hand nehmen will. Oder genauer: Das sollen seine Fenns mal machen. Schreibt ihm doch ma in die Kommentare, wie man Bummsdi am besten entmündigen oder besser noch gleich einweisen könnte, das wäre doch das Beste. 
Wenn man an dieser Stelle seinen haltlos steindummen Eingangsvergleich nochmal bemüht, hätte das Schielböckchen anno ‘38 die Reichspogromnacht auch verhindert, indem er die deutschen Juden vorher einfach entmündigt und zwangschristianisiert hätte – Braunhemden hassen diesen Trick! Also, liebe Fenns, der Alex hat keinen Bock, da in irgendwas reingezogen zu werden, also unternehmt gefälligst was. Dangge dafür.

Ganz zuletzt wird’s nochmal richtig eklig: Jeder Besucher des Schanzenfestes ist nämlich einfach nur so ein richtiger Blödi, findet jedenfalls der Alex. Und der findet es einfach un-fass-bar, was ihr mit dem armen dummen Knallkopp anstellt. Wie kommt ihr nur darauf, in die Schanze vordringen zu wollen, um euch an Reiners Elend zu erlaben? Wie kann man sowas nur tun?
Wie unglaublich verlogen diese moralische Entrüstung und wie durchschaubar deutlich sie seinem eigenen schlechten Gewissen geschuldet ist, das kriegt er wohl einfach nicht mit, die domme Sau. 

Und natürlich hat er auch nicht vergessen, unter dem Fidio einen link zu seinem Mörtsch-Schop hinzukleistern. Moralische Entrüstung, Gewissensbisse und an den Haaren herbeigezogene Distanzierung von arschgenau den Leuten, denen er seine pseudokantigen Schörts andrehen will, sind ja nicht komplett ohne den immerhin ehrlich gemeinten Versuch, noch ein paar Koouuuln damit zu machen.

Also, wenn wirklich mal ein Attentäter in die Schanze vordringt und dem Suppengmubo das Licht ausbläst, dann hoffe ich inständig, dass er dabei ein – selbstverständlich fair gehandeltes – “VonTiling“-Schört trägt, du domme Sau.

Mittwoch, 19. September 2018

Reiner und das Schanzenfest (20.08.18)



Es ist Sonntag, die Sonne scheint und Bummsdi wird allmählich doch ein wenig nervös. Das Thema totschweigen und jede Erwähnung wegblocken hat leider nicht dazu geführt, dass die Zeit stehenbleibt, also sieht der dicke, fette Pfannkuchen sich genötigt, doch noch mal mit die Häiders in Verhandlung zu treten.
Das klappt so gut, wie es immer klappt. Speckbeppos Verhandlungsgeschick ist in all den Jahren nicht größer geworden, wie er ja auch nicht besser lesen gelernt oder bessere Fidios aufgenommen hat. Größer geworden ist eigentlich nur die Abrissbirne von Arsch, der Arsch von Wampe und das Arschkonglomerat von Mostkopp, das frisch rasiert auch nicht besser aussieht als von eklen Fransen umrandet, eher noch abstoßender, aber das kriegt Spatzenhirni natürlich auch niemals in sein Spatzenhönn neigerendert. Er versuchts halt immer wieder, an seinem Aussehen herumzuschrauben und scheitert jedesmal krachend.

Wie er ja auch jetzt wieder an der Aufgabe scheitert, mit die Häiders zu verhandeln. Anzubieten hat er nichts. Das macht aber nichts, denn der Schwartenlord erkennt ja nach wie vor nichtmal die Notwendigkeit, Verhandlungen mit einem Angebot einzuleiten. Eigentlich müsste er einfach um Gnade flehen, an die Vernunft der Häider appellieren und ihnen darlegen, dass er sowieso schon heillos damit überfordert ist, seinen ganz normalen Alltag zu meistern, sich finanziell nur grad eben so über Wasser halten kann, völlig perspektivlos einer sehr trüben Zukunft entgegensieht und eigentlich keinen fremden Einfluss mehr braucht, um sein Leben noch unerträglicher zu machen.     
Nur leider hat die Ofenkäsekanaille da, wo gesunde Menschen die Selbsteinschätzung sitzen haben, einen Opferkomplex verbaut und seine Sozialverträglichkeit eingetauscht gegen einen ausgedachten Adelstitel und billiges Seggsspielzeug. Statt also zu bitten, beleidigt er lieber.

Sich selber so schonungslos wie realistisch als armen Willi darzustellen, ist außerdem unvereinbar mit Traumlandwubis Version der Wirklichkeit. Er muss der unbesiegte Lord sein, durch Widrigkeiten stark und immer stärker geworden – also verlegt er kurzerhand die ganze mitleiderregende Misere in die Vergangenheit und betet uns wieder mal vor, was für eine erbärmliche Vergangenheit er gehabt hat. Das stimmt zwar alles, aber normale Menschen lernen halt aus ihren Fehlern, machen das Beste aus ihrer Situation und lassen sich von Rückschlägen nicht aufhalten. Traumlandwubi glaubt, die ganze vergangene Scheiße müsse jetzt so langsam mal vom Universum ausgeglichen werden und er habe doch allmählich mal eine schöne Zukunft verdient, die ihm auf dem Silbertablett präsentiert werden möge. Dass das Leben sich einen Dreck darum schert, was mal war, sondern nur darum, was einer daraus macht, das hat er noch nicht kapiert, der arme, dumme Knallkopp. 

So steigert er sich ganz allmählich in ein herrliches Selbstmitleid hinein, der arme, dumme Upfalord, der ja noch nie irgendwas für irgendwas konnte. Und während die Arschmade uns noch vorbetet, was für ein grandioser Kerl er doch eigentlich sei – wir sind nur zu dumm und asi, um das endlich einzusehen, schwupps, spendet ihm irgendein haltloser Kackfotz, dem dafür hoffentlich zeitnah der Pimmel abfällt, einen Hunderter.
Und nur Minuten später ist die ganze Misere vergessen und Bummsdi wieder voll obenauf. Hei, Koouuuln hats gegeben, jetzt wird gefeiert. Und zwar stundenlang, zu Idiotenmusik und mit dem guten alten Freund Alkohol. Noch heiser von den Brüllorgien der Samstagnacht tut der Schmandsack jetzt so, als sei die Welt völlig in Ordnung, gibt in sehr aufgeräumter Stimmung mit seiner Dorfassel-Anlage an und freut sich des Lebens. Rollo, Aller, was für ein triebgesteuertes Riesenarschloch.   

Noch ehe der Morgen graut, beginnt freilich Verhandlungsphase zwei, die ganz einfach nur noch aus Drohgebärden besteht. Der heillos kugelrundgenudelte Sack voll Scheiße und Ersatzfett, dieser traurige Talgtöffel präsentiert uns die typische Spielzeugsammlung eines dummen Jungen vom Dorfe, der schon mit zwölf erkennen musste, dass der Pimmel leider nicht mehr weiterwächst und – weil die Kürze im Koppe der Kürze in der Hose in nichts nachsteht – nach jeder Kompensationsmöglichkeit gegriffen hat, die der schmale Geldbeutel zuließ. 
So schwadroniert der Schrumpfpimmel uns von der beachtlichen Länge seiner Spielsachen vor, mit denen er jeden Eindringling so positzjonieren wird, dass er ihn aufspießt, wegflankt, schlicht und ergreifend ausradiert. Und ja, man muss leider davon ausgehen, dass während dieser Tirade aus erstunkenem Heldenmut und Männlichkeit der schrumpelige Drachenspeer zumindest für ein Sekündchen das grindige Köpfchen hebt und ein paar Tropfen Drachenspucke in die Plastehose seibert. Es ist einfach nicht schön.

Es hört auch sofort wieder auf, als Bummsdi erkennen muss, dass sein ehemaliges Idol Tanzverbot – dieser Fressklötsch mit dem Gesicht aus Berlin (GOtt strafe es!) – ihn wohl unterdessen irgendwie lächerlich gemacht und seine potthässliche Asifresse sogar vor der Schanze gezeigt hat. Ist aber inzwischen auch schon egal und mehr als nur ein wenig angeheitert meddlt Bummsdi in sein stinkendes Schimmelbett.

Da hält es ihn aber nur wenige Stunden – die Gelegenheit ist zu günstig, der Lockruf der Barren zu übermächtig. Wenn ihm an diesem Tag schon die Aufmerksamkeit derartig sicher ist, muss sich doch unrechtmäßiger Profit aus der Situation schlagen lassen! Also wuchtet der Schwibbschwabbel seine Abrissbirne von Arsch in das malträtierte Sofa und erklärt immer noch heiser, er habe keine Ahnung, warum er so heiser sei.

Der Tiefpunkt dieses  ohnehin schon schmählich unrühmlichen Verhaltens ist erreicht, als der Brüllaffe ohne aufzustehen irgendwen vor dem Fenster mit einer kurzen Salve unflätiger Beschimpfungen bepflastert, und zwar in einer Hochstimmung, die erleben zu müssen einfach nur körperliche Schmerzen bereitet. Denn mit diesem Geschrey hat der Fettlord allen Ernstes und ganz ohne Spaß seine Palastwache herbeigerufen, die jetzt mit fliegenden Fahnen herbeigeeilt kommt, nach dem Rechten zu sehen. 
Die örtlichen Landgendarmen, vermehrt um Kräfte der Bereitschaftspolizei stehen bereit, das Versammlungsverbot durchzusetzen und die paarundvierzig Einwohner Altschauerbergs vor den Übergriffen einer möglicherweise völlig enthemmten Meute, die tagsüber den Einwohnern zahlenmäßig um den Faktor zwölf überlegen sein wird, zu beschützen. Unser Prallo ist natürlich der Annahme, die seien alle nur seinetwegen da, das kostbare und übelstinkende Arschgebirge, das er als Leib herumschleppt, zu schützen und Schaden von seiner Schanze abzuwenden. Und diese Tatsache erfüllt ihn nicht etwa mit tiefer Scham, wie es richtig und gesund wäre, sondern mit heller, ehrlicher Freude. Endlich haben diese verdammten Büttel und Schergen mal kapiert, wer hier am Ort die Macht hat! Endlich tanzen sie mal nach seiner Pfeife! Endlich braucht er nur noch zu brüllen und sie kommen sofort angeeilt, die bösen Häider festzunehmen!

Angesichts dieser Entwicklung nötigt er sich sogar ein an Unaufrichtigkeit nicht zu überbietendes knappes Dankeschön an diese uniformierten Büttel ab, jetzt machen sie endlich ordentliche Arbeit. Eigentlich könnten sie sich aber alle noch je ein Drachenlord-Schört kaufen und überstreifen, dann wärs erst richtig.  

Ob der Anwesenheit der Staatsgewalt ward ja schon seit Freitag ein derartiges Mimimi veranstaltet, dass es nicht mehr feierlich war – über die Unverhältnismäßigkeit des Versammlungsverbots wurde genau so gemeckert wie über die Menge der zu erwartenden Landgendarmen, die Dauer des Einsatzes und natürlich darüber, was das den Steuerzahler wieder koste. 
Und während all diese Einwände sicherlich ihre Berechtigung haben, gilt es doch die Umstände zu bedenken, denn der Schauplatz der ganzen Misere ist halt kein Dorf, das diesen Namen auch verdient hätte, sondern eine Ansammlung windschiefer Hütten und Verschläge hinter den sieben Bergen am Arsche der Welt, insgesamt weniger bewohnt als in Ermangelung jeglicher Alternativen immer noch behaust von einer ebenso desolaten Ansammlung von insgesamt weniger als fünfzig Altenteilern und ihrem inzestuösen Nachwuchs, die dort seit Generationen tun und treiben, was Protestanten halt so machen, wenn man sie denn lässt und die dementsprechend verlottert und kapottgesoffen schon fast sehnlichst den Tag erwarten, an dem sie endlich vor ihren ewigen Richter treten dürfen.
 
Lässt man dort eine fünf- bis sechsmal so zahlreiche Menge erlebnisorientierter und durch Alkoholgenuss schön enthemmter Kackspasten frei, dauert es nicht lange, bis die ganzen örtlichen Anwesen so rettungslos kapottgepisst werden wie weiland der Tiergarten bei der Loveparade, von weiteren Sachschäden und den natürlich völlig obligatorischen Flaschenscherben allewo gar nicht zu reden. Die drei örtlichen Landgendarmen, an körperlicher und mentaler Verfassung den örtlichen Schweinefickern ja auch genetisch stark ähnlich, hätten keine Chance, der Lage Herr zu werden – also muss die Bereitschaftspolizei herbeigekarrt werden. Dazu braucht es aber einen triftigen Grund, die kann man nicht einfach so herbestellen wie einen Stapel Pizzen, also ermöglicht das Landratsamt diese Maßnahme vorab und gibt den Bauernbütteln gleichzeitig noch eine Handhabe, die Kuchenkinder wegzuschicken. Zack, Problem gelöst.

Wie notwendig diese Maßnahme war, zeigt sich ja dann auch ab Mittag, sobald eine stetig wachsende Schar natürlich alsbald schön besoffener Kuchensöhne sich anschickt, mit den anwesenden Systemschergen “Spasti und Gendarm“ zu spielen. Bis zum Schwibbschwabbel dringen sie erst gar nicht vor – und der hält sich für den Rest des Tages auch schön geschlossen, hoffentlich deshalb, weil ein genervter Landgendarm ihm sehr deutlich zu Verstehen gegeben hat, er solle sich was schämen und endlich sein dummes Gesichtsarschloch halten etzadla. 

Es wäre zu schön, um wahr zu sein. Noch schöner wäre es, wenn man ihm bei der Gelegenheit gleich gesteckt hätte, dass Dutzende von Gendarmen nur deshalb den ganzen Tag am Wuseln und Wergeln sind, weil Bummsdis unnachahmliche Dummheit mehr als fünfhundert Leute auf den Plan gerufen hat, die ihm alle gerne paar ans M0wl geben würden oder, genauer: die alle gern dabei wären, wenn jemand anders ihm paar ans M0wl gibt – denn wirklich zu allem entschlossen sind die Kuchensöhne nicht. Und viele, GOtt seis ewig geklagt, wirken auch körperlich nicht in der Lage, einen solchen Plan in die Tat umzusetzen. Noch auf jedem Bild der Besucher finden sich erschröckliche Vogelscheuchen, Spargelmänner und Elendsgestalten neben adipösen Pygnikern und veritablen Fettsäcken – und natürlich huldigen sie alle dem Schnaosteufel. 
Befeuert werden sie durch die Anwesenheit solcher Dreckslumpen wie Adlersson, dessen einziger Lebenszweck darin zu bestehen scheint, jedes noch so diffamierende und hasserfüllte Vorurteil über Sachsen im Allgemeinen und Ossis im Besonderen mit zahlreichen Beispielen zu bestätigen. Der andere Drecksossi, der Fressklötsch mit dem Gesicht, ist unterdessen schon wieder in seinen Schweinekoben zurückgekehrt.     

Befeuert heißt aber nun beileibe nicht, dass sich der angestaute Hass endlich gegen Bummsdi oder auch die Staatsgewalt entladen würde, natürlich nicht. Der Kuchensohn ist wie der Hund, der den Wilden spielt, aber, wenn er gegen den Feind zu kämpfen hat, davonläuft. Die Kinderschar trifft sich bald auf dem Reweparkplatz und wartet darauf, ob sich vielleicht doch noch jemand finden will, der den hochtrabenden Worten auch Taten folgen lässt; in der Zwischenzeit saufen sie bezeichnenderweise „kleiner Feigling“.

Bei hereinbrechender Dämmerung immer noch ausharrend, ob sich nicht doch noch ein Mann unter ihnen finden ließe, haben sie irgendwann die Geduld des Einsatzleiters genug strapaziert, so dass der das USK kommen lässt, woraufhin die Kinder zügig  nach Haus zu Mama abziehen, nachdem die Knüppelgarde das Foto eines Schlagstocks herumgezeigt hat.
Es bleibt allerdings zu hoffen, dass die Häider diese schmähliche Niederlage nicht auf sich sitzen lassen werden und alsbald zurückkehren, Rache am eigentlichen Verursacher dieser ganzen Misere zu nehmen.
Nächste Woche is Kerwa, Loide.


  

Postmoderne Feministinnen und ihr „strukturelles Problem“ (18.08.18)



Häwas, strukturelles Problem?
Ein solches wird grad mal wieder lauthals postuliert als eigentliche Ursache für Diskriminierung, Ungerechtigkeit, Frauenhass oder ganz allgemein als Antwort auf die Frage, warum denn der eigene Lebenslauf so gar nicht den Vorstellungen vom gelingenden Leben entsprechen mag, auch jenseits der 30 noch nicht. 

Verwendet wird er gern und eigentlich fast ausschließlich von den Gestalten, die der brave, nimmermüde Dorian [sallahui aleihi wassalam] nicht müde wird, als „postmoderne Feministinnen“ zu bezeichnen. Jetzt gerade rechtfertigen sie ihr hasserfülltes Internet-Getöse mit der Behauptung, Männer insgesamt seien Teil des „strukturellen Problems“, für das es irgendwie genau deshalb keine „individuelle Lösung“ geben könne.

Sowas passiert halt, wenn man junge Frauen auf die Universitäten – oder genauer: in geisteswissenschaftliche Fachbereiche – und sich dann ganz unbeaufsichtigt der Illusion hingeben lässt, sie seien jetzt ‘Akademikerinnen‘, wissenschaftlich beschlagen und in Theoriebildung versiert. Dann kleben sie hochtrabende Abstrakta aneinander, die sie vorher mit Markierstiften – die ironischerweise oft knallpinke Spuren auf den kopierten Arbeitsblättern hinterlassen – unterstrichen und für die Vokabeltests, die heutzutage als geisteswissenschaftliche Klausuren herhalten sollen, auswendig gelernt haben. 

Wenn man nun aber ganz höflich nachfragt, was denn ein „strukturelles Problem“ eigentlich sein soll, welche Eigenschaft  denn nun ganz konkret mit dem „strukturell“ bezeichnet sein soll, dann kriegt man keine Antwort. Höchstens künstlich aufgebrachtes Gekeife des Inhalts, man sei wohl zu dumm zu googeln und die Verfasserin sei niemandem eine Erklärung schuldig, weil sie eine strake, schlaue Frau sei und man könne sie mal kreuzweise. letzteres freilich nicht wirklich, denn das würde ja an sexuelle Gratifikation grenzen und die ist natürlich verboten, aber sowas von.
So drängt sich natürlich die Vermutung auf, die Verfasserinnen hätten selbst nicht den Schatten einer Ahnung, was sie da eigentlich schreiben, wenn sie wieder mal behaupten, diese oder jene ausgedachte Ursache für ihre eigene Misere sei „strukturell“.

Immerhin hat dieses harmlose Adjektiv es ziemlich in sich: ein strukturelles Problem ist ein Problem, das attributiv „strukturell“ sein soll, so weit, so klar. Dann hört es aber mit der Klarheit schon auf, denn unser Attribut könnte entweder 1.) eine Eigenschaft des Problems sein, 2.) eine Herkunft des Problems bezeichnen, oder 3.) seine derzeitige Position oder 4.) seine Ursache. Für die 1.) Bedeutung böte sich freilich die Form „strukturiert“ an, oder ihr Synonym „struktural“. Da aber auch „strukturell“ synonym zu „struktural“ verwendet werden darf – weil so viele ‘Akademikerinnen‘ das so oft und so lange sturheil falsch gemacht haben, bis es halt doch richtig wurde – und ferner nicht davon ausgegangen werden darf, dass die ‚Akademikerinnen‘ das richtigere „strukturiert“ überhaupt im Wortschatz führen, darf man auch die 1.) Bedeutung nicht von vornherein ausschließen. 

Ja wie ist das Problem denn nun? Hat es eine Struktur? Kommt es aus einer Struktur? Liegt es in einer Struktur? Wird es von einer Struktur verursacht? Fragen über Fragen, aber die ‘Akademikerinnen‘ schweigen sich aus.
Dabei müssten sie, noch bevor sie sich den möglichen Lesarten der Attribuierung stellen, der Herkunft des Adjektivs selber zuwenden. „Strukturell“ ist eine der Möglichkeiten, durch Suffix ein Substantiv in ein Adjektiv zu verwandeln.  Für das verwendete Substantiv kommen noch zwei weitere Suffixe in Frage, wobei wie gesagt das „-iert“ deutlich Bedeutung 1.) meint und das „-al“ in Verbindung mit Prozessen („-ung“ beim attribuierten Substantiv) eine 5.) Bedeutung aufmacht, indem es den Prozess in Ablauf oder Zielrichtung verortet. Uff.

Aber keine Angst, es wird noch schwieriger und undurchschaubarer, denn das Substantiv, das hier in ein Adjektiv verwandelt wird, hat auch mehr als eine Bedeutung! „Struktur“ bedeutet nämlich entweder 1.) die Anordnung der Teile eines Ganzen zueinander, also so etwas wie den Aufbau oder die Gliederung oder 2.) das Ergebnis dieser Gliederung, also ein nach Bauplan erstelltes Gebilde. Man könnte also zB die Struktur [i]einer[/i] Pizza beschreiben, also das Verhältnis von knusprigem Boden, fruchtiger Sauce, herzhaftem Belag und cremigem Käse in Menge, Anordnung und Beschaffenheit; ebensogut ist aber auch die ganze Pizza an sich [i]eine[/i] Struktur, da sie einen durchdachten Aufbau aufweist. 

Das wirft nun die drängende Frage auf, ob „strukturell“ nun den Plan bezeichnet oder das Ergebnis seiner Anwendung. Als Adjektiv auf „Problem“ bezogen ergeben sich also nicht weniger als acht verschiedene Bedeutungsmöglichkeiten (zwei Bedeutungen des Substantivs mal vier verschiedene Möglichkeiten der Attribuierung): Entweder der Plan hat ein Problem oder etwas, das nach einem Plan entstanden ist, hat ein Problem, oder das Problem rührt aus dem Plan oder einer Umsetzung her, wird von ihm oder seiner Umsetzung verursacht, oder das Problem selbst hat einen Plan, oder ist nach Plan gebaut.     

 Wer auch nur einigermaßen in geisteswissenschaftlicher Theoriebildung bewandert ist, weiß um diese Mehrdeutigkeit und bringt sie in seinen Formulierungen zur Sprache. Wer hingegen denkt, ein geisteswissenschaftliches Studium bestehe im Wesentlichen daraus, möglichst große Teile der kopierten Lektüreblätter oder erbettelten Mitschriften mit pinken Streifen zu verzieren und ansonsten in mittelgroßen deutschen Städten ein derartig peinlich bemühtes Bestreben nach hipper Urbanität an den Tag zu legen, dass es die Sau graust, der scheitert natürlich schon an den Mindestanforderungen theoretischer Formulierung, legt aber Höchstleistungen vor, wenn es darum geht, himmelschreiend bekloppte Verkleidungen in veganen Burgerläden oder Kaffeehäusern – in denen es alles gibt außer hundsordinären Filterkaffee – spazierenzutragen, Hirndünnpfiff auf „Poetry Slams“ als Kunstwerk zu postulieren, oder sich noch vor den dümmsten Propagandakarren der degeneriertesten Pseudowissenschaftler spannen zu lassen, wenn der nur nach den letzten Regeln der Mode verpackt angezockelt kommt – und freilich darin, mit spätestens Dreißig angesichts der eigenen Perspektivlosigkeit derart die Panik zu kriegen, dass man schreiend um sich schlägt und vor lauter Existenzangst mählich schön verrückt wird und ordentlich Kummerspeck ansetzt.

Nahezu alle von Dorians [sallahu aleihi wassalam] „postmodernen Feministinnen“ haben einen Universitätsabschluss – aber keine hat einen Doktortitel. Und das, obwohl sie sämtlich aus Fachbereichen kommen, in denen inzwischen noch die läppischste Dullistellen-Ausschreibung eine am besten gleich „hervorragende“ Dissertation voraussetzt. 
Denn trotz der miserabligen Arbeitsbedingungen ist der akademische Mittelbau sämtlicher geisteswissenschaftlicher Fakultäten so restlos überlaufen, dass jeder Abschluss jenseits der absoluten Bestnote nichts anderes mehr gilt, als ein Jodeldiplom. Die Fördergelder für den akademischen Nachwuchs auf diesem Gebiet sind vollumfänglich in diversen Graduiertenkollegs und „Exzellenz-Clustern“ versickert, die aber schon deshalb notwendig sind, um der Flut an Promotionsvorhaben noch Herr werden zu können.

Wo sind sie denn da, all die „postmodernen Feministinnen“? Aussortiert, lautet die einfache Antwort. Ihre Master-Abschlüsse genügen den Mindestanforderungen der akademischen Laufbahn nicht, wie sie ja schon den Mindestanforderungen geraden, klaren Satzbaus nicht genügen, weil ihre Verfasserinnen auch im Aufbaustudiengang nie was anderes gelernt haben, als per Anhalter zu denken: Einfach die buzzwords aus den gerade angesagten, hippen Theoriewerken unterstreichen, in windschiefe Satztrümer packen, fertig ist die Laube. 
Dass das keine Wissenschaft ist, merken die aber alle erst, nachdem man ihnen ihr Jodeldiplom ausgehändigt hat und sie auf dem freien Arbeitsmarkt nach Anwendungsbereichen für ihr vermeintliches Theoriewissen suchen. Was mit Texten, was mit Medien, ja scheißdochrein, wer schon an den Grundlagen der Linguistik scheitert, kann selbstverständlich in einer völlig überlaufenen Nische des Turbokapitalismus nicht Fuß fassen. 
Das kommt davon, wenn man sich aus Gründen der modischen Eitelkeit gleich auf die „Postmoderne“ stürzt, ohne vorher die „Moderne“ durchgeackert zu haben. Dann haben die eigenen Konstrukte kein Fundament, dann fehlt alles, dann stürzen die ganzen zusammengestümperten Worthülsen und Satzbaustellen beim ersten kleinsten Gegenwind in sich zusammen. Und, Protipp, meine Damen: Die „Moderne“ der deutschen Geisteswissenschaft beginnt allerspätestens im Jahre 1624.

Haben die selbsterklärten „Postmodernen“ natürlich keine Ahnung von. Wie sie ja auch von sonst nichts wirklich Ahnung haben; ihr Fachwissen wirkt wie von einer Elster zusammengeklaut, oder von der Rückseite irgendwelcher Frühstücksflockenpackungen (Diskurs-Flocken, vielleicht, oder Poststruktur-Pops) zusammengelesen.
Und das schlimmste ist: Das hat ihnen keiner je gesagt. Wenn diese Trullas mit mitte Zwanzig endlich die Uni freiräumen, sind sie der unerbittlichen Ansicht, starke, schlaue ‚Akademikerinnen‘ zu sein, dem ungebildeten Pöfel haushoch überlgen, mit allen Wassern gewaschen, bereit, die Welt neu zu definieren. Und sobald sie anfangen, mit ihren pink markierten Schlagwörtern um sich zu werfen, weiß jeder, der Ohren hat, zu hören, was es geschlagen hat und sortiert sie sofort aus. 
Nix is mit der erträumten Karriere mit Texten oder Medien, und nix is auch bald mehr mit Kaffehäusern, veganen Burgerläden und hippen Verkleidungen. und weil erst Papi und dann der Sachbearbeiter bei der ARGE immer dringlicher anfragt, wann denn das Fräulein Gut gedenke, sich mal zu echter Arbeit bequemen zu können, desto mehr wächst eben nicht die Erkenntnis, dass man die besten Jahre seines Lebens einer vollkommen nutzlosen Pseudoausbildung geopfert hat (in deren Verlauf man nicht mal richtig aufgepasst hat), sondern vielmehr die Wut darüber, dass all diese bösen Männer um einen rum nicht endlich einsehen wollen, was für eine tolle, schlaue, starke ‚Akademikerin‘ man doch ist und einem die Welt zu Füßen legen, wie es in den eigenen Mödchenmorgen-Blütenträumen doch immer der Fall war.

Und in dieser Dunstglocke aus Unverständnis, Selbstüberschätzung, Dünkel und Selbstgefälligkeit sind natürlich alle anderen Schuld daran, dass man so unzufrieden ist und gar keinen Bock mehr hat, morgens aufzustehen (weswegen so viele sich gleich selbst eine Depression diagnostizieren) und lieber den ganzen Tag lang im Internet herumdümpelt, Serien aus der eigenen Kindheit anschaut und dabei langsam aber sicher sowohl geistig als auch körperlich völlig aus dem Leim geht.

Und dann kann es halt leicht passieren, dass man alles nochmal auf eine Karte setzt und eben schreiend um sich schlägt, sich flugs einen Popanz ausdenkt, einen Sündenbock und Watschenmann, der entweder eine Struktur hat oder eine Struktur ist und aus ihr kommt oder in ihr gründet oder eine hat, ach, drauf gepfiffen, postmodern hieß doch eigentlich so uneigentlich oder nicht, was solls, schnell runtergekliert das Ganze und ins Netz geschissen. 
Dann regen sich die Leute im Internetz auf und man kommt ins Gespräch. Und wenn man ganz großes Glück hat, kann man sich dort so lange halten und hartnäckig schreien und um sich schlagen, bis man am Ende doch noch einen schönen Druckposten an den Fleischtöpfen Ägyptens erhält und fortan wieder brav die Fresse hält. Hat bei der Wizorek ja auch geklappt.